Supply-Chain-Management: Infos zum Berufsfeld

Supply-Chain-Management: Infos zum Berufsfeld

Wenn am Montagmorgen die Supermarktregale leer bleiben, hat der Supply-Chain-Manager Mist gebaut – denn in diesem verantwortungsvollen Beruf bist du dafür verantwortlich, dass die gesamte Lieferkette einwandfrei funktioniert. So sehen deine Aufgaben genau aus und das musst du für eine Karriere im Supply-Chain-Management mitbringen.

Definition Supply-Chain-Management

Der Begriff Supply-Chain-Management kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Wertschöpfungskettenverwaltung“– das Management der Lieferkette. Die einzelnen Logistikabteilungen Beschaffung, Produktion, Distribution sowie Entsorgung und Transport werden hierunter zusammengefasst und bilden die Glieder der Wertschöpfungskette. Supply-Chain-Manager entwickeln und verwalten unternehmensübergreifend also die logistischen Warenströme und agieren dabei als Schnittstelle zwischen IT und Logistik.

Supply-Chain-Management und Logistik werden gelegentlich synonym verwendet. Doch SCM kann vielmehr als ein neuer Ansatz der BWL angesehen werden, der auch über die Grenzen eines Betriebes hinausgeht. Er beinhaltet nämlich nicht nur die Logistik, sondern alle anderen Felder der BWL, beispielsweise Marketing, Produktion, Unternehmensführung, Unternehmensrechnung und Controlling.

Arbeitgeber aus dem Bereich Supply-Chain-Management

Bereiche im Supply-Chain-Management

Supply-Chain-Manager finden grundsätzlich in Logistik- oder Controllingbereichen Beschäftigung. Ihren Schwerpunkt können sie in ihrer Arbeit dabei beispielsweise auf einen der folgenden Bereiche legen:

  • Produktionswirtschaft
  • Lager- und Materialwirtschaft
  • Logistikmarketing
  • Controlling
  • Einkauf und Beschaffung
  • Vertrags- und Handelsrecht

Supply-Chain-Management Studium

Um im Bereich Supply-Chain-Management zu arbeiten, eignen sich mehrere Studiengänge. Ein besonders gutes Fundament hast du, wenn du Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsingenieurwesen studiert hast, aber auch als Informatiker oder Naturwissenschaftler kannst du in deiner Bewerbung punkten. Grundsätzlich gilt: Viele Studiengänge können der Grundstein für deine Karriere im Supply-Chain-Management sein.

Entscheidest du dich für ein Studium, dauert dies in der Regel im Bachelor sechs bis acht Semester. Sammelst du während deines Studiums bereits Berufserfahrung, zum Beispiel in Form von Praktika, erleichtert dir das den Berufseinstieg.

Übrigens: Steigst du nach deinem Abschluss mit einem Trainee-Programm ein, wirst du zielgerichtet eingearbeitet und lernst die Praxis im Handumdrehen.

Was muss man studieren, wenn man Supply-Chain-Manager werden möchte?

Um deine berufliche Karriere im Supply-Chain-Management zu starten, eignen sich am besten wirtschaftswissenschaftliche oder technische Studiengänge. Der klassische Berufseinstieg in das Supply-Chain-Management führt daher oftmals über ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Aber nicht nur ein Studium, auch eine Ausbildung mit anschließender kaufmännischer Weiterbildung eignet sich, um als Supply-Chain-Manager zu arbeiten – beispielsweise der technische Fachwirt oder der Fachwirt für Logistiksysteme.

Was muss ich als Supply-Chain-Manager können?

Neben deinem berufsqualifizierenden Abschluss benötigst du weiter Fähigkeiten, um im Supply-Chain-Management erfolgreich zu sein. Dazu gehören beispielsweise diese:

  • Wirtschaftliches, strategisches und analytisches Denken
  • Verständnis globaler Zusammenhänge
  • Organisationstalent
  • Zahlenverständnis
  • Kommunikationstalent und Verhandlungsgeschick
  • Flexibilität
  • Prozessdenken
  • Führungsqualitäten

Du solltest im Bereich Supply-Chain-Management also vor allem Freude daran haben, Prozesse zu bearbeiten und zu planen sowie Projekte zu organisieren.

Was macht eine Supply-Chain-Managerin?

Die hauptsächlichen Aufgaben im Supply-Chain-Management bestehen darin, Lieferprozesse zu planen und zu koordinieren. Dabei geht es um die Optimierung verschiedener Abläufe, um die Lieferkette bestmöglich zu steuern. Daneben können dich im Berufsalltag als Supply-Chain-Managerin noch diese Aufgaben erwarten:

  • Präzise Analysen von Markt- und Kundendaten
  • Kunden- und Lieferantenbetreuung
  • Prozessplanung und Sicherung des Warenflusses entlang der gesamten Wertschöpfungskette; Materialwirtschaft
  • Erstellung von Konzepten zur Kostensenkung
  • Vertragsverhandlungen
  • Durchführen von Trainings
  • Geeignete Softwarelösungen, beispielsweise für E-Commerce
  • Optimieren von technischen Lösungen und Abläufen
  • Sicherstellen der Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und Sicherheitsbestimmungen
  • Aufgaben im Qualitätsmanagement wie z. B. die Überwachung der Einhaltung von Qualitätsstandards

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    Berufsaussichten im Bereich Supply-Chain-Management

    Als Supply-Chain-Manager wirst du in unterschiedlichen Branchen gebraucht. Je nachdem, auf was du dich spezialisierst, kannst du verschiedene Schwerpunkte in deinem Berufsalltag setzen – je größer dein Aufgabengebiet, desto besser stehen deine Karrierechancen. Daneben lohnt es sich im Supply-Chain-Management, up to date zu bleiben und das Wissen stets aktuell zu halten. Verschiedene Themen wie Nachhaltigkeit, aber auch zum Beispiel der Einsatz von künstlicher Intelligenz für den Warentransport, können daher für Supply-Chain-Manager von Relevanz sein.

    Übernimmst du neben rein logistischen Aufgaben zum Beispiel noch Vertriebsaufgaben, Führungsverantwortung oder große Budgetverantwortung, wirkt sich das auch positiv auf dein Gehalt als Supply-Chain-Managerin aus.

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