Die Gehaltsstrukturen verstehen

Die Gehaltstabelle

Die Gehaltstabelle

Bevor man in ein Bewerbungsgespräch geht, sollte man eine Vorstellung von seinem zukünftigen Arbeitsentgelt haben. Doch besonders für Berufseinsteiger ist es schwierig, die eigenen Qualifikationen einzuschätzen. ABSOLVENTA erklärt, welche Faktoren in einer Gehaltstabelle berücksichtigt werden und warum man vor einem Vorstellungsgespräch einen Blick in die Tabelle werfen sollte.

Der Blick in die Gehaltstabelle ist eine gute Möglichkeit, um Informationen über die Gehaltsstrukturen in einzelnen Branchen oder Unternehmen zu erhalten. Besonders Tarifverträge basieren auf Gehaltstabellen, die die verschiedenen Tätigkeiten den einzelnen Lohn- und Gehaltsgruppen zuordnen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltstabelle

Innerhalb eines Berufszweiges können die Gehälter sehr unterschiedlich ausfallen. In einer Gehaltstabelle können die einzelnen Komponenten, die das Gehalt individuell beeinflussen, besser berücksichtigt und dargestellt werden. Berufsjahre sind dabei einer der gängigen Faktoren. Sie spielen vor allem bei Tarifgehaltstabellen eine Rolle. Hier werden die einzelnen Gehaltsgruppen in der Regel nach Berufsjahren gestaffelt. Je mehr Berufserfahrung man hat, desto höher fällt also das Gehalt aus. Aber auch die Region spielt eine Rolle. Oftmals verdienen die Arbeitnehmer süddeutscher Unternehmen ein höheres Gehalt als die norddeutscher. Auch verdienen die Arbeitnehmer in den alten Bundesländern in der Regel mehr als die im Osten. Der Gehaltsunterschied beträgt im Osten bis zu einem Drittel des Westniveaus.

Gehaltstabelle dient dem Gehaltsvergleich

Wegen des unterschiedlichen Gehaltniveaus innerhalb einer Branche – oder sogar innerhalb eines Berufszweiges – ist eine Gehaltstabelle ein hilfreiches Instrument, den eigenen Verdienst mit dem der Kollegen realistisch zu vergleichen. So kann man herauszufinden, ob die eigene Arbeit angemessen vergütet wird. Zudem hilft eine Gehaltstabelle Berufseinsteigern dabei, in einem Vorstellungsgespräch ein angemessenes Gehalt zu fordern. Denn nur wer eine realistische Gehaltsforderung stellt, hat auch eine Chance, die angebotene Stelle zu erhalten. Eine zu hohe oder zu niedrige Gehaltsforderung kann im Bewerbungsprozess schnell das Aus bedeuten. Eine zu hohe Gehaltsforderung wirkt überheblich oder anmaßend. Bei einer zu niedrigen Gehaltsforderung ärgert man sich unter Umständen später, dass seine Kollegen bei gleicher Arbeit mehr verdienen. Außerdem könnte der Chef misstrauisch gegenüber deinen Qualifikationen werden, wenn du dich "unter Wert" verkaufst. In jedem Fall zeugen unrealistische Gehaltsvorstellungen von zu wenig Vorbereitung und Interesse am Unternehmen und der Branche. Die Vorbereitung mit Hilfe einer Gehaltstabelle ist daher durchaus sinnvoll.

>> Wer verdient was? Das Gehalt nach Berufen
>> Weitere Artikel und Infos zum Thema Gehalt

Über den Autor

Hannes Reinhardt
Hannes Reinhardt

Redaktionsprakti Hannes kommt frisch von der Uni und schreibt bei ABSOLVENTA über die Möglichkeiten, die sich jungen Berufseinsteigern heute bieten.

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