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Bewerbung im Bereich Chemie

Chemie: Infos zum Berufsfeld

Du stehst lieber im Labor als am Schreibtisch zu sitzen, aber um das Schreiben einer Bewerbung kommst du als Chemiker trotzdem nicht herum. Hier erfährst du, wie deine Bewerbung aussehen sollte und was dich im Vorstellungsgespräch erwartet.

Bewerbungsvorlagen zum Download

Bewirbst du dich als Chemiker, passt je nach Unternehmen eine klassische, eine kreative oder eine moderne Bewerbung.

Arbeitgeber aus dem Bereich Chemie

Wie schreibe ich eine Bewerbung im Bereich Chemie?

Egal, ob du dich als promovierter Chemiker, als Chemielaborantin oder als Chemieingenieur bewirbst: Deine Bewerbung besteht immer aus

  • Anschreiben,
  • Lebenslauf und
  • Anlagen/Zeugnissen.

Optional kannst du ein Deckblatt hinzufügen. Deine Chemie Bewerbung schickst du in der Regel per Mail oder über ein Bewerbermanagementsystem los – nur noch wenige Unternehmen akzeptieren eine Bewerbung auf dem Postweg. Wichtig ist, dass deine Bewerbung vollständig ist und du keine unerklärten Lücken im Lebenslauf hast, wenn du dich im Bereich der Naturwissenschaften bewirbst.

Bewerbungsschreiben Chemie: Bestandteile

Während der Lebenslauf vor allem dazu dient, deine Stationen und Daten übersichtlich aufzulisten, geht es im Bewerbungsschreiben für eine Stelle als Chemikerin darum, den Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herzustellen und deine Motivation zu zeigen.

Kopf

Der Kopf enthält deine Kontaktdaten, die des Unternehmens, das Datum sowie den Betreff, der die konkrete Stelle bezeichnet.

Einleitung

In der Einleitung, die aus den ersten ein bis drei Sätzen besteht, bringst du kompakt auf den Punkt, warum du dich auf die Stelle bewirbst – in Hinblick auf die Motivation, deine Skills und die Passung zum Unternehmen.

Hauptteil

Im Hauptteil gehst du dann genauer auf deine bisherigen Erfahrungen und dein Studium ein. Im Idealfall stellst du eine Verbindung zu den Anforderungen der Stelle und deinen Kenntnissen her: Hast du zum Beispiel als Werkstudent im Labor eines Pharmaunternehmens gearbeitet oder ein Praktikum im Bereich Lebensmittelchemie gemacht, passt das, wenn du dich in Richtung Forschung und Entwicklung bewerben willst. Auch deine Soft Skills werden hier thematisiert und belegt. Bewirbst du dich als Chemielaborant, wird der Teil dementsprechend kürzer, weil du in der Regel nach der Ausbildung ohne weitere Praktika einsteigst – aber umso mehr kannst du auf deine Kenntnisse und deine Motivation eingehen.

Schluss

Der Schluss besteht aus deinem gewünschten Einstiegstermin, deiner Gehaltsvorstellung – sofern danach gefragt wurde in der Stellenbeschreibung – und einem Verweis auf das persönliche Kennenlernen. Mit freundlichen Grüßen, eingescannte Unterschrift drunter, und dein Bewerbungsschreiben als Chemiker ist komplett.

Lebenslauf Chemie

Der Lebenslauf bildet den Mittelpunkt deiner Chemie Bewerbung. Hier geht es darum, deine beruflichen Stationen, Erfahrungen und Skills übersichtlich aufzuführen. Länger als maximal zwei DIN A4-Seiten sollte dein Lebenslauf übrigens auf keinen Fall sein.

Bildungsweg

Stelle deinen schulischen Werdegang anti-chronologisch dar. Das heißt: Zuerst nennst du deinen höchsten Abschluss – also vermutlich dein abgeschlossenes Studium der Chemie –, danach eventuell abgeschlossene Ausbildungen und zuletzt deinen Schulabschluss.

Berufserfahrung

Deine berufliche Erfahrung gliederst du auf die gleiche Art wie deinen Bildungsweg. Gib hier alle Stationen an, die für den Job von Relevanz sind, egal ob Nebenjobs, Festanstellungen oder zum Beispiel Praktika im Labor. Schreib für die einzelnen Beschäftigungen den konkreten Zeitraum sowie eine kurze Beschreibung der Tätigkeit dazu.

Fähigkeiten

Nenne außerdem deine wichtigsten Skills und Qualifikationen – ob Sprachkenntnisse oder bestimmtes Know-how im naturwissenschaftlichen Bereich. Bestenfalls kannst du deine Fähigkeiten anhand von Zeugnissen odr Zertifikaten belegen.

No-Gos in der Bewerbung: Das solltest du vermeiden.

  1. Beruf der Eltern im Lebenslauf: Das interessiert heute niemanden mehr – nutze den knappen Platz lieber, um deine interessanten Stationen und bisherigen Tätigkeiten zu präsentieren.
  2. Selfies als Bewerbungsfoto: Wirkt sehr unprofessionell, deshalb: Ab zum Fotografen!
  3. Betreff: Bewerbung: Das ist sehr unspezifisch, deshalb solltest du hier die ganze Stelle nennen, zum Beispiel: Bewerbung als Chemielaborant, Referenz-Nr. 1234
  4. Sehr geehrte Damen und Herren: Suche unbedingt einen konkreten Ansprechpartner raus, sonst schreit das nach Copy/Paste.
  5. Hiermit bewerbe ich mich: Mit dem Einstieg beeindruckst du keinen Personaler. Besser: Individuell deine Motivation herausstellen.

Wo kann ich mich im Bereich Chemie bewerben?

Beschäftigung finden Chemiker und Chemikerinnen beispielsweise bei Forschungseinrichtungen und Laboren, in der Lebensmittelindustrie oder auch in Unternehmen, die ihren Schwerpunkt auf Chemie oder Pharma gelegt haben. Auch der öffentliche Dienst kann sich gegebenenfalls für einen Job in der Chemie eignen.

Finde Jobs im Bereich Naturwissenschaften in deiner Nähe:

    Das Vorstellungsgespräch.

    Kam deine Chemie Bewerbung gut an, folgen weitere Bewerbungsrunden. Hier kann dich zum Beispiel ein Einstellungstest erwarten – gerade bei Ausbildungsberufen wie Chemisch-technischer Assistent oder Chemielaborantin ist das Standard, aber auch als studierte Chemikerin kann dir so eine Prüfung in Form eines Online-Tests begegnen. Dabei wird teilweise dein Allgemeinwissen abgefragt, aber auch konkrete Logik- und naturwissenschaftliche Fragen gestellt.

    Neben dem Assessment Center ist das persönliche Vorstellungsgespräch die größte Hürde auf deinem Weg zum Job im Bereich Chemie. Dass du ausgeschlafen kommst und dich zum Unternehmen passend kleidest, versteht sich von selbst – aber zudem solltest du auf folgende Fragetypen gefasst sein:

    • Allgemeine Fragen zu deiner Motivation und deinem Werdegang, zum Beispiel: Warum hast du dich beworben? Welche Kenntnisse bringst du mit? Wo hast du dich sonst noch beworben? Sei hier authentisch und überlege dir vorher genau, was deine Gründe sind. Hast du dich bei noch zehn Konkurrenten beworben, verschweigst du das besser, sonst wirkt es wahllos.

    • Persönliche Fragen zu deinen Soft Skills, deinen Stärken und Schwächen, zum Beispiel: Was würden deine Freunde als deine beste, was als deine schlechteste Eigenschaft nennen? Was war dein letzter großer Konflikt und wie hast du ihn gelöst? Auch hier zahlt sich Ehrlichkeit aus – flunkerst du vor, was der Personaler vielleicht hören will, wird das schnell entlarvt.

    • Fachliche Fragen zu deinen Kenntnissen und deinen praktischen Erfahrungen, zum Beispiel: Was hast du aus deinem Chemie Studium mitgenommen, was dir bei diesem Job hilft? Du musst nicht alles wissen, aber Lernbereitschaft und Interesse zeigen.

    • Fang- und Schätzfragen, um dich nervös zu machen, zum Beispiel: Wie findest du mich bisher in diesem Gespräch? Wie viele Erbsen passen in einen Smart? Bei Fangfragen kannst du humorvoll-unkonkret bleiben, bei Schätzfragen denkst du laut. Eine richtige Antwort gibt es nicht, es geht eher darum, deinen Umgang mit diesen Fragen zu checken.

    • Eigene Fragen: Am Schluss bist du in der Regel dran und darfst offene Fragen stellen. Ein Tipp: Wähle erst inhaltliche Fragen wie zum Beispiel zur Arbeitsweise oder Weiterbildungsmöglichkeiten, bevor du nach Gehalt und Urlaub fragst. Und neben dem Gehalt kannst du dich übrigens auch nach Benefits oder finanziellen Sonderleistungen erkundigen.

    Diese Unternehmen bieten den Benefit Finanzielle Sonderleistungen:

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    Bildnachweis: Seventyfour - stock.adobe.com