Infos im Bereich Physik.

Infos im Bereich Physik.

Physiker haben auf dem Arbeitsmarkt gute Aussichten und eine Vielzahl an Karrieremöglichkeiten. Auch das Gehalt kann sich sehen lassen. Wie du Physiker wirst und welche Berufsmöglichkeiten auf dich warten, erfährst du hier.

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  1. Definition von Physik.

    In der Physik geht es um die wissenschaftliche Erforschung grundlegender Phänomene in der unbelebten Natur und um deren mathematische Beschreibung. Diese grundlegendste aller Naturwissenschaften entstand aus dem Wunsch der Menschen, die Natur zu verstehen, auf allgemeine Gesetze zurückzuführen und sich diese Erkenntnisse zunutze zu machen. Sie bildet außerdem die Brücke zwischen Biologie und Chemie. Physik erklärt die Phänomene von Energie und Materie und deren Wechselwirkungen in Raum und Zeit.

    Im Mittelpunkt der Physik stehen die vier großen Naturgesetze:

    • Schwerkraft/Gravitation
    • Elektromagnetismus
    • schwache Kernkraft
    • starke Schwerkraft

    Man unterscheidet zwischen Experimentalphysik und Theoretischer Physik. In der Experimentalphysik gewinnt man Gesetzmäßigkeiten durch Beobachtung und Erfahrung, in der Theoretischen Physik hingegen durch mathematische Theorien und Logik. Man tritt quasi "von der anderen Seite aus" an das Problem heran. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass sich Experimental- und Theoretische Physik wechselseitig bedingen und ergänzen. So greift die Theoretische Physik zum Beispiel auf Ergebnisse der Experimentalphysik zurück. Letztere hingegen bestätigt wiederum theoretische Annahmen.

    Übrigens werden physikalische Erkenntnisse in zahlreichen anderen Wissenschaften als Grundlage genutzt, beispielsweise in Chemie, Geologie, Medizin, Biologie, Ingenieurwissenschaften und sogar in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

    Zu einer Definition gehören auch Grenzen. Die Physik beschreibt also Naturgesetze und bestimmte Eigenschaften in der realen Welt, um Sachverhalte zu erklären und wahrscheinliche Aussagen für die Zukunft zu treffen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass wir mit Sicherheit vorhersagen können, was als nächstes in der Welt oder in der Natur passiert. Das kann Physik nicht leisten.

    In der Physik kann man außerdem nie mit letzter Sicherheit sagen, ob etwas richtig ist (verifizieren), sondern immer nur überprüfen, ob etwas nicht falsch ist (falsifizieren). Wenn etwas nicht falsch ist, bedeutet das also nicht unbedingt, dass es (immer und überall) auch wahr ist. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

  2. Wie werde ich Physiker?

    Wie kommt man nun aber am besten in den Beruf? Eigentlich gibt es mehrere Wege, von der Ausbildung über den Bachelor bis hin zum Masterstudium und der Promotion. Wie das alles konkret aussieht und welche Voraussetzungen du erfüllen solltest, erfährst du im Folgenden.

    Wer Physiker werden will, sollte ein sehr gutes mathematisches Verständnis haben. Außerdem muss man in dem Job verantwortungsbewusst und sehr genau arbeiten. Man darf keine Scheu davor haben, mit Strom, Strahlungen und Säuren zu hantieren.

    Ausbildung.

    Eine erste Möglichkeit bietet die Ausbildung zum Physiklaboranten. Sie dauert dreieinhalb Jahre und bietet auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Die Arbeitslosenquote liegt unter drei Prozent und ist damit auf dem Niveau von Akademikern, die ebenfalls nur selten von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Typische Aufgaben und Tätigkeiten sind die Vorbereitung, Durchführung, Dokumentation und Analyse von Versuchsreihen und physikalischen Messungen. Eine andere Ausbildung im Berufsfeld Physik ist die zum Physikalisch-technischen Assistenten.

    Wie läuft so eine Ausbildung ab? Der Auszubildende erwirbt seine Kenntnisse einerseits im Ausbildungsbetrieb und andererseits in der Berufsschule. Der Ausbildungsbetrieb vermittelt die praktischen Kenntnisse zu den physikalischen Grundlagen sowie den späteren Aufgabenbereichen (u. a. Werkstoffkunde, Messverfahren, Anlagentechnik, Elektrochemie, Elektrotechnik). Die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

    Studium.

    Du kannst dich natürlich auch für ein Studium der Physik entscheiden. Auch hier wurde das Bachelor-Master-System eingeführt. Der Bachelor in Physik ist einer der herausforderndsten Studiengänge überhaupt. An vielen Unis sind nach spätestens zwei Semestern rund 30 Prozent der Studierenden wieder verschwunden. Das liegt vor allem an der komplexen Mathematik, die man zur Beschreibung physikalischer Phänomene braucht. 15 Punkte im Mathe-Leistungskurs sind leider noch keine Garantie, dass du mit der Mathematik im Physik-Bachelor fertig wirst. Neben einem wirklich guten Verständnis für hohe Mathematik hilft dann nur noch eins: Augen zu und durch. Ohne extrem hohen Lernaufwand übersteht fast niemand die ersten Semester im Physik-Bachelor.

    Zudem sollte man wissen, dass der Physik-Bachelor sehr theorielastig ist. Als Grundlagenstudium soll er Studierende auf eine große Bandbreite an Themen vorbereiten. Das klappt nur auf theoretischem Niveau. Inhalte des Physik-Bachelors sind oft:

    • Mechanik
    • Elektrodynamik und Optik
    • Thermodynamik und Statistik
    • Quantenmechanik
    • Atom- und Molekülphysik
    • Physik der Kondensierten Materie
    • Kern- und Elementarteilchenphysik

    Zudem können erste Vertiefungen gewählt werden, zum Beispiel in Thermodynamik, Kernphysik, Quantentheorie oder verschiedener Software. Am besten siehst du dir die Studienpläne der verschiedenen Universitäten an.

    Und dann kommt der Master. Denn mit all der Theorie lässt sich wenig anfangen: Für die meisten Physik-Berufe ist man mit dem Bachelor noch nicht wirklich qualifiziert und scheitert womöglich schon am Einstellungstest. Wie in anderen naturwissenschaftlichen Fächern ist es daher üblich, nach dem Bachelor einen Master zu belegen - nicht zuletzt auch, um das Physiker-Gehalt zu steigern.

    Im Physik-Master wird die Grundlage aus dem Bachelor kanalisiert. Neben dem allgemeinen Master in Physik gibt es viele Spezialisierungen, z. B. einen Master in Astrophysik, Meteorologie oder Quantenphysik. Vor allem werden aber der Umgang mit dem physikalischen Instrumentarium und die Fähigkeit, sich selbständig in neue Forschungsgebiete einzuarbeiten, vertieft.

    Seine Sporen als "vollwertiger Physiker" erarbeitet man sich schließlich mit der Masterarbeit in Physik. Dabei gilt es, sich auf bisher unerforschtes Terrain vorzuwagen. In vielen Physik-Mastern ist für die Abschlussarbeit deshalb sogar ein ganzes Jahr vorgesehen. Nach dem Physik-Master steht natürlich auch der Weg zur Promotion und damit in die Forschung offen.

  3. Einsatzgebiete als Physiker.

    Ausgebildete Physiklaboranten arbeiten häufig an physikalischen Laboratorien an Hochschulen und Forschungsinstituten oder in der Industrie, z. B. in Unternehmen der Elektro-, Maschinenbau-, Glas- oder Baustoffindustrie. Darüber hinaus kannst du im Maschinen- und Anlagenbau sowie in Entwicklungsabteilungen der Luft- und Raumfahrttechnik tätig sein.

    Mögliche Einsatzgebiete innerhalb der Physik sind:

    • Kernphysik
    • Experimentalphysik
    • Theoretische Physik
    • Medizinische Physik
    • Astronomie/Astrophysik
    • Biophysik

    Natürlich können Physiker generell gut im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Karriere machen. Allerdings arbeitet nur etwa jeder dritte Physiker tatsächlich in seinem "Zielberuf". Dafür weisen Physiker eine so hohe Berufs- und Branchenflexibilität auf, dass sie auch in vielen anderen Berufszweigen beschäftigt werden. Jobs für Physiker findest du aufgrund der nötigen analytischen und mathematischen Fähigkeiten auch

    • im Finance-Bereich
    • im Projektmanagement
    • im Patentwesen
    • bei Unternehmensberatungen
    • bei IT-Unternehmen
    • und auch in der öffentlichen Verwaltung.

    Du kannst aber auch als Journalist über naturwissenschaftliche Themen schreiben. Nicht zuletzt sind viele Physiker auch in Führungspositionen erfolgreich und legen in Wirtschaft oder Politik teils steile Karrieren hin.

    Ein weiterer Grund für die Vielseitigkeit von Physikern ist ihr Studium: Im Laufe dessen lernen sie nämlich, analytisch an komplexe Probleme und Aufgabenstellungen heranzugehen und diese nach bestimmten Verfahren zu lösen. Diese Fähigkeit lässt sich auf sehr viele Berufe übertragen. Zudem ist Physik aufgrund der mathematischen Grundlage stets anwendungsorientiert, praxisorientiert und problemorientiert. Das macht sie für viele Arbeitgeber interessant. Physiker arbeiten dabei oft inter- bzw. transdisziplinär, das heißt, an den Schnittstellen zwischen naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Beispiele hierfür sind:

    • Werkstofftechnik
    • Medizintechnik
    • Nanotechnologie
    • Mikrosystemtechnik
    • Maschinenbau
    • Elektrotechnik
    • Feinwerktechnik
    • Augenoptik
    • Produktion
    • Chemie
  4. Aussichten für Physiker.

    Wer wissen will, wie die Welt funktioniert und was sie im Innersten zusammenhält - und wer obendrein noch ein Mathe-Ass ist - für den ist vielleicht ein Physikstudium genau das Richtige. Das ist übrigens gar nicht so schwer; anders als in Studiengängen wie Medizin oder Psychologie. Physik kann man an den meisten deutschen Hochschulen ohne Zulassungsbeschränkung studieren. Das Studium ist nämlich so anspruchsvoll, dass es als einzige Selektion taugt.

    Physik ist nicht nur ein hochspannendes Studium, sondern auch ein Beschäftigungsgarant. Denn durch die oben beschriebene Vielzahl an Berufsmöglichkeiten für Physiker geht ihre Arbeitslosenquote gegen Null. Wer sich als Physiker ausbilden lässt, muss also weder um seine Zukunft bangen noch befürchten, die nächsten vierzig Jahre tagein tagaus dasselbe zu tun - Abwechslung ist hier garantiert! Auch angenehm: Das Gehalt von Physikern kann sich mehr als sehen lassen.

    Auf dem Arbeitsmarkt beginnt sich derzeit eine gewisse Konkurrenz um Physik-Absolventen zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft abzuzeichnen. Das wiederum könnte sich in den nächsten Jahren positiv auf die Verdienstchancen auswirken. Mit den nötigen Fremdsprachenkenntnissen stehen deutschen Physikern auch viele Möglichkeiten zur Arbeit im Ausland offen.

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