Infos im Bereich Forschung.

Infos im Bereich Forschung.

Als Nachwuchsforscher hat man die Qual der Wahl: Industrie oder Hochschule? Naturwissenschaften oder Gesellschaftsforschung? Was genau ein Forscher eigentlich macht und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen musst, erfährst du hier.

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  1. Forschung Definition.

    Als Forschung bezeichnet man die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen mittels wissenschaftlicher Methoden. Dabei werden Daten ausgewertet, Versuche dokumentiert und die wissenschaftliche Arbeit anschließend in Fachjournalen publiziert oder bei Fachtagungen präsentiert. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen vier Forschungstypen:

    • Grundlagenforschung – hier werden bislang unbekannte Strukturen und Zusammenhänge erforscht.
    • Angewandte Forschung – dreht sich hauptsächlich um die praktische Verwertbarkeit von Erkenntnissen und führt daher oft zur Entwicklung neuer Güter.
    • Translationale Forschung – bildet die Schnittstelle zwischen der Grundlagenforschung und der Angewandten Forschung.
    • Meta-Forschung – die Forschung über die Forschung bezweckt, die Glaubwürdigkeit und Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen zu verbessern.

    Forschung wird aber nicht ausschließlich in den Naturwissenschaften betrieben, sondern auch im sozialen sowie künstlerischen Bereich, zum Beispiel in der Marktforschung.

  2. Voraussetzungen.

    Forschung kannst du an einer Hochschule oder in der Industrie betreiben. Je nachdem, für was du dich entscheidest, unterscheiden sich die fachlichen Anforderungen. Während du in der Wirtschaft mit einem Bachelorabschluss beispielsweise ein Trainee-Programm absolvieren kannst, ist bei der Bewerbung für die wissenschaftliche Forschung an einer Hochschule der Master Grundvoraussetzung, um zu promovieren.

    Neben einem Hochschulabschluss ist in der Forschung dein Wissen unterschiedlicher Forschungsmethoden gefragt – mit quantitativen Methoden kennst du dich genauso gut aus wie mit qualitativen. Bei deinen Untersuchungen gehst du außerdem strukturiert und geduldig vor. Schließlich kann es durchaus vorkommen, dass du den gleichen Versuch an die zwanzig Mal wiederholen musst, bis du zu einem Ergebnis kommst. Neben analytischen Fähigkeiten benötigt ein guter Forscher auch Kommunikationstalent. Schließlich musst du deine Forschungsresultate nicht nur in angemessener Sprache veröffentlichen können, sondern auch vor Kollegen aus aller Welt präsentieren.

    Voraussetzungen für eine Bewerbung in der Forschung.

    • Bachelor, Master oder Promotion in den Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften oder Gesellschaftswissenschaften
    • Vorausschauende und strukturierte Arbeitsweise
    • Sorgfalt und Teamfähigkeit
    • Fundierte Programmierkenntnisse
    • Sehr gute Englischkenntnisse
  3. Aufgaben als Forscher.

    In der Forschung sammelst, analysierst und interpretierst du in erster Linie Daten. Der Ablauf sowie die Datenerhebungsmethoden der Versuche sind dabei meist standardisiert, um sie glaubwürdig und replizierbar zu machen. Da die Forschung meist mit der Entwicklung gekoppelt ist, kann es je nach Branche sein, dass du auch in diesem Bereich Aufgaben übernimmst.

    Arbeitest du dich zum Forschungsleiter hoch, leitest du internationale Teams, die Alternativen für bestehende Prozesse erarbeiten oder beispielsweise in der Pharmaindustrie neue Medikamente entwickeln. Gleichzeitig bist du für die Koordination zwischen Forschung, Entwicklung, Einkauf und Produktion zuständig und stellst die Forschungsergebnisse auf Fachtagungen vor.

    Typische Aufgaben als Forscher.

    • Systematische Recherche, Analyse und Auswertung von Daten
    • Betreuung von Versuchen im Labor
    • Erstellung von Publikationen
    • Kostenplanung sowie Akquisition von Fördergeldern
    • Beratung und Abstimmung mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern
  4. Berufschancen in der Forschung.

    Ob als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder als Mitarbeiter in der F&E-Abteilung eines Industrieunternehmens – Forscher in Deutschland sind gefragt. Das wirkt sich positiv auf dein Gehalt aus, vor allem, wenn du promoviert hast.

    Verschlägt es dich in die Wirtschaft, erwarten dich als Forscher gute Aufstiegschancen zum Laborleiter, Abteilungsleiter oder Head of R&D. In der Forschung an Hochschulen wiederum warten in erster Linie befristete Verträge auf dich sowie der schwierige Weg zur Professur via Habilitation.

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