Bewerbung im Bereich Systemadministration.

Genau wie du vernetzte Computersysteme konfigurierst, überwachst und pflegst, will deine Bewerbung verwaltet werden. Was genau in die Bewerbung gehört und welche No-Gos du vermeiden solltest, findest du hier.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Für eine Bewerbung im Bereich Systemadministration bietet sich grundsätzlich sowohl das klassische als auch das moderne Muster an.

  2. Bewerbung als Systemadministrator: Das muss rein.

    Deine Bewerbung als Systemadministrator muss zuallererst vollständig sein und enthält:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Anlagen

    Wenn du auf den ersten Blick Eindruck schinden willst, kann auch ein übersichtliches Deckblatt helfen. Zu den Anlagen gehören Zeugnisse von deinen Abschlüssen, Praktika sowie Bescheinigungen wie Zertifikate. Dein Lebenslauf sollte keine Lücken haben: Warst du nach dem Studium ein halbes Jahr auf Reisen, gehört das genauso hinein wie der Übergangs-Job im Supermarkt. Sonst entstehen Fragenzeichen beim Leser und es kann der Eindruck aufkommen, dass du etwas verheimlichen willst.

    Alles drin? Dann bringst du deine Bewerbung als Systemadministrator auf den Weg – als ITler verschickst du deine Bewerbung selbstverständlich per E-Mail oder über das Bewerbermanagement-System des Unternehmens.

  3. Das Anschreiben.

    In deinem Anschreiben als Systemadministrator geht es darum, was im Lebenslauf knapp und übersichtlich steht, in eine Form zu bringen, die Motivation und den Fit zur Stellenbeschreibung ausdrückt. Dein Anschreiben gliedert sich folgendermaßen:

    1. Kopf: Bevor der eigentliche Text des Bewerbungsschreibens losgeht, gibst du deine Kontaktdaten, die des Unternehmens und den Betreff an.

    2. Einleitung: In den ersten ein bis drei Sätzen geht es darum, das Interesse des Lesers zu wecken. Wieso bewirbst du dich für die Stelle als Systemadministrator, was hat dein Interesse in der Stellenbeschreibung geweckt?

    3. Hauptteil: Im langen Mittelteil dreht sich alles um deine bisherigen Stationen – Studium, Abschlussarbeit, IT-Praktika, deine Kenntnisse und deine Soft Skills. Diese zählst du nicht nur auf, sondern belegst sie und bringst sie mit der Stelle in Verbindung. Warst du zum Beispiel schon als Kind der Ansprechpartner für deine Freunde, wenn es um PC-Probleme ging, ist das ein netter Aufhänger; wenn du dann in deiner Abschlussarbeit eine fiktive IT-Landschaft für ein mittelständisches Unternehmen entworfen hast, umso besser.

    4. Schluss: In den letzten Abschnitt kommen deine Gehaltsvorstellung, dein frühester Einstiegstermin und ein Satz zum persönlichen Kennenlernen, auf das du dich freust. Noch „Mit freundlichen Grüßen“ und dein Name mit eingescannter Unterschrift drunter, und weg damit.

    Wichtig ist, dass das ganze Anschreiben auf eine Seite passt, ohne zu quetschen.

  4. Gos und No-Gos.

    Diese Fails in deiner Bewerbung solltest du für einen erfolgreichen Karrierestart als Systemadministrator unbedingt vermeiden:

    NEIN, DANKE JA, BITTE
    Selfies und Urlaubsfotos Professionelle Bewerbungsfotos
    Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren" Konkreter Ansprechpartner, um den Eindruck von Copy/Paste zu vermeiden
    1. Satz „Hiermit bewerbe ich mich" Origineller Einstieg, der neugierig macht und auf die Stelle zugeschnitten ist
    Fehler Korrekte Rechtschreibung und Grammatik, im Zweifel Korrektur lesen lassen
    Grundschule und Beruf der Eltern im Lebenslauf Stationen ab Abi oder Studium und eigene praktische Erfahrungen
  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Idealerweise wirst du, nachdem die Personalabteilung deine Bewerbungsunterlagen für die Stelle als Systemadministrator geprüft hat, zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Manchmal wird noch ein Telefoninterview oder ein Online-Test dazwischengeschoben. Geht es auf den Termin vor Ort zu, solltest du die Zeit nutzen, um dich vorzubereiten: Informiere dich über das Unternehmen, schaue dir auf der Karriereseite an, wie die Mitarbeiter gekleidet sind und wähle dementsprechend dein Outfit.

  6. Fragen für Systemadministratoren im Vorstellungsgespräch.

    Als Bewerber für eine Stelle als Systemadministrator wirst du im Vorstellungsgespräch viel Fachliches gefragt, zum Beispiel:

    • Mit welchen KPIs würdest du die Systemleistung überwachen – und wie?
    • Was war das schwerste PC-Problem, das du jemals gelöst hast?

    Möglich sind auch praktische Aufgaben, für deren Lösung du Zeit bekommst. Und fachfremde Fragen können dich erwarten – zum Beispiel, um zu sehen, wie du ins Team passt und wie du auf Stress reagierst. Typische Fragentypen sind:

    Allgemeine Fragen/Fragen zur Motivation.

    Hier geht es darum, warum du dich beim Unternehmen bewirbst und welche Stationen du bisher durchlaufen hast. Bringst du glaubhaft rüber, dass du für die Stelle brennst, ist das die halbe Miete.

    Persönliche Fragen.

    Hier wird dein Charakter geprüft – Sympathie und Authentizität bringen dich viel weiter als auswendig gelernte Antworten, von denen du denkst, dass der Personaler sie hören will.

    Stressfragen.

    Wie reagierst du, wenn du in die Ecke gedrängt wirst? Das steht hier im Vordergrund. Lass dich also nicht irritieren, sondern antworte so ehrlich, wie es geht, ohne zu viel preiszugeben.

    Schätz- und Logikfragen.

    Das genaue Ergebnis ist hier irrelevant, vielmehr zählt es, wie du an Dinge rangehst. Lautes und cleveres Denken, ohne direkt aufzugeben, ist hier die Devise.

    Beliebte Fragen.

    • Welche Kernkompetenzen machen dich zum perfekten Bewerber?
    • Bei welchen Unternehmen hast du dich sonst noch beworben?
    • Wie gehst du damit um, wenn es im Team Konflikte gibt?
    • Arbeitest du lieber selbstständig oder im Team?
    • Wenn du dich zwischen Familie und Karriere entscheiden müsstest, was würdest du tun?
    • Wie findest du deine Performance bis jetzt?
    • Wie viel wiegt Manhattan?
    • Was folgt als nächstes in der Reihe: J F M A ?
  7. Eigene Fragen und Gehaltsverhandlung.

    Geht das Gespräch dem Ende zu, hast du Gelegenheit, auch selber Fragen zu stellen. Auch wenn dich Rahmenbedingungen wie Urlaub oder Gehalt brennend interessieren – halte dich damit zurück und bleibe erstmal beim Job und der Arbeitsweise. Mögliche Fragen sind:

    • Wie arbeitet ihr im Team zusammen? Wie läuft die Kommunikation, wie werden Entscheidungen getroffen?
    • Wie sehen meine Entwicklungsmöglichkeiten aus? Gibt es Angebote für Weiterbildungen?
    • Gibt es die Perspektive für Personalverantwortung?

    Am Schluss kannst du das Thema Gehalt ansprechen, falls es dein Gegenüber nicht selbst tut. Grundlage kann deine Gehaltsvorstellung sein, die du in der Bewerbung angegeben hast. Grundsätzlich kannst du als ITler ein gutes Gehalt erwarten, aber als Berufseinsteiger solltest du dennoch realistisch bleiben und gute Argumente parat haben – zum Beispiel praktische Erfahrungen oder Zertifizierungen.

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