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Körperhaltung & ihre Wirkung

Körperhaltung & ihre Wirkung

Körperhaltung & ihre Wirkung

Deine Körperhaltung ist für deine Mitmenschen ein wichtiges Signal. Sie bestimmt zu einem großen Teil deine Wirkung auf andere. Es beginnt bereits beim Betreten eines Raums. Beugst du dich mit gesenktem Kopf nach vorn, wirkt das wenig selbstsicher. Trittst du hingegen mit stolz geschwellter Brust auf, könnte dich dein Gegenüber für arrogant halten. ABSOLVENTA erklärt, welche Fehler du in puncto Körperhaltung vermeiden solltest und wie du sie gezielt einsetzt.  

Die Körperhaltung ist ein wichtiger Teil der Körpersprache und steht in enger Verbindung mit der Ausstrahlung und dem gesamten Erscheinungsbild einer Person. So hieß es schon damals in der Schule und zu Hause, dass man stets gerade sitzen und stehen soll.

Warum es sich lohnt, Haltung zu bewahren

Eine aufrechte Körperhaltung gilt von jeher als Zeichen der Würde und Anmut. Nicht umsonst benutzt man Redewendungen wie „Haltung bewahren“ oder ein „aufrechter Mann“ im Gegensatz zu „gramgebeugt“ oder „buckeln“. Um eine gute Wirkung auf andere zu haben, gilt: Schultern zurück, Brust raus, Rücken grade und Bauch rein. Das ist die ideale Körperhaltung für den Alltag und ganz besonders für Situationen, in denen man unter Beobachtung steht, wie zum Beispiel im Vorstellungsgespräch.

Ein aufrechter Gang zeugt in der Wahrnehmung der Mitmenschen von Selbstvertrauen und Kompetenz, weshalb man beim Eintreten in einen Raum möglichst eine gerade Haltung einnehmen sollte. Die Körperhaltung darf aber nicht angestrengt oder unnatürlich wirken, denn dann ist sie nicht überzeugend. Im Zweifel kann man die richtige Körperhaltung vor einem Spiegel ausprobieren.

Körperhaltung im Stehen

Gerade zu stehen ist ganz einfach. Um herauszufinden, wie es sich richtig anfühlt, kannst du dich einfach mit dem Rücken an eine Wand stellen. Achte darauf, kein Hohlkreuz zu machen, sondern mit dem Gesäß fest an der Wand zu stehen und von da aus deinen Oberkörper auszurichten, sodass ein möglichst großer Teil deines Rückens die Wand berührt. Das gelingt dir, in dem du die Bauchmuskeln etwas anspannst und deinen Nacken lang machst.

Zu einer guten Körperhaltung gehört nicht nur ein gerader Rücken. So sollte man sich seinem Gegenüber möglichst frontal zuwenden und einen sicheren Stand haben. Die frontale Position präsentiert den gesamten Körper und strahlt somit Selbstvertrauen aus. Ein sicherer Stand verhindert, dass du wackelig und damit unsicher wirkst. Gerade Frauen sollten daher bei der Schuhwahl aufpassen. Die schönsten High Heels haben keinen Effekt, wenn man damit auf wackeligen Beinen steht und geht.

Körperhaltung im Vortrag

Wenn du in einer Präsentation Medien – wie zum Beispiel ein Whiteboard oder eine Leinwand – verwendest, dann achte darauf, dass du deinen Zuhörern möglichst nie den Rücken zukehrst. Insbesondere bei Aufgaben wie der Selbstpräsentation im Assessment Center ist die Körpersprache – und somit auch die Körperhaltung – mitentscheidend für die spätere Beurteilung.

Um eine gute Körperhaltung beizubehalten, sind Körperspannung und Balance sehr wichtig. Die Balance kannst du beibehalten, indem du dein Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilst. Dazu sollte deine Fußstellung etwa hüftbreit sein. Aus dieser Körperhaltung heraus kannst du dein Gewicht ohne Kontrollverlust verlagern oder bequem in eine Richtung gehen, um beispielsweise etwas an einer Grafik zu erklären oder Handouts zu verteilen.

An einem Rednerpult ist die Körperhaltung im Stehen weit weniger kompliziert. Du solltest jedoch niemals der Versuchung erliegen, dich hinter einem Requisit zu verstecken. Auch hinterm Rednerpult solltest du darauf achten, dass du aufrecht stehst. Verschränkte nicht die Arme. Das könnte von den Zuhörern als Dominanz-, Distanz- oder Abwehrgeste verstanden werden.

Fehler bei der Körperhaltung

Eine aufrechte Körperhaltung ist zwar wünschenswert, dennoch solltest du darauf achten, nicht zu steif zu wirken. Ein wenig Bewegung, wie zum Beispiel eine Gewichtsverlagerung, lockert deine Körpersprache auf und lässt dich selbstsicher auftreten. Aber auch hier gilt es, das richtige Mittelmaß zu finden. Wer zu viel „herumzappelt“, macht einen nervösen Eindruck.

Häufig wirken Präsentatoren auch unsicher, weil sie nicht wissen, wo und wie sie ihre Hände positionieren sollen. Nicht selten landen diese dann in den Hosentaschen. Das solltest du jedoch unbedingt vermeiden. Stattdessen solltest du deine Hände aktiv einsetzen, um das Gesagte mit Gesten zu unterstreichen.

Körperhaltung im Sitzen und bei Telefoninterviews

Auch wenn du sitzt, solltest du eine möglichst aufrechte Körperhaltung einnehmen. Dazu solltest möglichst die ganze Sitzfläche des Stuhls benutzen, um dich optimal positionieren zu können. Wenn du ständig auf dem Stuhl hin und her rutschst oder permanent die Beine übereinander schlägst, zeugt das von Nervosität. Sei locker, aber nicht zu lässig. Ein Arbeitgeber erwartet von seinen Mitarbeiter, dass sie beispielsweise im Kundengespräch auch im Sitzen eine gute Figur machen und Kompetenz, Interesse sowie Offenheit ausstrahlen.

Die Körperhaltung im Sitzen und Stehen ist nicht nur für die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht wichtig. Auch bei einem Telefoninterview solltest du auf deine Körperhaltung achten, denn die Sitzhaltung beeinflusst die Atmung und damit auch die Sprache. Und auch wenn dein Gesprächspartner dich nicht sehen kann, wird er hören, wie selbstbewusst und offen du bist – vorausgesetzt, du sitzt aufrecht und lümmelst nicht im Stuhl.

Fazit

Haltung bewahren heißt: Aufrecht stehen, gehen oder sitzen – ohne dabei steif zu wirken. Wenn du dir unsicher bist, wie du auf andere wirkst, teste die richtige Körperhaltung vor einem Spiegel. Es bietet sich auch an, Freunde und gute Bekannte um ehrliches Feedback zu bitten.

Weitere hilfreiche Tipps und Infos zur Körpersprache findest du hier:

> Die Mimik als nonverbales Kommunikationsmittel
> Gestik – Körpersprache lesen und „sprechen“
>
Nähe und Distanz – Das richtige Maß bei der Gesprächsführung

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Luise schreibt seit 2011 für die ABSOLVENTA-Redaktion und kümmert sich dabei um die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger.

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