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So gelingt auch dir das Anschreiben für deine Bewerbung!

So gelingt auch dir das Anschreiben für deine Bewerbung!

Jedem dritten Bewerber graut es vor dem Anschreiben in der Bewerbung! Geht es dir genauso? Willst du dich bewerben, kommst du jedoch um ein Anschreiben nicht herum. Dabei sollte es den Personaler überzeugen, dass du die perfekte Besetzung für die Stelle bist und du auch menschlich zum Unternehmen passt. Im Anschreiben lieferst du deswegen überzeugende Argumente und informierst über deine Qualifikationen und Kenntnisse. Lies jetzt, wie du das Anschreiben für deine Bewerbung Schritt für Schritt aufbaust und der Inhalt einzigartig wird.  

Der perfekte Aufbau deines Anschreibens

  1. Das Wichtigste zuerst
  2. Betreff und Anrede im Anschreiben
  3. Die Einleitung
  4. Der Hauptteil: Soft Skills und Motivation
  5. Der letzte Absatz
  6. Unterschrift
  7. Die häufigsten Fehler im Anschreiben

Das solltest du zum Anschreiben wissen

  • Im Anschreiben steht, auf welche Stelle du dich bewirbst, warum du diese Stelle willst und warum du der perfekte Kandidat bist 
  • Das Anschreiben fasst dabei nicht einfach deinen Lebenslauf zusammen
  • Sondern du verbindest die Anforderungen aus der Stellenanzeigen mit deinen Fähigkeiten
  • Das Anschreiben ist maximal eine DIN-A4-Seite lang
  • Schriftart: Arial, Helvetica, Calibri o.ä., Schriftgröße: 10 bis 12 Punkt, einheitliches Layout

Wichtig: Das Anschreiben muss absolut fehlerfrei sein! Sei also sehr sorgfältig, wenn du ein Anschreiben für deine Bewerbungsunterlagen verfasst und lass es unbedingt von jemandem Korrektur lesen, bevor du es verschickst.

Betreff und Anrede im Anschreiben

Das Anschreiben einer Bewerbung hat immer einen Betreff. Er wird in der Regel als einziger Bestandteil des Textes fett formatiert. Früher schrieb man als erstes Wort der Betreffzeile „Betreff“ – das gilt mittlerweile als überholt. In den Betreff des Anschreibens schreibst du nur die genaue Position, auf die du dich bewirbst, falls angegeben mit Referenznummer, z.B.:

Nach dem Betreff folgt die Anrede. In vielen Stellenangeboten wird bereits ein Ansprechpartner erwähnt, meist ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung. Enthält das Stellenangebot keinen Namen, kann man sich auf der Homepage der Firma oder telefonisch nach dem genauen Ansprechpartner erkundigen. Im äußersten Notfall schreibst du als Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren, …“. Aber das sollte wirklich nur im äußersten Notfall geschehen!

Beachte: Die Anrede „Sie“ und „Ihr“ wird in Briefen und somit auch im Anschreiben immer groß geschrieben!

Die Einleitung deines Anschreibens: Boom!

Bereits in der Betreffzeile hast du darauf verwiesen, für welche Stelle du dich bewirbst bzw. auf welche Stellenanzeige du antwortest oder ob du eine Initiativbewerbung gestartet hast. Du musst diese Zeile also nicht noch einmal wiederholen.

  • In der Einleitung geht es jetzt vor allem darum, Interesse zu wecken.
  • Dabei sollte die Einleitung im Anschreiben nicht länger als drei bis vier Zeilen lang sein.

Keine Angst vorm leeren Blatt. Du musst nicht wahnsinnig kreativ sein. Aber 08/15-Formulierungen wie „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als …“ oder „Begeistert habe ich Ihre Stellenanzeige …“ gelesen, solltest du sofort vergessen. Das ist einfach nur langweilig und zeigt, dass du dir wenig Mühe gegeben hast. Auch Zitate oder Sprüche von irgendwelchen Dichtern, Denkern und Intellektuellen sind fehl am Platz. 

Viel individueller ist es, wenn du direkt deine Qualifikationen aus deinem Studium, aus Berufserfahrungen oder Praktika im ersten Satz deines Anschreibens mit einbringst. Zum Beispiel:

  •  „Für die Stelle als Display Manager bringe ich bereits erste Erfahrungen in Google Analytics durch eine Praktikum bei … mit.“
  • „Was braucht man für die Stelle als Sales-Assistenz? Ehrgeiz und Kommunikationsfähigkeit! Genau diese Eigenschaften konnte ich als Kampagnenleiter unserer Studienzeitung unter Beweise stellen.“
  • „Probleme lösen und Veränderungen bewirken – sind Eigenschaften, die mich als Konstruktionstechniker antreiben und die ich auch bei … unter Beweis stellen werde.“ 

Oder du startest mit einer kurzen Frage, die auf die Stelle und die Branche passt:

  • „Sie suchen jemanden mit Interesse am Umgang mit Menschen und Erfahrungen in der Personalentwicklung?“
  • „Was macht gute Inhalte aus und wie schafft man es, Leser für ein Produkt zu begeistern? Diesen Fragen werde ich im Praktikum in der Online-Redaktion bei … auf den Grund gehen.“

Ein guter Einstieg ist auch, auf ein bereits geführtes Telefongespräch mit dem Personaler zu verweisen, falls du vorher schon einmal angerufen hast. Persönlicher geht es nicht.

Tipp: Wenn es eine förmliche Stelle ist, z.B. ein Finance-Job, darf das Bewerbungsschreiben ruhig etwas förmlicher sein. Bei einem Marketing-Job hingegen sollte es etwas ausgefallener sein. Doch in jedem Fall muss der erste Satz individuell sein, damit die Bewerbung sofort positiv auffällt.

Der Hauptteil im Anschreiben: Mit Soft Skills und Motivation überzeugen

Hast du deine Einleitung im Kasten, kommt im Hauptteil deines Anschreibens ausführlich, warum du perfekt für die Stelle geeignet bist. Wichtig ist hier, die ausgeschriebene Stellenanzeige genau durchzugehen. Im Feld „Anforderungen“ oder „Das bringen Sie mit“ wird aufgezählt, welche Fähigkeiten gefordert werden.

Hard Skills

Nimm dir diese Punkte heraus und schreibe zu jeder Forderung einen Stichpunkt, wie du diese durch deine Erfahrungen und erworbenen Qualifikationen untermauern kannst. Beispiel:

  • „Erfahrungen im Umgang mit CRM-Programmen“ --> Werkstudententätigkeit
  • „Fließende Englischkenntnisse“ --> Dreimonatiger Auslandsaufenthalt in Kanada
  • „Sicheres Auftreten und Erstellen von Präsentationen“ --> Seminar-Projekt in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen

Anschließend kannst du diese Stichpunkte für das Anschreiben ausformulieren: „In meinem dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Kanada konnte ich nicht nur Erfahrungen in einer anderen Kultur sammeln, sondern durch die Teilnahme am Schulunterricht meine Englischkenntnisse in Wort und Schrift perfektionieren.“

Soft Skills

Außerdem werden am Ende der Stellenanzeige auch immer noch sogenannte Soft Skills gefordert. Auch auf diese solltest du ebenso in Stichpunkten eingehen und diese durch längere Auslandsaufenthalte (Studium, Praktikum, Work & Travel), Ehrenämter, Auszeichnungen, Hobbys, besondere Talente und außergewöhnliche Erfahrungen belegen. Beispiel:

  • „Teamfähigkeit“ --> Organisation von Schulfesten oder Mitglied in einem Sportverein
  • „Analytisches Denkvermögen“ --> Uni-Projekt zur Erstellung eines Prototypen
  • „Durchsetzungsfähigkeit“ --> Tätigkeit als Tutor für jüngere Schüler

Ausformuliert: „Als Tutorin an meiner Schule organisierten wir im Team das Sommerfest für die fünften Klassen. Gerade in der Arbeit mit jüngeren Schülern ist eine hohe Durchsetzungsfähigkeit gefragt, damit Abläufe reibungslos funktionieren und die vorher vereinbarten Rahmenpunkte eingehalten werden.“

Beachte: Eine bloße Aufzählung positiver Kompetenzen tut ein Personaler wie eine Standardfloskel ab. Verknüpfst du deine Soft Skills im Anschreiben allerdings mit bestimmten Tätigkeiten, wirkt die Selbstdarstellung authentisch. So weckt man das Interesse des HR-Managers und schafft auch gleich Anknüpfungspunkte für das Vorstellungsgespräch.

Das Anschreiben – der letzte Absatz

Der letzte Absatz des Anschreibens liefert Zusatzinformationen, z.B. den frühstmöglichen Starttermin oder den Gehaltswunsch, wenn dieser in der Stellenanzeige gefordert ist. Den Lohn gibt man immer als Brutto-Betrag an. Du hast nicht wirklich eine Vorstellung, welches Gehalt du angeben sollst? Dann wirf einen Blick auf unseren Gehaltsvergleich, um einen realistischen Brutto-Lohn zu ermitteln.

Zusätzlich solltest du im letzten Absatz deines Anschreibens auf ein persönliches Gespräch verweisen. Vermeide dabei jedoch Konjunktiv-Sätze wie: „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören“. Solche Formulierungen wirken zu schüchtern. Besser:

  • „Ich freue mich auf eine Einladung nach Stuttgart zu einem Bewerbungsgespräch. Gerne möchte ich Sie im persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten und meiner Motivation für den Job als Betriebswirt überzeugen.“
  • „Sind Sie überzeugt? Dann freue ich mich über die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch.“
  • „Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.“

Vor deiner Unterschrift steht das obligatorische „Mit freundlichen Grüßen“, wobei man hinter dieser Schlussfloskel kein Komma setzt, sondern einfach darunter seinen vollständigen Namen schreibt.

So endet dein Anschreiben: Mit der Unterschrift

Dein Anschreiben endet im Idealfall mit deiner Unterschrift zwischen der Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ und deinem getippten Namen (Vor- und Zuname). Eine Unterschrift ist bei einer elektronischen Bewerbung zwar nicht zwingend notwendig, doch bei einer E-Mail- oder Online-Bewerbung wirkt es kompletter und professioneller, wenn du deine Unterschrift für das Anschreiben einscannst und zwischen Grußformen und dem getippten Namen einfügst.

Vermeide Unterschriften mit Filzstiften, Bleistiften, Feinlinern und Co. und greife stattdessen ausschließlich zu einem Kugelschreiber oder einem Füller zurück.

Beachte: Unterschriften werden nur mit blauer oder schwarzer Tinte getätigt.

Die 10 häufigsten Fehler im Anschreiben: Bring das und du bist raus

Jetzt hast du soviel über den Inhalt und perfekten Aufbau des Anschreiben gelernt, dass du denkst, du kannst eigentlich schon gar nichts mehr falsch machen? Aber zur Abschreckung hier noch die häufigsten Fehler im Anschreiben, aufgelistet nach der Reihenfolge, wie schlimm sie von Perosonalern wahrgenommen werden. Wenig überraschend: Am meisten nervt es Personaler, wenn gleich am Anfang ein Fehler auftaucht: 

  1. Adresse, Ansprechpartner oder Unternehmen falsch geschrieben
  2. Unangemessene Sprache/Jargon
  3. Rechtschreibfehler
  4. Nichtssagende Bewerbungsvorlagen
  5. Unpassendes Foto
  6. Romane statt auf den Punkt zu kommen
  7. Anhang vergessen
  8. Lücken im Lebenslauf
  9. Uneinheitliches Schriftbild
  10. Fehlende Unterschrift oder Datum

Fazit

Versuche dein Anschreiben und deinen Lebenslauf inhaltlich möglichst genau an die Anforderungen der Stelle anzupassen. Überzeuge mit Kompetenz, Professionalität und Motivation – und nimm nicht einfach eine Vorlage, die du kopierst. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

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