Logistik: Infos zum Berufsfeld

Logistik: Infos zum Berufsfeld

Die Logistikbranche boomt – sei ein Teil davon und finde deine berufliche Herausforderung im Bereich Logistik. Hier erfährst du mehr zu deinen Möglichkeiten sowie den nötigen Voraussetzungen als Logistiker.

Definition Logistik

Die Logistik kümmert sich im Allgemeinen darum, dass die Planung, Koordination, Durchführung und Kontrolle von Güterflüssen rund läuft. Dafür braucht es Fachleute, die genau diese reibungslosen Abläufe sicherstellen. Logistikunternehmen bieten viele Lösungen aus einer Hand an, aber du kannst auch in einem Teilbereich der Logistik tätig werden.

Arbeitgeber aus dem Bereich Logistik

Bereiche in der Logistik

Bereiche in der Logistik gibt es viele, sie können aber grob in folgende fünf unterteilt werden:

  • Produktionslogistik
  • Vertriebslogistik
  • Beschaffungslogistik
  • Entsorgungslogistik
  • Recyclinglogistik

Grundsätzlich werden Logistik-Fachleute aber in vielen Bereichen gesucht und sind dabei oft sprichwörtliche „eierlegende Wollmilchsäue“. Denn nicht nur Logistik-Unternehmen, sondern auch Arbeitgeber aus ganz verschiedenen Branchen – von Handelsunternehmen über Industriebetriebe und Softwarefirmen bis hin zu Flughäfen oder Unternehmensberatungen – brauchen Experten für die unterschiedlichen Stellschrauben, sei es im Marketing, im Controlling oder im technischen Bereich. So kannst du im logistisch-betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt tätig werden, aber auch als Logistik Ingenieur, Logistik Consultant oder Logistik IT-Fachkraft.

Logistik Studium

Wie du bereits gesehen hast, musst du nicht zwingend studiert haben, um als Logistiker bzw. Logistikerin zu arbeiten. Dennoch ist ein Logistik-Studium von Vorteil, denn es bringt bessere Karrierechancen mit höheren Logistik-Gehältern mit sich. Im Bereich Logistik kannst du sowohl einen Bachelor als auch einen Master studieren. Der Bachelor dauert meist sechs bis acht Semester, der Master vier. Um für den Bachelor zugelassen zu werden, brauchst du in der Regel ein Abitur bzw. Fachabitur.

Was muss man studieren, um Logistiker bzw. Logistikerin zu werden?

Wenn du als Logistiker bzw. Logistikerin arbeiten willst, solltest du mindestens einen Bachelor in der Logistik vorweisen können. Im Bachelor wird dir in verschiedenen Modulen wie

  • Transport- und Produktionsabläufe,
  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre oder
  • Waren- und Lieferantenmanagement

die wichtigsten theoretischen Grundlagen der Logistik vermittelt.

Danach kannst du auch einen Master, zum Beispiel im Supply Chain Management, anhängen.

Übrigens kannst du auch mit anderen Studienfächern, beispielsweise im Ingenieurwesen oder Mathematik, in die Logistik einsteigen.

Was muss ich als Logistiker bzw. Logistikerin können?

Je nachdem, welchen Beruf du in der Logistik oder Materialwirtschaft ergreifen willst, brauchst du eine abgeschlossene Ausbildung oder einen Bachelor- bzw. Masterabschluss, zum Beispiel in Logistikmanagement oder Supply Chain Management. Aber auch allgemeinere Studiengänge wie BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen können eine gute Basis für eine Karriere im Bereich Logistik bieten.

Außerdem solltest du bereits in deiner Bewerbung folgende Skills zeigen:

  • Organisationstalent
  • Affinität für Zahlen
  • Kommunikationsgeschick
  • Führungsqualitäten
  • Kreativität
  • Flexibilität
  • Logisches und analytisches Denken
  • Sehr gute Excel-Kenntnisse
  • Technisches Verständnis
  • Eigeninitiative

Je nachdem, ob du Kommissionierer bei einem auf den deutschen Raum beschränkten Mittelständler bist oder Disponent in einem internationalen Konzern, brauchst du internationale Kompetenz und sehr gute Englischkenntnisse.

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    Was macht ein Logistiker?

    Je nach Berufsfeld können dich als Experte für Logistik folgende Aufgaben erwarten:

    • Betrachtung und Bewertung von logistischen Abläufen
    • Auswertung von Daten, Identifikation von Optimierungspotenzial und Umsetzung der Maßnahmen
    • Sicherstellung effizienter Transportabwicklung und Kostensenkung
    • IT- und technisches Management, Durchführung von Dokumentationen
    • Lebenszyklenanalysen von komplexen Produkten
    • Finden und Beauftragen neuer Dienstleister
    • Pflege und Weiterentwicklung eines Kennzahlensystems
    • Software-Customizing, Implementierung, Instandhaltung von SAP-Lösungen

    Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Berufe in der Logistik nochmal genauer vor – dabei haben wir zwischen Berufen, für die du eine Ausbildung brauchst und Berufen, für die du ein Studium haben solltest, unterschieden.

    Diese Berufe kannst du zum Beispiel mit einer Ausbildung im Bereich Logistik ausüben:

    • Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen: Speditionskaufleute sorgen dafür, dass Ware pünktlich und mit wenig Aufwand ihr Ziel erreicht. Es geht also um die detaillierte Planung von Abläufen, immer unter der Berücksichtigung der Preise und nach Absprache mit den Kunden.

    • Fachkraft für Lagerlogistik: Wie der Name Lagerlogistik schon verrät, beschränken sich die Tätigkeiten in dem Job in erster Linie auf das Lager. Zu Lagerlogistik-Aufgaben zählen Warenannahme und -abgabe inklusive Qualitätskontrollen und Bestandsaufnahmen. Lagerarbeiter sorgen zudem dafür, dass die Waren sachgerecht eingelagert und aufbewahrt werden.

    • Kommissionierer: Kommissionierung beinhaltet die Bereitstellung von Waren für einen Kunden oder für eine Produktion aufgrund eines Auftrags. Der Mitarbeiter, der den Auftrag ausführt und die Artikel kommissioniert, also Waren und Produkte versandfertig macht, wird als Kommissionierer bezeichnet.

    Und für diese Logistik-Berufe brauchst du ein Studium:

    • Logistik Manager: Als klassischer Logistik Manager übernimmst du die Verantwortung für Themen von Marketing über BWL und Kommunikation bis zur Steuerung des Vertriebs. Du legst beispielsweise Betriebsabläufe fest, schulst Mitarbeiter, kontrollierst und erstellst Strategien. Auch Kalkulationen gehören zu deinen Aufgaben. Damit arbeitest du gerade im Zeitalter der Globalisierung in einem hochkomplexen Feld der Logistik.

    • Supply Chain Manager: Als Supply Chain Manager sorgst du dafür, dass die Lieferkette einwandfrei funktioniert. Dabei spielt nicht nur die materielle, technische und finanzielle Komponente eine Rolle, sondern auch die menschliche: Du bist viel mit Lieferanten und deinem Team im Austausch, um die Abläufe zu optimieren.

    • Disponent: Als Disponent hast du im Bereich der Logistik und Materialwirtschaft einen Weit- und Überblick und trägst maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens bei. In einer Spedition kümmert sich der Disponent zum Beispiel um die Koordination von Transporten und ist verantwortlich für die Transportmittel und Einhaltung von An- und Auslieferungsterminen von Waren. In der Warenwirtschaft bist du als Disponent mitverantwortlich für Materialbeschaffung und führst Bestandsaufnahmen sowie Qualitätskontrollen durch. Mit der Auswertung von Statistiken trägt der Disponent zusätzlich zur Optimierung des Warenflusses bei.

    • Verkehrsleiter: Als Verkehrsleiter übernimmst du die Verantwortung für die Einzelaspekte der Transport- und Beförderungsdienstleistungen – von der Prüfung der Einhaltung der Sicherheitsstandards über die Rechnungsführung bis zur Disposition von Ladung und Personal.

    Berufsaussichten im Bereich Logistik

    Nicht nur durch die Globalisierung wird der Handel zunehmend komplexer und dementsprechend steigen die logistischen Herausforderungen. Dafür werden viele Fachkräfte mit neuen Ideen gebraucht. Das heißt für dich: Du steigst in einer rasant wachsenden Branche ein und kannst dich auf ein gutes Einstiegsgehalt freuen. Das wächst nicht nur mit zunehmender fachlicher Expertise, sondern auch, wenn du Personalverantwortung übernimmst.

    Apropos Expertise: Achte darauf, dass dein zukünftiger Arbeitgeber dir Möglichkeiten zur Weiterbildung anbietet, damit du fachlich immer auf dem neuesten Stand bist.

    Diese Unternehmen bieten den Benefit Weiterbildung:

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