Gehaltsentwicklung.

Gehaltsentwicklung.
Die Gehaltsentwicklung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Äußere Rahmenbedingungen sind dabei genauso von Bedeutung wie die persönlichen Karriereziele und die Kommunikation der eigenen Erfolge. Zu große Bescheidenheit und Zurückhaltung sind in puncto Gehaltsentwicklung fehl am Platz. Absolventa erklärt, worauf es ankommt.
Du suchst einen Job? So erhältst du kostenlos Job-Angebote.
  1. Das Einstiegsgehalt bestimmt die Gehaltsentwicklung.

    Kaum einem Berufseinsteiger ist bewusst, wie wichtig das Einstiegsgehalt auch für die spätere Gehaltsentwicklung ist. Im Normalfall orientiert sich jede Gehaltserhöhung prozentual am aktuellen Gehalt. Deshalb kommt der Gehaltsverhandlung des Einstiegsgehalts besondere Bedeutung zu. Je höher du gehaltsmäßig einsteigen kannst, desto besser ist später auch deine Gehaltsentwicklung. Im Schnitt lassen sich bei einer Gehaltserhöhung bis zu zehn Prozent mehr Gehalt aushandeln. Ähnliches gilt auch bei einem Unternehmenswechsel, denn auch hier orientiert man sich in der Regel am aktuellen Gehalt. Hier sind sogar, je nach persönlicher Qualifikation und Verhandlungsgeschick, bis zu zwanzig Prozent mehr Gehalt zu erreichen.

    Ein niedriges Einstiegsgehalt bremst also automatisch die Gehaltsentwicklung. Deshalb solltest du schon zu Beginn deiner Karriere versuchen, im Job ein attraktives Einkommen zu verhandeln.

  2. Die eigene Gehaltsentwicklung vorantreiben.

    Da du als Berufseinsteiger auf keine oder nur geringe Berufserfahrung zurückgreifen kannst, spielen bei deinem Einstiegsgehalt oft äußere Faktoren wie die Unternehmensgröße und Branche eine Rolle, die du vor Jobantritt nur bedingt beeinflussen kannst. Wichtiger ist es, in den ersten Wochen im Job damit zu beginnen, die eigene Gehaltsentwicklung voranzutreiben. Am besten funktioniert dies, wenn du deinen Vorgesetzten vom ersten Tag an regelmäßig über deine Leistungen auf dem Laufenden hältst. Oftmals werden nämlich fleißige, aber stille und bescheidene Arbeitnehmer weniger wahrgenommen als diejenigen, die vielleicht nicht so überragende Leistungen bringen, aber sehr dominant auftreten.

    Allerdings solltest du dabei nicht in pausenloses Selbstlob verfallen. Stelle in regelmäßigen Abständen dem Vorgesetzten deine Leistungen sachlich und wahrheitsgemäß dar. Du kannst beispielsweise in Meetings durch zufriedene Kunden oder mit regelmäßigen Berichten zum Arbeitsstand einzelner Projekte glänzen. Diese Vorarbeit wird sich positiv auf die nächste Gehaltsverhandlung auswirken.

  3. Gehaltsentwicklung durch Berufserfahrung.

    Neben deinem persönlichen Verhandlungsgeschick sorgt auch deine wachsende Berufserfahrung für eine Gehaltsentwicklung. In der Regel lassen sich alle fünf Jahre vorzeigbare Gehaltssprünge realisieren. Die folgende Tabelle zeigt dir, wie die durchschnittliche Jahresgehaltsentwicklung in ausgewählten Berufsfeldern aussieht:

    Berufsfeld 3-5 Jahre 6-10 Jahre Mehr als 10 Jahre In konkreten Jobs
    Ingenieurwesen 55.464 Euro 65.459 Euro 78.918 Euro Mehr Infos
    Finanz- & Versicherungswirtschaft 49.454 Euro 59.316 Euro 76.312 Euro Mehr Infos
    IT 47.058 Euro 59.701 Euro 69.499 Euro Mehr Infos
    Soziales 31.217 Euro 42.649 Euro 57.880 Euro Mehr Infos
    Marketing 46.680 Euro 55.202 Euro 67.135 Euro Mehr Infos
    Vertrieb 40.649 Euro 54.519 Euro 68.649 Euro Mehr Infos
    Personalwesen 46.602 Euro 60.851 Euro 65.597 Euro Mehr Infos
    Logistik 51.367 Euro 59.640 Euro 68.990 Euro Mehr Infos

    Quelle: StepStone

    Fakt ist: Geisteswissenschaftler verdienen ein Gehalt, das durchschnittlich 10 bis 30 Prozent unter dem Gehalt von Wirtschaftswissenschaftlern liegt. Bei der durchschnittlichen Gehaltsentwicklung im Zuge der Berufsjahre sind folgende Berufsfelder die aussichtsreichsten.

    Gehaltsentwicklung: Hier verdienst du später am meisten.

    Berufsfeld Gehaltsentwicklung bis zu
    Chemie 117.624 Euro
    Medizin 102.000 Euro
    Business Development 99.744 Euro
    Sales 94.812 Euro
    Consulting 92.064 Euro
    Supply-Chain-Management 90.048 Euro
    Wirtschaftsprüfung 89.028 Euro
    Wirtschaftsingenieurwesen 85.992 Euro
    Rechtswesen 85.920 Euro
    Fahrzeugtechnik 84.996 Euro
    Produktmanagement 83.700 Euro
    SAP 74.988 Euro
    Personalentwicklung 73.344 Euro
    Softwareentwicklung 72.984 Euro
  4. Gehaltsentwicklung: weitere Faktoren.

    Deine individuelle Gehaltsentwicklung bestimmt sich auch durch die Unternehmensgröße. In der Regel gilt: Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr Gehalt bekommst du – sowohl beim Berufseinstieg als auch im Laufe deiner Karriere. Weitere Faktoren, die Einfluss auf deine Gehaltsentwicklung nehmen, sind der Unternehmensstandort sowie tarifrechtliche Regelungen.

    Arbeitszeit und Überstunden.

    Studien haben auch ergeben: Wer zu Arbeitsbeginn mehr arbeitet, der hat am Ende des Monats mehr in der Tasche und kann mit einer schnelleren Gehaltsentwicklung rechnen. Gerade Personen mit geringerem Einkommen wollen oder müssen ihr Salär oft durch vermehrte Überstunden aufbessern. Durchschnittlich leisten die Arbeitnehmer in Deutschland dabei pro Monat 18,7 Überstunden. Das entspricht - Pi mal Daumen - etwas weniger als einer Stunde am Tag.

    Schon gewusst? So erhältst du Job-Anfragen von Top-Arbeitgebern.