Wer verdient was?

Durchschnittsgehalt in Deutschland

Durchschnittsgehalt in Deutschland

Am Durchschnittsgehalt kann man ablesen, in welchen Branchen und Berufen es viel Geld zu verdienen gibt und in welchen Jobs das Einkommen nicht sehr hoch ausfällt. ABSOLVENTA hat alle Informationen zu den Gehältern in Deutschland nach Branchen, Studiengängen, Regionen und Berufen zusammengefasst.

Inhalt

  1. Durschnittsgehalt Übersicht
  2. Durchschnittsgehalt nach Branchen
  3. Durchschnittsgehalt nach Studiengang
  4. Durchschnittsgehalt nach Region
  5. Durchschnittsgehalt in einzelnen Berufsfeldern

Übersicht zum Durchschnittsgehalt in Deutschland 

Money, money, money, must be funny… bist du auf der Suche nach deinem ersten Job, solltest du auch wissen, mit welchen Verdienstmöglichkeiten du rechnen kannst.

Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Im Jahr 2016 betrug das Durchschnittsgehalt für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer pro Monat 4.078 Euro brutto. Das entspricht einem Jahresgehalt von rund 48.900 Euro
  • Nach wie vor gibt es einen Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern: So lag 2016 das Durchschnittsgehalt in den alten Bundesländern bei 4.137 Euro und in den neuen Bundesländern bei 3.149 Euro monatlich.
  • Auch gibt es immer noch Verdienstunterschiede zwischen Männern und FrauenMänner verdienten 2016 rund 4.320 Euro monatlich (Jahresgehalt: 51.840 Euro), während Frauen ein durchschnittliches Gehalt von 3.527 Euro (Jahresgehalt: 42.324 Euro) hatten. Das liegt vor allem daran, dass immer noch die meisten Männer in Wirtschaftsbereichen arbeiten, die generell ein höheres Einkommen versprechen, während Frauen vorwiegend in Berufsfeldern arbeiten, die niedriger entlohnt werden. Auch sind immer noch mehr Männer in Führungspositionen anzutreffen als Frauen. 

Durchschittsgehalt nach Branchen

Hohe Gehälter in der Energieversorgung und in der Finanz- und Versicherungsdienstleistung

Ein wichtiges Indiz für die Höhe der durchschnittlichen Gehälter kann in den verschiedenen Branchen aufgezeigt werden. Je nachdem, welchen Studiengang du gewählt hast oder wählen willst, kannst du ungefähr abschätzen, in welchem Wirtschaftsbereich du nach deinem Studium arbeiten wirst. Nachfolgend sind deswegen die Gehälter in Deutschland nach den einzelnen Wirtschaftsbereichen aufgeteilt. Dabei bezieht sich die Aufstellung auf Gesamtdeutschland im Jahr 2016 und zeigt das durchschnittliche Jahresgehalt (brutto) an. 

Wirtschaftsbereich Jahresgehalt in Euro
Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich 48.936 
Privatwirtschaft 49.483
Produzierendes Gewerbe 51.464
     Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 53.625
     Verarbeitendes Gewerbe 53.550
     Energieversorgung 66.270
     Wasserversorgung 42.767
     Baugewerbe 39.972
Dienstleistungsbereich 47.456
   Marktbestimmte Dienstleistungen 47.452
     Handel 45.363
     Verkehr und Lagerei 38.989
     Gastgewerbe 28.206
     Information und Kommunikation 64.697
     Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 70.774
     Grundstücke- und Wohnungswesen 53.697
     Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 60.970
     Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 30.667 
   Nicht marktbestimmte Dienstleistungen 47.352
     Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 45.764
     Erziehung und Unterrricht 53.260
     Gesundheits- und Sozialwesen 46.636
     Kunst, Unterhaltung und Erholung 46.456

Quelle: destatis.de

Durchschnittsgehalt nach Studiengang

Medizin und Jura-Studium zahlen sich aus

Natürlich sollte man sein Studium nach persönlichen Neigungen, Interessen und Stärken wählen. Und ja, unsere Eltern predigen uns, dass Erziehungswissenschaft und die Arbeit im sozialen Bereich kein großes Gehalt versprechen. Aber jemand, der gerne mit Menschen arbeitet, wird nicht unbedingt in der Laborarbeit glücklich, nur weil er dort einen höheren Lohn erhält. Dennoch zeigt ein Blick auf die Infografik, wie sich die Gehälter in den einzelnen Studiengängen unterscheiden. Dabei steht fest: Als Arzt oder Rechtsanwalt gehört man in Deutschland nach wie vor zu den Spitzenverdienern. Das überdurchschnittlich lange und lernintensive Studium zahlt sich also durchaus aus. Aber auch mit einem ingenieurwissenschaftlichen oder IT Background, zum Beispiel als Wirtschaftsinformatiker oder Elektroingenieur, kannst du nach ein paar Jahren Berufserfahrung ziemlich gut verdienen.

Die folgende Grafik zeigt die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter nach Studiengängen


Quelle: StepStone Gehaltsreport 2017

Durchschnittsgehalt nach Region

Die starken Regionen liegen im Süden

Anhand des Durchschnittsgehalts kann man zusätzlich ablesen, wie wirtschaftsstark eine Region ist. Die folgende Auflistung zeigt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Deutschland (2016) in den 16 Bundesländern. Hessen, Bayern und Baden-Württemberg liegen dabei auf den ersten Plätzen – kein Wunder, schließlich sind die Ballungszentren Frankfurt am Main, München und Stuttgart auch die wirtschaftlich wichtigsten und stärksten Gebiete in Deutschland. 

Region Durchschnittliches Bruttojahresgehalt
Hessen 62.055 Euro
Bayern 61.162 Euro
Baden-Württemberg 61.148 Euro
Nordrhein-Westfalen 59.594 Euro
Hamburg 56.825 Euro
Bremen 56.180 Euro
Rheinland-Pfalz 55.176 Euro
Saarland 54.724 Euro
Schleswig-Holstein 54.015 Euro
Niedersachsen 53.805 Euro
Berlin 48.342 Euro
Brandenburg 43.017 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 42.523 Euro
Thüringen 42.302 Euro
Sachsen 42.285 Euro
Sachsen-Anhalt 41.800 Euro

Quelle: StepStone

In den alten Bundesländern ist das Durchschnittsgehalt höher als in den neuen Bundesländern. Während die Arbeitnehmer im Westen 2016 pro Monat im Schnitt 4.137 Euro Arbeitsentgelt bekamen (Männer: 4.383, Frauen: 3.565), war es im Osten mit durchschnittlich 3.149 Euro monatlich spürbar weniger (Männer: 3.191 Euro, Frauen: 3.071 Euro). Teilweise werden die Unterschiede durch höhere Lebensunterhaltskosten wieder ausgeglichen. So sind Städte wie München, Frankfurt oder Hamburg deutlich teurer als Städte wie Leipzig oder Dresden, was zum Beispiel die Mieten angeht. 

Durchschnittsgehalt in einzelnen Berufsfeldern

Um dir einen noch bessern Überblick zu verschaffen, werden im Folgenden für die jeweiligen Berufsfelder die Jahresgehälter 2016 in den einzelnen Branchen (Quelle: StepStone Gehaltsreport 2017) aufgelistet. So kannst du perspektivisch auch künftig zum Beispiel als Wirtschaftsingenieur oder als Techniker in der Telekommunikation und in der Pharmaindustrie mit am meisten verdienen. Wenn es dich eher ins Marketing oder den PR-Bereich zieht, bist du ebenfalls in der Pharmaindustrie oder in der Medizintechnik bei den Top-Verdienern dabei.

Ingenieure & technische Berufe 

  • Telekommunikation: 77.276 Euro
  • Pharmaindustrie: 72.088 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 71.147 Euro 
  • Automotive: 69.133 Euro
  • Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik: 68.986 Euro
  • Metallindustrie: 68.217 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 66.371 Euro
  • Luft- und Raumfahrt: 65.101 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung: 64.874 Euro
  • Medizintechnik: 63.061 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie: 

IT

  • Banken: 73.434 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 72.753 Euro
  • Finanzdienstleister: 71.364 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 70.951 Euro
  • Versicherungen: 70.156 Euro
  • Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung & Recht: 69.810 Euro
  • Metallindustrie: 69.184 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung 68.630 Euro
  • Telekommunikation: 68.492 Euro
  • Automotive: 68.012 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Marketing

  • Pharmaindustrie: 72.035 Euro
  • Medizintechnik: 71.518 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung: 68.133 Euro
  • Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik: 66.992 Euro
  • Konsumgüter/Verbrauchsgüter: 65.712 Euro
  • Finanzdienstleister: 65.489 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 65.372 Euro
  • Automotive: 60.975 Euro
  • Transport & Logistik: 58.983 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 57.172 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Vertrieb

  • Automotive: 74.091 Euro
  • Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik: 73.578 Euro
  • Pharmaindustrie: 70.350 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 69.763 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 68.940 Euro
  • Finanzdienstleister: 68.556 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung: 67.712 Euro
  • Medizintechnik: 67.687 Euro
  • IT & Internet: 67.369 Euro
  • Banken: 65.953 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Personalwesen

  • Pharmaindustrie: 72.231 Euro
  • Banken: 71.700 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 70.425 Euro
  • Konsumgüter/Verbrauchsgüter: 70.130 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 68.172 Euro
  • Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik: 66.551 Euro
  • Automotive: 66.116 Euro
  • Medizintechnik: 64.068 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung: 62.351 Euro
  • Nahrungs- und Genussmittel: 62.188 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Finance & Controlling

  • Luft- und Raumfahrt: 84.817 Euro
  • Medizintechnik: 82.566 Euro
  • Telekommunikation: 78.942 Euro
  • Pharmaindustrie: 77.875 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 75.388 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 73.949 Euro
  • Automotive: 73.550 Euro
  • Metallindustrie: 72.130 Euro
  • Banken: 69.039 Euro
  • Nahrungs- und Genussmittel: 67.373 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Einkauf & Logistik

  • Medizintechnik: 66.849 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 64.884 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 64.136 Euro
  • Luft- und Raumfahrt: 63.417 Euro
  • Automotive: 62.936 Euro
  • Energie- und Wasserversorgung & -Entsorgung: 60.383 Euro
  • Pharmaindustrie: 58.529 Euro
  • Konsumgüter/Verbrauchsgüter: 58.253 Euro
  • IT & Internet: 56.458 Euro
  • Metallindustrie: 55.869 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Gehältern in dieser Kategorie:

Gehälter in weiteren Berufen:

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Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein

Als Content Managerin kümmert sich Noemi Haderlein seit 2015 um die Inhalte von ABSOLVENTA und schreibt zu allen Themen, die Studenten und Berufseinsteiger rund um Studium, Bewerbung und ersten Job interessieren.

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