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Das Bewerbungsschreiben: Tipps

Das Bewerbungsschreiben: Tipps

Die Aufgabe des Bewerbungsschreibens besteht darin, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man genau der richtige Kandidat für die Stelle ist. Es ist der „Icebreaker“ jeder Bewerbung und enthält Infos zu den Kompetenzen, den Praxiserfahrungen sowie der Motivation des Bewerbers für den Job und die Mitarbeit bei dem Unternehmen. Das Karriereportal ABSOLVENTA gibt wertvolle Tipps und Infos für Bewerbungsschreiben.

Inhalt

  1. Bewerbungsschreiben: Die Formalien
  2. Betreff und Anrede im Bewerbungsschreiben
  3. Bewerbungsschreiben: die Einleitung
  4. Soft Skills & Selbstdarstellung
  5. Bewerbungsschreiben: der letzte Absatz

Personaler bei großen Konzernen bekommen pro Tag teilweise über 100 Bewerbungen zugestellt. Hier muss man positiv auffallen, sonst hat man keine Chance auf den Job! Wenn Inhalt und Gestaltung des Bewerbungsschreibens nicht überzeugen, endet das Personalauswahlverfahren, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Die meisten Bewerbungen werden nämlich schon nach Ansicht von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf aussortiert, ohne dass die restlichen Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Bescheinigungen etc.) noch begutachtet werden.

Bewerbungsschreiben: Die Formalien

Ein Anschreiben bietet nur eine DIN A4-Seite Platz, um den Arbeitgeber von seinen Qualifikationen, seinen Kompetenzen und seiner Motivation zu überzeugen. Empfehlenswert sind ein übersichtliches Layout und eine gut lesbare Schrift (Schriftgröße 10 bis 12). Nicht nur der eigentlich Text des Bewerbungsschreibens muss vollkommen fehlerlos sein, sondern auch das Drumherum: Fehler bei Anschrift, Namen, Rechtschreibung, Grammatik oder Kommasetzung fallen geschulten HR-Mitarbeitern sofort ins Auge. Hier ist also größte Sorgfalt geboten.

Wichtig: Die direkte Anrede „Sie“ und „Ihr“ wird in Briefen und damit auch in einem Bewerbungsschreiben immer groß geschrieben. Ansonsten ist es ein grober Rechtschreibfehler! Beispiel: „Ich hoffe auf eine positive Antwort von Ihnen und freue mich, Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich kennenzulernen.“

Tipp: Bevor man seine Bewerbung verschickt, sollte man alle Dokumente noch von jemand anderem Kontrolle lesen lassen.

Betreff und Anrede im Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben hat immer einen Betreff. Dieser wird „fett“ markiert. Früher schrieb man das Wort „Betreff:“ noch an den Beginn der Betreffzeile. Das gilt heute jedoch als überholt. In die Zeile schreibt man stattdessen nur die genaue Position, auf die man sich bewirbt, evtl. inkl. Referenznummer, z.B.: „Bewerbung um die Stelle als Supply Chain Manager, Ref.-Nr. 987-654-321“.

Insbesondere bei sehr großen Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern ist die Referenznummer wichtig, damit die Bewerbung in der Personalabteilung richtig zugeordnet werden kann. Bei einem mittelständischen Unternehmen mit 50 Mitarbeitern kommt es hingegen nicht so sehr darauf an, da hier wahrscheinlich nur wenig Jobs zeitgleich ausgeschrieben sind.

Nach der Betreffzeile folgt die Anrede. In vielen Stellenanzeigen ist bereits der passende Ansprechpartner angegeben. Ansonsten wird man eventuell auf der Homepage des Unternehmens (Karriereseite) fündig. Weitere Möglichkeiten sind es, beim Business-Netzwerk XING auf Namenssuche zu gehen oder einfach zum Hörer zu greifen und sich telefonisch bei der Firma nach dem Namen des Ansprechpartners zu erkundigen. Wenn all das nicht zum Ziel führt, so beginnt man die Anrede einfach mit „Sehr geehrte Damen und Herren,…“.

Bewerbungsschreiben: die Einleitung

Da man bereits in der Betreffzeile darauf verweist, dass man mit dem Anschreiben auf eine konkrete Stellenausschreibung antwortet (oder es sich um eine Initiativbewerbung handelt), sollte dieses in den ersten Zeilen nicht noch einmal erwähnt werden. Das ist eine unnötige Dopplung, die Platz wegnimmt und den Personaler langweilt. Damit entfallen Formulierungen wie „hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als…“.

Tipp: Wenn es sich um eine eher förmliche Stelle handelt (bspw. ein Bank-Job),  sollte das Bewerbungsschreiben etwas förmlicher sein. Bei einem PR-Job hingegeben darf es gerne etwas ausgefallener sein. Doch in jedem Fall muss der erste Satz individuell und kraftvoll sein, damit man beim Personaler sofort positiv auffällt:

Anstatt einer 08/15-Bewerbungsfloskel „begeistert habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“ sollte man lieber sofort mit der Tür (bzw. seinen Kompetenzen) ins Haus fallen und Formulierungen verwenden wie: „für die Stelle als … bringe ich bereits erste Erfahrungen in … durch … mit.“

Eine solche Formulierung im Anschreiben bietet dir zudem den fließenden Übergang zu den Qualifikationen wie Ausbildung, Studium, Praxiserfahrungen und Weiterbildungen.

Im Bewerbungsschreiben mit Motivation überzeugen

Welche Punkte an dem Stellenangebot bzw. an dem Job gefallen dir besonders gut? Greife diese Aspekte im Bewerbungsschreiben auf und setze deine Fähigkeiten und deine Persönlichkeit dazu in Beziehung. So zeigst du dem Personaler auf, dass du die erforderlichen Qualifikationen mitbringst (die du zum Wohle der Firma einsetzen möchtest).

Beschreibe dem Personaler im nächsten Schritt, warum dich diese Stelle besonders interessiert. Geh dabei nicht nur auf die fachlichen Herausforderungen ein, sondern auch auf andere interessante Merkmale des Jobs, der Position, des Unternehmens oder der Branche.

Soft Skills & Selbstdarstellung

Ein Arbeitgeber ist nicht nur an den Fachkenntnissen eines Bewerbers interessiert, sondern auch an seiner Persönlichkeit. Schließlich sollen der Mitarbeiter nicht nur fachlich ins Team passen, sondern auch mit seinem Charakter und seinem Naturell. Bringe deshalb (im Mittelteil) des Bewerbungsschreibens auch deine Soft Skills zur Sprache. Für diese überfachlichen Kompetenzen gibt es keine Noten oder Zeugnisse. Deshalb ist es so wichtig, diese anhand von konkreten Beispielen zu untermauern, in welchen Situationen man welchen Herausforderungen gegenüberstand und wie man diese gelöst hat. Brauchbare Hinweise auf Soft Skills der Kandidaten liefern u.a. Auslandsaufenthalte (v.a. Studium, Praktikum, Work&Travel), Nebenjobs, Ehrenämter, Auszeichnungen, Hobbys, besondere Talente und sonstige außergewöhnliche Leistungen und Erfahrungen. An dieser Stelle ist es ratsam, sich auf die sozialen Kompetenzen zu konzentrieren, die für den angestrebten Job wichtig sind.

Wichtig: Eine bloße Aufzählung positiver Eigenschaften wirkt auf Personaler wie eine Standardfloskel im Bewerbungsschreiben. Verknüpft man seine Soft Skills im Anschreiben jedoch mit konkreten Tätigkeiten und Erfahrungen, wirkt die Selbstdarstellung authentisch und überzeugend.

Bewerbungsschreiben: der letzte Absatz

Im letzten Absatz des Bewerbungsschreibens kommt man zum Ende. Jetzt geht es nicht mehr darum, viel über sich zu schreiben, sondern ein paar Fakten zu nennen, z.B. den möglichen Starttermin und den Gehaltswunsch anzuzeigen (sofern dieser in der Stellenanzeige gefordert ist). Hier gibt man sein Wunschgehalt als Brutto-Betrag an. Der Online-Gehaltsvergleich hilft Berufseinsteigern dabei, realistische Einstiegsgehälter zu ermitteln.

Motivation bis zum Schluss

Zeige im letzten Satz deines Anschreibens noch einmal deine Motivation und vermeide Sätze wie: „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören“. Formulierungen im Konjunktiv („würde“, „wäre“ etc.) wirken zu schüchtern. Wenn du dich wirklich freust, dann formuliere es auch so: „Über eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch freue ich mich sehr. Gerne möchte ich Sie im persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten und meiner hohen Motivation für den Job als ... überzeugen“.

Vor der Unterschrift steht das obligatorische „Mit freundlichen Grüßen“, wobei hinter dieser Schlussfloskel kein Komma folgt!

Unterschrift

Das Bewerbungsschreiben endet im Idealfall mit der Unterschrift oberhalb des getippten Namens (Vor- und Zuname). Bei einer E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung ist es zwar nicht zwingend notwendig, doch es wirkt stilvoller und vollständiger, wenn man seine Unterschrift einscannt und im Bewerbungsschreiben einfügt.

Vermeide allerdings Unterschriften mit Filzstiften oder anderen „schmierigen“ Stiften. (Hochwertige) Kugelschreiber oder Füller sind hier die einzigen sinnvollen Möglichkeiten. Überprüfe vorher, dass der Stift beim ersten Strich nicht versagt, indem du ihn zunächst auf einem Schmierzettel ausprobierst. Beachte: Seriöse Unterschriften werden nur mit blauer oder schwarzer Tinte getätigt, niemals aber in Signalfarben wie Grün oder Rot. ABSOLVENTA wünscht viel Erfolg fürs Bewerbungsschreiben!

Lies auch:
>> 10 Floskeln im Bewerbungsschreiben


Anschreiben und Bewerbung für bestimmte Jobs und Bereiche:
>> Bewerbungsschreiben im Marketing
>> Bewerbungsschreiben als Ingenieur
>> Bewerbungsschreiben im Bereich IT
>> Bewerbungschreiben im Bereich Logistik
>> Bewerbungschreiben für eine Unternehmensberatung
>> Bewerbungsschreiben im Vertrieb

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