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Strukturiert vorgehen!

Case Study Lösung

Case Study Lösung

Keine Bange: Wichtiger als die eine exakte Lösung einer Casey Study ist es, analytisch vorzugehen, die Entscheidungen und Lösungswege logisch nachvollziehbar darzustellen und schließlich gut zu begründen. Tipps von ABSOLVENTA.

Case Study LösungenFür die Lösung einer Case Study gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie für die Postkorbübung:

  • Gehe ruhig und systematisch an die Aufgaben heran.
  • Lies den Text genau durch.
  • Mache Stichpunkte zu den wichtigsten Daten.

Vor allem wer eine Bewerbung an eine Unternehmensberatung schickt, der muss im Auswahlprozess mit einer Fallstudie rechnen. Neben Fallstudien in Form von Frage- und Antwort-Interviews kann man im Auswahlprozess auch mit schriftlichen Case Studies konfrontiert werden, die man anschließend präsentieren muss. Bei international aufgestellten Unternehmen kann es auch vorkommen, dass man seine Präsentation auf Englisch halten muss.

Auf Case Studies bereit man sich am besten durch eines vor: Üben, üben, üben! „Thinking outside the box“ ist hier oftmals das, was die Arbeitgeber von ihren Bewerbern verlangen. Ein vorbereitendes Case Study-Training nimmt Bewerbern die Ungewissheit und hilft eine Fallstudie erfolgreich zu lösen.

Um Probleme strukturiert zu lösen, empfehlen wir folgende Vorgehensweise, bei der man sich selbst fünf Fragen stellt und sein Handeln nach den Antworten ausrichtet:

1. Löse ich das richtige Problem?

Es kann passieren, dass die Aufgabe bewusst allgemein gehalten wird. Lass dich davon nicht in die Irre führen. Gehe logisch vor und versuche, die Relevanz der einzelnen Informationen einzuschätzen. Eine große Hilfe ist, die zentrale Problemstellung für sich selbst in einem Satz zusammenzufassen. So ordnet man seine Gedanken und stellt sicher, dass man an den Kern des Problems herangeht, es bearbeitet und schließlich löst.

2. Wende ich die richtige Struktur an?

Wenn man die Problemstellung gut strukturiert hat, ist der Case schon halb gelöst. Überlege, wie sich das Problem in kleinere Teilprobleme zerlegen lässt, die man dann nach und nach bearbeitet. Betrachte die Aufgabenstellung dabei zunächst aus der Vogelperspektive und gehe erst später ins Detail („Top-Down-Strategie“). Ein typischer Fehler ist es nämlich, sich gleich am Anfang in Einzelheiten festzubeißen. Bearbeite die Teilprobleme anhand der gewählten Struktur und vergegenwärtige dir immer wieder, an welcher Stelle der Struktur du dich gerade befindest.

3. Welche Handlungsalternativen gibt es?

Nachdem man die Problemstellung strukturiert hat, kann man sich an das Lösen der Case Study machen. Sogenannte Basic Frameworks und Fortgeschrittene Frameworks helfen dabei, die Case Study zu strukturieren.

Es kann sein, dass es mehrere mögliche Lösungswege gibt. Wenn man sich nicht sicher ist, was die beste Variante ist, sollte man die verschiedenen Handlungsalternativen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen aufführen. Zum einen wird einem dadurch selbst klarer, für welche Lösung man sich entscheiden könnte. Zum anderen zeigt man dem Arbeitgeber, dass man in mehrere Richtungen gedacht hat. Das ist ein Indiz für den gern gesehenen "Blick über den Tellerrand".

4. Was sind die relevanten Rahmenbedingungen?

Meistens hat eine Case Study einen Bezug zum Unternehmen oder zur Branche. Um zur richtigen Lösung zu gelangen ist es hilfreich, das Branchen- und Unternehmensumfeld zu kennen. Deshalb kann es nicht schaden, sich im Vorfeld darüber zu informieren (u.a. Branchentrends, wirtschaftliche Lage, die großen Player am Markt, die Kunden und Rivalen etc.). Im Vorfeld der Bewerbung und des Auswahlverfahrens sollte man sich ohnehin damit auseinandersetzen.

Kandidaten mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund müssen mit Fragen bzw. Aufgaben rechnen, die ein tieferes Verständnis von Geschäftsmodellen und -prozessen erfordern. Von allen anderen Kandidaten wird in der Regel zumindest erwartet, dass sie über betriebswirtschaftliche Basiskenntnisse verfügen.

5. Teile ich mir meine Zeit sinnvoll ein?

Es ist wichtig, sich die die Bearbeitungszeit bei einer Fallstudie gut einzuteilen. Das ist umso entscheidender, wenn man mehrere Fälle bearbeiten muss. Findet man für einen Bereich nicht zügig eine Lösung, ist es besser, einfach einige Lösungsansätze zu skizzieren und zur nächsten Aufgabe zu wechseln, anstatt sich daran festzubeißen.

Ein sinnvoller Ansatz aus dem Zeitmanagement ist auch das sogenannte Pareto-Prinzip. Die „80/20-Lösung“ besagt, dass man (nicht nur bei knapp bemessener Zeit) in der Summe mehr schafft, wenn man alle Aufgaben zunächst zu 80 Prozent löst, denn die letzten 20 Prozent (die Details) sind am zeitintensivsten. Um die Feinheiten sollte man sich erst kümmern, wenn man die grundsätzlichen Probleme gelöst hat.

Die Case Study Lösung präsentieren

Wenn man seine Ergebnisse bzw. seine Case Study Lösung präsentiert, ist es immens wichtig, alle Entscheidungen zu begründen. So macht man den Lösungsweg nicht nur für sich selbst, sondern auch dem HR-Manager klar. Der Personaler muss unbedingt nachvollziehen können, wie der Bewerber zu der Lösung gekommen ist.

Es macht meist einen guten Eindruck, wenn man die Ergebnisse anschaulich präsentiert. Dabei können zum Beispiel eine Powerpoint-Präsentation, eine Tafel oder ein Flipchart helfen.

Vor allem im Case Study Interview gilt: Lass dich nicht verwirren, sei in den Antworten konkret und vertrete deinen Standpunkt selbstbewusst – allein das wird dem Personaler positiv auffallen.

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