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Damit nichts schief geht

10 Tipps fürs Vorstellungsgespräch

10 Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Mit diesen 10 Tipps fürs Vorstellungsgespräch bist du umfassend vorbereitet und dich bringt so leicht nichts aus der Bahn. 

Inhalt:

  1. Vorbereitung
  2. Organisation
  3. Outfit
  4. Umgangsformen
  5. Getränk
  6. Sprechen
  7. Gegenüber spiegeln
  8. Notizen
  9. Standardfragen
  10. Eigene Fragen

Die 10 wichtigsten Tipps für Vorstellungsgespräche

Jedes Vorstellungsgespräch ist anders, aber wenn man sich an einige grundlegende Dinge hält, kann im Ernstfall kaum mehr was schiefgehen. Unsere 10 Tipps helfen dir dabei, das persönliche Kennenlernen souverän zu meistern!

Tipp 1: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

Natürlich wirst du vor deinem Vorstellungsgespräch aufgeregt sein. Eine gute Vorbereitung hilft dir aber, dein Selbstbewusstsein zu stärken. Setzt du diese drei Punkte konsequent um, bist du auf jeden Fall umfassend auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitet:

  • Recherche zum Unternehmen: Um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen, solltest du dich vorab ausreichend über das Unternehmen informieren. Was sind die Produkte? In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was sind mögliche Mitbewerber? Wie viele Mitarbeiter gibt es, wie viel Umsatz wird erzielt und was besagt die Firmenphilosophie? Meist reicht hier ein Blick auf die Unternehmenswebseite. Kannst du diese Informationen in das Gespräch einbringen, beweist du den Personalern, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen als potentiellen Arbeitgeber auseinandergesetzt hast.
  • Selbstpräsentation vorbereiten: Meist wirst du am Anfang des Vorstellungsgesprächs dazu aufgefordert, kurz etwas über dich zu erzählen. Hier solltest du nicht einfach nur deinen Lebenslauf herunterrattern. Bereite eine kurze Selbstpräsentation vor. Diese sollte nicht länger als zwei bis drei Minuten dauern und auf deine markantesten Stationen eingehen. Achte dabei darauf, die Stationen miteinander zu verbinden und zu begründen. So entsteht ein roter Faden. Auch gut ist es, besonders die praktischen Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen herauszustellen, die zur angestrebten Position passen.
  • Vorstellungsgespräch als Rollenspiel üben: Gerade, wenn es dein erstes Bewerbungsgespräch ist, schadet es nichts, das Gespräch ganz konkret zu üben. Hört sich kindisch ab, ist aber effektiv. Also lass dir von deinen Eltern oder Freunden die typischen Fragen stellen. Damit wirst du in die Gesprächssituation hineinversetzt und kannst dir anschließend Feedback zu deinen Antworten geben lassen.

Tipp 2: Organisatorischen Stuff abklären

Vor deinem Bewerbungsgespräch kannst du keinen Stress gebrauchen. Sobald du die Einladung zum Vorstellungsgespräch bestätigt hast, solltest du anfangen zu planen. 

  • Anfahrt/Reise: Bei der Reiseplanung solltest du immer einen Puffer einplanen. Schließlich kann es schnell zu einem Stau oder eine Zugverspätung kommen. Auch solltest du dir vorher anschauen, wie du vom Bahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Unternehmen kommst oder wo du parken kannst, wenn du mit Auto anreist.
  • Mögliche Übernachtung: Wenn das Bewerbungsgespräch eine längere Anfahrt und damit eine Übernachtung erfordert, sollte man sich rechtzeitig um eine Unterkunft kümmern. Hier ist ein Hotel sicher die teuerste Variante, ein Hostel birgt aber die Gefahr, nicht gerade eine ruhige Nacht zu bekommen. Am besten einmal Freunde und Verwandte fragen, ob jemand jemanden kennt, bei dem man eine Nacht verbringen kann.
  • Kosten: Du kannst bei der Personalabteilung nachfragen, inwiefern das Unternehmen die Kosten für deine Anreise übernimmt.

Tipp 3: Angemessenes Outfit tragen!

Informiere dich über den Dresscode der Firma, am besten bei der Personalabteilung. Bei Banken und Versicherungen liegst du mit einem Anzug richtig, in Werbeagenturen oder im Marketing geht es in der Regel legerer zu. Stelle deine Kleidung vor dem Vorstellungstermin zusammen. Die Kleidung sollte gebügelt und die Schuhe geputzt sein. Achte außerdem auf eine ordentliche Frisur und gepflegte Fingernägel. Insgesamt gilt, zum Beispiel bei Parfüm, Make-Up, Schmuck und Ausschnitt: Weniger ist mehr! Hier findest du weitere Tipps zum Outfit im Vorstellungsgespräch.

Es kommt übrigens nicht nur auf das Outfit an, sondern auch darauf, wie man die Kleidung trägt. Achte auf deine Körperspannung: Rücken gerade und Brust raus. Der Gesamteindruck wird auch durch das Auftreten und die Körpersprache bestimmt.

Tipp 4: Höflich sein und Humor zeigen!

Vorm Büro sitzt der Vorzimmerdrache und der Personalleiter hat gefühlt eigentlich keine Zeit für dich, aber pampig werden ist jetzt nicht drin! Bleib höflich und vor allem freundlich – Lächeln ist hier das Stichwort. Das Benehmen ist ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Persönlichkeit und der Soft Skills. Auch wenn das Vorstellungsgespräch nicht so toll gelaufen ist und du vielleicht einstecken musstest, bist du kritikfähig, verabschiedest dich freundlich und bedankst dich für die Zeit 

Tipp 5: Getränke annehmen!

Wenn du etwas zu trinken angeboten bekommst, solltest du es immer annehmen. Am besten ist Wasser ohne Kohlensäure, damit man nicht aufstoßen muss. Gerade, wenn man aufgeregt ist und viel redet, bekommt man schnell einen trockenen Hals. Da kann ein Glas Wasser die Rettung sein. Und bei schwierigen Fragen kannst du, während du überlegst, zum Glas greifen und was trinken – dann hast du etwas länger Zeit, dir eine gute Antwort zurechtzulegen.

Ein weiterer Tipp: Stelle das Glas bzw. das Getränk nicht direkt zwischen dich und deinen Gesprächspartner. Das wirkt wie eine Barriere. Stelle es lieber etwas seitlich von dir ab.

Tipp 6: Deutlich sprechen!

Sprich langsam und deutlich. Das wirkt kompetenter, als wenn jemand sehr schnell spricht. Zudem unterbricht es den Gesprächsfluss, wenn der HR-Manager die Antworten nicht richtig versteht oder nachfragen muss. Am besten klappt das, wenn du aufrecht sitzt, dabei den Kopf gerade hältst und nach vorne schaust. Also so, wie man normalerweise dasitzt und sich unterhält. Das kannst du auch wunderbar in der Vorbereitung mit deinen Freunden oder deiner Familie üben. Notfalls hört dir auch deine Katze zu. 

Tipp 7: Sein Gegenüber spiegeln!

Spiegeln bedeutet, sein Gegenüber nachzuahmen (aber nicht nachzuäffen!). Auch das macht sympathisch, auch wenn es eher unbewusst abläuft. Beispiele:

  • Wer der andere lacht, lacht man auch. Aber bitte nicht zu affektiert.
  • Wenn sich der andere nach vorne beugt, tut man dies ebenso.
  • Wenn der andere zum Glas greift, trinkt man auch einen Schluck.

Das Ganze solltest du aber auf keinen Fall übertreiben, indem du jede Bewegung mitmachst. Wenn du mehr damit beschäftigt bist, die Bewegungen der Personaler zu beobachten, als auf die Fragen zu achten, ist das suboptimal. Doch wenn man das Grundprinzip kennt, kann man es punktuell gewinnbringend anwenden. 

Tipp 8: Notizen machen!

Notizen verhindern, dass man wichtige Punkte vergisst, die man später bei den eigenen Fragen noch aufgreifen könnte. Zudem zeugt es von ehrlichem Interesse und vermittelt eine strukturierte Arbeitsweise. Die Notizen können auch helfen, das Vorstellungsgespräch im Nachgang noch einmal Revue passieren zu lassen, um daraus für spätere Einstellungsgespräche zu lernen. Also nimm dir einen Schreibblock und einen guten Stift mit. Trotz Digitalisierung kommt es jedoch komisch, wenn du mit iPad oder Handy dasitzt und "mittippst".

Tipp 9: Standardfragen individuell beantworten!

Vermeide es, auf Standardfragen auch Standardantworten zu geben. Geschulte Personaler merken sofort, wenn du die Antworten aus Ratgebern auswendig gelernt hat. Die Lösung lautet: Stelle in den Antworten immer einen Bezug zu dir, deinem Werdegang, der anvisierten Stelle oder zum Unternehmen her.

Schon mit deinen Bewerbungsunterlagen kannst du übrigens bestimmte Fragen provozieren. Gib bei deinen Hobbys bessere Sachen als Sport, Lesen und Kochen an. Statt nur „Sport“ tanzt du Salsa oder boulderst. Und wenn du gerne kochst, dann bitte auch spezifizieren und deine Affinität zur thailändischen oder spanischen Küche kundtun. Auch soziales Engagement kannst du nicht nur im Lebenslauf, sondern auch bei deiner Selbstpräsenation anbringen. Daraus ergeben sich für die Personaler auch gleich intereressante Anknüpfungspunkte für den Small Talk.

Tipp 10: Kluge Fragen stellen!

Besonders von hochqualifizierten Bewerbern wird erwartet, dass sie im Vorstellungsgespräch eigene Fragen stellen. Wer das nicht tut, signalisiert Desinteresse oder Schüchternheit – und das kommt nicht gut an. Doch Achtung: Versuche, intelligente, also relevante Fragen zu stellen. Fragt der Persolaner, ob du noch Fragen zum Unternehmen hast, erweckt es einen falschen Eindruck, wenn du direkt das Gehalt ansprichst. Auch hier hilft es, vorbereitet zu sein: Einerseits kannst du dir schon im Vorfeld Fragen überlegen und notieren,andere Fragen ergeben sich im Gespräch.So kannst du zu konkreten Aspekten des Jobs nachfragen, zur Einarbeitung oder zu Weiterbildungsmöglichkeiten.

Extra-Tipp fürs Vorstellungsgespräch: Informiere dich auf dem Unternehmensprofil über dein Unternehmen und lies Erfahrungsberichte!

ABSOLVENTA wünscht viel Erfolg für das Vorstellungsgespräch!

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