Infos zum Bereich Chemie.

Infos zum Bereich Chemie.

Manch einer hat Chemie in der Schule mit Note vier abgewählt, dich haben die chemischen Prozesse und Experimente direkt gepackt. Hast du dich nach dem Abi ins komplexe Chemiestudium gewagt, erwarten dich nach deinem Abschluss gute Jobchancen. Erfahre hier mehr dazu, welche chemischen Berufe es gibt und was dich auf dem Arbeitsmarkt erwartet.

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  1. Definition Chemie.

    Was ist Chemie eigentlich? Einfach erklärt lautet die Definition: Die Wissenschaft von den Grundelementen, deren Eigenschaften und Verbindungen. Die Chemie befasst sich also mit den Eigenschaften der Elemente und Verbindungen, mit den möglichen Umwandlungen eines Stoffes in einen anderen und macht Vorhersagen über die Eigenschaften für bislang unbekannte Verbindungen. Zentrale Konzepte der Chemie sind dabei chemische Reaktionen und chemische Bindungen. Durch chemische Reaktionen ändern sich chemische Bindungen, diese können gebildet und gebrochen werden. Das führt zu Änderungen der Eigenschaften der Stoffe. Ziel ist die Herstellung von bestimmten Stoffen, die für die Menschen – z. B. für die Herstellung bestimmter Produkte – von Nutzen sind.

    Die Chemie lässt sich dabei in viele verschiedene Teilgebiete unterteilen. Drei Schwerpunkte sind:

    • Die Organische Chemie: Sie beschäftigt sich mit kohlenstoffhaltigen Verbindungen.
    • Die Anorganische Chemie: Hier geht es um die Elemente des Periodensystems und deren Verbindungen
    • Die Physikalische Chemie: Hier stehen die grundlegenden Phänomene im Mittelpunkt, die der Chemie zu Grunde liegen.

    Weitere Teilgebiete sind u. a. Biochemie, Agrochemie, Elektrochemie, Meereschemie, Radiochemie, Thermochemie und Wirtschaftschemie.

  2. Berufschancen im Bereich Chemie.

    Wenn du den Karriereweg eines Chemielaboranten einschlägst, brauchst du kein Studium. Dieser Laborberuf erfordert eine Ausbildung, die dreieinhalb Jahre dauert. Deine Aufgabe als Chemielaborant ist die Produktion und Analyse chemischer Stoffe. Für die Produktion berechnest du zunächst, wie viel du von welchen Stoffen benötigst, um bestimmte Endprodukte zu erzielen. Diese Produkte können sehr verschieden sein, von der Aspirin-Tablette bis zur Kunststoff-Backform. Die Optimierung der Syntheseverfahren und die Arbeit mit den Stoffen gehören ebenfalls zum Berufsbild des Chemielaboranten. Ein weiterer Ausbildungsberuf ist der des Chemisch-technischen-Assistenten.

    Wenn du Chemie studiert hast, kannst du eine Karriere in der Wirtschaft oder in der Forschung bzw. Lehre wählen. Die meisten Studenten entscheiden sich nach dem Bachelor, noch einen Master draufzusetzen, um sich auf ein Thema zu spezialisieren. Dabei lernst du nicht nur Theorie in Vorlesungen, sondern führst praktische Übungen sowie Forschungspraktika durch. Eine Promotion wirkt sich sehr positiv auf dein Gehalt und deine Karrierechancen aus und wird mittlerweile stark empfohlen. Nach deinem Studium wirst du in den verschiedensten Bereichen der Industrie gebraucht und übernimmst hier zum Beispiel die Verantwortung für die Produktion und deren Umweltverträglichkeit und entwickelst neue Verfahren.

    Auch als Berater oder im Sales von Chemikalien kannst du tätig werden. Sehr viele Chemiker werden zum Beispiel in der Pharmabranche benötigt, aber auch die Hersteller von Reinigungsmitteln oder Kunststoff sowie die Automobilunternehmen suchen Absolventen mit Expertise im Bereich Chemie.

  3. Voraussetzungen.

    Strebst du eine Karriere als Chemiker, Chemieingenieur bzw. Chemielaborant oder Pharmakant an, brauchst du neben einem abgeschlossenen Studium bzw. einer abgeschlossenen Ausbildung natürlich ein ausgeprägtes Interesse an chemischen Vorgängen. Außerdem sollten dir andere Naturwissenschaften wie Mathe, Biologie und Physik liegen. Außerdem solltest du diese Skills in deiner Bewerbung hervorheben:

    • Analytisches und logisches Denkvermögen
    • Sehr genaues Arbeiten
    • Durchhaltevermögen und Belastbarkeit
    • Forschungswillen
    • Präsentationsskills
    • Teamgeist
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Kommunikationsgeschick, Kundenorientierung und Menschenkenntnis
  4. Typische Aufgaben im Bereich Chemie.

    So verschieden deine Einsatzmöglichkeiten sind, so unterschiedlich können auch deine Aufgaben ausfallen:

    • Forschung, Produktentwicklung und Qualitätsmanagement
    • Wettbewerbsanalyse
    • Bestimmung von Materialeigenschaften
    • Gefährdungsbeurteilung und Sicherheitsmanagement
    • Analyse, Entwicklung und Programmierung von technischen Systemen und chemischen Prozessen
    • Vertrieb von pharmazeutischen Produkten
    • Prüfung und Zulassung von Patenten
    • Dokumentation von technischen und chemischen Prozessen
    • Kundenberatung
  5. Berufsaussichten für Chemiker.

    Grundsätzlich werden in vielen Branchen von der Pharmaindustrie über die Ölindustrie oder Lebensmittelindustrie bis hin zum Consulting Chemiker benötigt. Deine Chancen im Vergleich zu anderen Chemikern – die Absolventen-Zahlen sind in den vergangenen Jahren leicht angestiegen – steigen mit einer Promotion, auch wenn du dann natürlich mehr Zeit für dein Studium benötigst. Das lohnt sich aber, denn dein Abschluss wirkt sich auch auf dein Gehalt als Berufseinsteiger aus.

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