Infos im Bereich Materialwirtschaft.

Infos im Bereich Materialwirtschaft.

Die Materialwirtschaft vereint nicht nur eine Menge Berufe, sondern erfindet sich in Zukunft an vielen Stellen neu. Doch was solltest du konkret mitbringen, um überhaupt welchen Job zu meistern? Ein Überblick über Voraussetzungen, Aufgaben und Zukunftsperspektiven in der Materialwirtschaft.

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  1. Definition Materialwirtschaft.

    Zur Materialwirtschaft zählen alle physischen Güter, die unternehmensintern zur Herstellung und Lagerung eines Produktes benötigt werden bzw. danach abfallen. Dazu zählen Roh- und Betriebsstoffe oder zugelieferte Einzelteile. Der stetige Materialfluss bedeutet, dass für eine Dienstleitung alle notwendigen Materialien in einer bestimmten, qualitativ einwandfreien Menge am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und für den richtigen Kunden zur Verfügung stehen. Somit umfasst die Definition von Materialwirtschaft alle materialbezogenen Funktionen im Unternehmen.

    Unter dem Dach der Materialwirtschaft tummeln sich also die Berufsfelder:

  2. Voraussetzungen.

    Für eine Karriere in der Materialwirtschaft brauchst du zunächst einmal fachliche Qualifikationen. Diese erreichst du auf unterschiedliche Weise.

    Ausbildung in der Materialwirtschaft.

    Bereits nach deinem Schulabschluss stehen dir mehrere Türen zur Materialwirtschaft offen. Der direkte Weg in die Praxis führt dabei oft über eine Berufsausbildung. Drei Jahre lang rotieren Berufsschule und Ausbildungsbetrieb blockweise, wodurch du sowohl theoretisches als auch praktisches Know-how für einen erfolgreichen Berufseinstieg in der Materialwirtschaft tankst. Dein Ausbildungsangebot ist hier vielfältig. Zwei Beispiele:

    • Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik: Deine Lehrinhalte und Aufgabengebiete reichen von der Warenannahme über die Sortierung bis zur elektronischen Datenspeicherung, um eine anschließende Kommissionierung zu erleichtern.

    • Kaufmann/frau für Spedition und Logistik: Aufgabentechnisch drängt sich hier eher die Beratung bei Transportwegen- und mitteln in den Vordergrund. Dabei fokussierst du stets Kosten und Kapazität.

    Studium im Bereich Materialwirtschaft.

    Für viele Positionen bleibt ein akademischer Studienabschluss Voraussetzung. Gerade für Führungsaufgaben in der Materialwirtschaft qualifiziert der Hörsaal. Willkommene Nebenwirkung: das durchschnittlich höhere Einstiegsgehalt von Akademikern. Ob du dabei BWL mit Schwerpunkt Warenwirtschaft oder Management und Beschaffungswirtschaft studierst, hängt von deinen individuellen Präferenzen ab. Fakt ist: Die folgenden Grundlagenfächer stecken in den meisten Studiengängen der Materialwirtschaft.

    • Produktionscontrolling
    • Logistik
    • VWL/BWL
    • Wirtschaftsmathematik
    • Grundlagen des Steuerrechts

    Wichtig: Viele Arbeitgeber springen in der Bewerbung direkt zu deinen gesammelten Berufserfahrungen. Es lohnt sich also, schon während des Studiums durch Praktika oder Werkstudentenjobs seinen Marktwert zu pushen. Zweifelsfrei punkten hier vor allem duale Studiengänge. Auslandserfahrungen sind zwar keine verpflichtende Voraussetzung für einen Job in der Materialwirtschaft, bringen dich jedoch persönlich weiter und sind in der Regel gern gesehen.

    Hinsichtlich deiner Soft Skills gilt: Egal ob Lagerist, Spediteur, Supply-Chain-Manager oder Einkäufer – ausgeprägtes Organisationstalent und logisches Denkvermögen entscheiden über deinen Erfolg im Beruf.

  3. Berufsbild und Stellenbeschreibung.

    Deine konkreten Aufgaben in der Materialwirtschaft hängen vordergründig vom jeweiligen Unternehmen und dem spezifischen Beruf ab. Pauschalisiert lässt sich nur sagen, dass die Beschaffung, Lagerung, Weiterverarbeitung, Bereitstellung und letztlich auch die Entsorgung von Materialien dich (in-)direkt betreffen. Ein Blick in die der Materialwirtschaft untergeordneten Berufe verrät mehr:

    BERUF AUFGABEN
    Einkäufer Einkauf der Rohstoffe – von der Bedarfsermittlung bis zum Verhandlungsabschluss
    Analyse von Beschaffungsmärkten
    Auswahl und Bewertung von Lieferanten
    Lagerist/Kommissionierer Ein- und Umlagerung von Waren
    Lagerstandkontrolle
    Warenannahme/Eingangskontrolle
    Leiter der Materialwirtschaft Leitung des Bestandmanagements
    Erstellung der Finanzierungsplanung
    Pflege von SAP-Anwendungen
    Pflege und Entwicklung des Lieferantenstammes
    Disponent/Produktionsplaner Ressourcenplanung der Aufträge
    Kunden- und Vertriebsservice
    Überwachung beauftragter Transporte
    Supply-Chain-Manager Planung, Steuerung, Überwachung von Beschaffungs- und Logistikprozessen
    Verhandlung von Vertragsbedingungen mit Partnern
    Monitoring der Prozessqualität
    Lager- und Logistikleiter Schnittstellenmanagement zwischen Lager und Zentrale
    Steuerung der logistischen Abläufe – von der Lagerverwaltung bis zum Versand
    Speditions- und Verkehrsleiter Mitarbeitereinführung in das operative Tagesgeschäft
    Neukundengewinnung
    Fachliche Leitung der Bereiche Verladung und Versand
  4. Berufschancen in der Materialwirtschaft.

    Dem weiter wachsenden Markt in der Logistikbranche und Materialwirtschaft wird ein zukünftiger Fachkräftemangel prognostiziert. Kurz: deine Jobchancen steigen. So stehst du als gefragte Nachwuchskraft vor einer Vielzahl an offenen Stellen, die es zu besetzen gilt. Außerdem beeinflussen neue Technologien, von der digitalen Vernetzung bis zum zunehmenden Softwaregebrauch, Berufe in der Materialwirtschaft. Dem kannst du wiederum mit akademischem Hintergrund und deinen individuellen Voraussetzungen als junger Berufseinsteiger begegnen.

    Mit zunehmender Berufserfahrung bieten sich dir auch spannende Aufstiegsmöglichkeiten. Die Vielzahl an Berufszweigen in der Materialwirtschaft und der weiter zunehmende Warenverkehr erlauben daher den Traum vom LKW-Fahrer zum Speditionsleiter. Oder so ähnlich.

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