Biologie: Infos zum Berufsfeld

Biologie: Infos zum Berufsfeld

Zwar haben es Physiker und Chemiker auf dem Arbeitsmarkt tendenziell leichter, aber auch Biologen haben nach ihrem Abschluss eine Vielzahl an Karrieremöglichkeiten. Welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst und welche Aufgaben auf dich warten, erfährst du hier.

Definition Biologie

Die Biologie ist die „Lehre vom Leben“ und befasst sich als Naturwissenschaft mit den Lebewesen und den Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Was die Wissenschaft der Biologie alles umfasst, zeigen die verschiedenen Disziplinen mit Kurz-Definition:

  • Anthropologie: Lehre über den Menschen
  • Botanik: Pflanzenkunde
  • Genetik: Vererbungslehre
  • Entwicklungsbiologie: Lehre von der Entwicklung sämtlicher Lebewesen
  • Evolutionsbiologie: Lehre der Evolutionsbiologie, -mechanismen und -faktoren
  • Humanbiologie: Lehre der Biologie des Menschen und der biologischen Grundlagen der Humanmedizin
  • Mikrobiologie: Wissenschaft der Mikroorganismen
  • Molekularbiologie: Lehre der Moleküle in lebenden Systemen
  • Ökologie: Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und Umwelt
  • Physiologie: Wissenschaft der physikalischen und biochemischen Vorgänge in den Zellen, Geweben und Organen aller Lebewesen
  • Theoretische Biologie: Erforschung mathematisch formulierbarer Ordnungsprinzipien biologischer Systeme
  • Verhaltensbiologie: Wissenschaft vom Verhalten der Tiere, einschließlich des Menschen
  • Zytologie: Zellbiologie
  • Zoologie: Tierkunde

Bereiche in der Biologie

Im Anschluss an Ausbildung oder Studium ist in der Biologie ein direkter Einstieg ins Berufsleben in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern möglich. Dazu zählen unter anderem:

Einsatzfelder und berufliche Bereiche sind für Biologen also vielfältig – von Management über Pharmaindustrie bis zu Stellen im Gesundheitswesen oder in beratenden Positionen ist in der Biologie alles dabei.

Biologie Studium

In Anlehnung an die vielfältigen Fachbereiche gibt es verschiedene Biologie-Berufe. Somit musst du nicht immer studiert haben. Möchtest du auch ohne Biologiestudium in der Medizin-, Pharma-, oder Kosmetikbranche sowie der medizinischen und biologischen Forschung tätig werden, bietet sich eine Ausbildung zum Biologielaboranten an. Dort experimentierst du im Labor und führst Versuchsreihen durch. Dabei kommt es auf Leistungs- und Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, eine selbstständige Arbeitsweise und Kritikfähigkeit an.

Zieht es dich in die Forschung oder möchtest du eine Führungsposition in der Biologie einnehmen, gilt ein Studium als Grundbedingung. Je nach angestrebter Stelle und Position ist der Master-Abschluss oder sogar die Promotion in der Biologie Pflicht. Bis du deinen Bachelor in der Tasche hast, dauert es in der Regel sechs bis acht Semester. Der Master hat dann meistens noch eine Dauer zwischen zwei und vier Semestern.

In deiner Studienzeit beschäftigst du dich neben fachspezifischen biologischen Bereichen auch mit Inhalten der Physik, der Chemie und der Mathematik. Zu den fachbezogenen Biologie-Modulen gehören beispielsweise:

  • Zoologie
  • Botanik
  • Biochemie
  • Immunologie
  • Genetik
  • Neurobiologie
  • Evolutionsökologie
  • Mikrobiologie

Während du im Bachelor-Studium vor allem die Grundlagen und eine große Bandbreite an Inhalten erlernst, hast du im Master oftmals die Gelegenheit, dich auf bestimmte Fächer zu spezialisieren.

Was muss man studieren, um Biologin zu werden?

Um in der Biologie tätig zu werden, brauchst du grundsätzlich kein abgeschlossenes Studium – auch eine Ausbildung, zum Beispiel zum Biologielaboranten, bietet sich an. Für viele Stellen in der Biologie allerdings ist ein Studium vorgesehen und daher oftmals sogar Pflicht. Neben dem klassischen Biologiestudium kommen zahlreiche weitere Studiengänge infrage, beispielsweise:

  • Biochemie
  • Meeresbiologie
  • Mikrobiologie
  • Molekularbiologie
  • Bioinformatik
  • Biomedizin
  • Evolutionsbiologie
  • Technische Biologie

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    Was muss ich als Biologe können?

    Technisches Verständnis, Geschicklichkeit im Umgang mit Versuchsgeräten sowie einen versierten Umgang mit dem Computer solltest du natürlich auch nach deinem Bachelor- oder Masterstudium mitbringen. Um als Biologe bzw. als Biologin in der freien Wirtschaft schnell den Berufseinstieg zu packen, solltest du während des Studiums möglichst viel Praxiserfahrung mittels Praktika oder Werkstudententätigkeiten sammeln. Bist du dazu flexibel und auch bereit, zeitweise im Ausland bzw. mit internationalen Forschungsteams zu arbeiten, stehen deine Berufschancen noch besser. Strebst du eine Wissenschaftskarriere an, kommst du um die Promotion nicht herum.

    Ob Ausbildung oder Studium – du solltest in jedem Fall darauf achten, deine Kompetenzen in der englischen Sprache auszubauen und schon möglichst früh eine Spezialisierung anzustreben.

    Voraussetzungen für eine Bewerbung als Biologin

    • Abgeschlossene Ausbildung als Biologielaborant, idealerweise Bachelor, Master oder Promotion in Biologie, Life Science oder Pflanzenwissenschaften
    • Erste relevante Praxiserfahrung in der Biotechnologie, Pharmazie oder bei einem Forschungsinstitut
    • Beobachtungsgenauigkeit und Sorgfalt
    • Hohe Belastbarkeit und Flexibilität
    • Strukturierte und analytische Arbeitsweise
    • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

    Was macht ein Biologe?

    Die Kernaufgabe in der Biologie ist die Beobachtung, Untersuchung und Auswertung von chemischen Substanzen auf Pflanzen und Tiere. Dafür nutzt du verschiedene biotechnische Verfahren unter Einsatz von elektronischen Messgeräten sowie EDV-Systemen. Bei der Untersuchung von Zellen, Zellkulturen, Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren arbeitest du in der Regel mit anderen Naturwissenschaftlern im Team zusammen. Auch wenn du also als Biologe die meiste Zeit im Labor verbringen wirst, arbeitest du zusätzlich viel am Computer, um die Ergebnisse zu dokumentieren und analysieren.

    Steigst du stattdessen in das Berufsleben als Analyst mit Schwerpunkt LifeSciences ein, führst du Prozess- und Datenanalysen bei chemischen und pharmazeutischen Herstellern durch, unterstützt bei der Einführung innovativer Technologien wie künstlicher Intelligenz oder entwickelst Strategien für den Umgang mit der Digitalisierung.

    Deine konkreten Aufgaben als Biologe sind also natürlich von deiner genauen Stelle und Position abhängig. Während du zum Beispiel in der Forschung vor allem mikroskopierst, Untersuchungen durchführst und deine Forschung dokumentierst, führst du als Biologe im Umweltschutz auch verwaltende und organisatorische Aufgaben aus und erarbeitest umweltpädagogische Konzepte. Und als Biologielehrer etwa hast du dann auch wieder ganz andere Aufgabengebiete. Gleich bleibt allerdings: Die Beschäftigung mit der Natur und ihren Prozessen sowie die Untersuchung von Vorgängen bei Pflanzen, beim Menschen, beim Tier und bei Mikroorganismen.

    Berufsaussichten im Bereich Biologie

    Generell hast du in der Biologie gute Gehaltsaussichten und es gibt viele Unternehmen, die zusätzlich zum Gehalt weitere Benefits anbieten.

    Verschlägt es dich in die Forschung, kannst du als Laborleiter Karriere machen. Hier bist du für den gesamten Forschungsprozess verantwortlich, planst Abläufe und koordinierst die Einsätze. Möchtest du lieber eine wissenschaftliche Karriere einschlagen und strebst eine Professur an, kommst du um die Promotion und befristete Arbeitsverträge nicht herum.

    Allgemein hast du nach deinem Biologiestudium aber eine ganze Bandbreite an beruflichen Einsatzmöglichkeiten – je nach gesetztem Schwerpunkt kannst du in die verschiedensten Branchen und Tätigkeitsfelder einsteigen. Du siehst also: Berufliche Möglichkeiten für Biologen und Biologinnen sind zahlreich sowie vielfältig.

    Hast du die Ausbildung zum Biologielaboranten erfolgreich abgeschlossen, kannst du dich durch Weiterbildungen für eine Leitungs- oder Spezialisierungsfunktion empfehlen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Weiterbildung zum Techniker der Biotechnik, mit der natürlich auch dein Gehalt steigt. Auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen die beruflichen Chancen in der Biologie also gut.

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