Gehalt im Bereich Physik.

von
3.332 €
Ø
4.657 €
bis
7.583 €

Das harte Physik-Studium zahlt sich schon beim Berufseinstieg mit einem überdurchschnittlichen Gehalt aus. Natürlich hängt die Höhe des Gehalts maßgeblich von verschiedenen Faktoren wie der Branche ab. Wir zeigen dir, auf welche Faktoren es ankommt und mit welchem Verdienst du als Physiker rechnen kannst.

Du suchst einen Job? So erhältst du kostenlos Job-Angebote.
  1. Einstiegsgehalt mit Ausbildung.

    Die Ausbildung zum Physiklaborant dauert normalerweise dreieinhalb Jahre; ein deutlicher Vorteil gegenüber dem fünfjährigen Physik-Studium (Bachelor und Master). Ein weiterer Vorteil ist natürlich das Ausbildungsgehalt:

    1. Ausbildungsjahr: ca. 850 Euro
    2. Ausbildungsjahr: ca. 900 Euro
    3. Ausbildungsjahr: ca. 950 Euro
    4. Ausbildungsjahr: ca. 1.000 Euro

    (*Je nach Region kann es hier leichte Abweichungen geben)

    Das Einstiegsgehalt als Physiklaborant liegt zwischen 1.600 und 2.300 Euro pro Monat, wobei der Durchschnitt bei etwa 2.000 Euro liegt. Wesentliche Einflussfaktoren sind hier die Branche, die Region, die Größe des Arbeitsgebers, die Tarifbindung, die in der Ausbildung erbrachten Leistungen sowie natürlich das Verhandlungsgeschick in der Gehaltsverhandlung.

    Hierzu gibt es einige Faustregeln:

    • Die Gehälter sind höher, wenn die Firma einem Tarifvertrag unterliegt.
    • In den alten Bundesländern ist die Bezahlung besser als in den neuen Bundesländern.
    • Je besser die Noten, desto besser die Verhandlungsposition in der Gehaltsverhandlung.

    Im Zeitverlauf steigt der Lohn als Physiklaborant, wenn man Erfahrungen sammelt, sich stetig weiterbildet, gute Leistungen zeigt und Verantwortung übernimmt. Nach fünf Berufsjahren steigt das Gehalt im Schnitt auf monatlich etwa 2.200 bis 2.600 Euro. In einer leitenden Funktion ist in dem Beruf langfristig ein Verdienst von 3.000 Euro und mehr möglich.

    Zum Vergleich: Das durchschnittliche Gehalt als biologisch-technischer Assistent liegt etwas unter der Bezahlung als Physiklaborant, und das Gehalt als Chemielaborant etwas darüber.

  2. Studierte Physiker: Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung.

    Das Studium der Physik lohnt sich doppelt: Zum einen ist die Arbeitslosenquote von Physikern überaus gering, und zum anderen erhalten Physiker überdurchschnittlich hohe Gehälter. Ein Bachelor-Physiker erhält beim Berufseinstieg im Schnitt ca. 42.000 Euro brutto im Jahr. Mit einem Master-Abschluss in der Tasche liegt das durchschnittliche Salär beim Eintritt ins Berufsleben bei etwa 45.000 Euro. Wer im Fach Physik sogar einen Doktor-Titel hat, kann schon beim Karrierestart deutlich über 50.000 Euro jährlich verdienen.

    Der Durchschnittswert von ca. 45.000 Euro ist aber nur bedingt aussagekräftig. Die Spanne in Physik-Berufen ist sehr groß. 25 Prozent der Physiker verdienen in den ersten Jahren weniger als 41.000 Euro und 25 Prozent erhalten ein Gehalt von mehr als 54.000 Euro.

    Praxiserfahrung verbessert natürlich die Chancen auf einen hohen Lohn. Wer vor dem Berufseinstieg anspruchsvolle Physik-Praktika absolviert oder eine Physiklaboranten-Ausbildung abgeschlossen hat, der hat in der Gehaltsverhandlung gute Karten. Auch eine Werkstudententätigkeit neben dem Studium kann von Vorteil sein.

    Fünf Jahre nach ihrem Examen verdienen Hochschulabsolventen des Fachbereichs Physik durchschnittlich ca. 52.000 Euro pro Jahr (brutto). Ebenso unterschiedlich wie die Einstiegsgehälter ist aber auch die Gehaltsentwicklung in Naturwissenschaftler-Jobs. Entsprechend kann diese Zahl nur ein Richtwert sein.

  3. Wesentliche Einflussgrößen auf das Physiker-Gehalt.

    • Der Abschluss. Natürlich wirst du mit einem Master-Abschluss besser bezahlt als wenn du nur den Bachelor hast.

    • Die Unternehmensgröße. Es kann durchaus vorkommen, dass man mit gleicher Qualifikation in einem Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern über ein Drittel mehr Gehalt verdient als in einem Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten.

    • Boni und Zulagen. Diese können das Gehalt in Physik-Jobs häufig um bis zu zehn Prozent erhöhen.

    • Matching. Beim individuellen Gehalt spielt häufig auch das Matching eine große Rolle. Wenn man als Physiker über genau die Kenntnisse und Qualifikationen verfügt, die ein Unternehmen in einem Verfahren oder Herstellungsprozess benötigt, kann man ein deutlich höheres Gehalt erzielen, als wenn man sich erst in einen neuen Bereich einarbeiten muss.

    • Branche. Eine Rolle spielt auch die Branche, in der man als Physiker tätig ist: IT-Jobs, Elektrotechnik, Halbleitertechnik, Maschinenbau, Automobilbranche, Unternehmensberatung, Bank oder Versicherungen. Der Lohn orientiert sich dann an den branchenüblichen Gehältern.

    • Forschung. Gehälter für Physiker an Universitäten und Forschungsinstituten richten sich nach den Besoldungsgruppen der Länder und liegen im Schnitt etwa 25 Prozent unterhalb der Bezahlung in der freien Wirtschaft.

    • Bundesland. In den alten Bundesländern sind die Gehälter für Physiker etwa 15 Prozent höher als in den neuen Bundesländern. Generell gilt: Wenn du im Südwesten Deutschlands arbeitest, verdienst du besser als im Nordosten. Zum Beispiel beträgt das Durchschnittsgehalt als Physiker in Mecklenburg-Vorpommern 3.906 Euro, in Bayern hingegen 5.241 Euro (Quelle: gehaltsvergleich.com).

    • Frauen. Anders als in den meisten anderen Berufen verdienen Physikerinnen im Prinzip genauso viel wie ihre männlichen Kollegen.

    • Berufserfahrung. Wie immer zählt auch die Berufserfahrung. So kann ein 50-Jähriger beinahe das Doppelte eines 25-Jährigen verdienen.

    • Öffentlicher Dienst. Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt von Physikern nach verbindlichen Tarifverträgen und dem Studienabschluss. Als Bachelor of Science kann man in den gehobenen Dienst eintreten; mit dem Master-Abschluss beginnt die berufliche Laufbahn im höheren Dienst und man kann monatlich bis zu 500 Euro brutto mehr verdienen.

    • Spezialisierung. In der Wirtschaft kann eine Spezialisierung auf einen Fachbereich oder ein Doktortitel eine Gehaltsspritze sein; im öffentlichen Dienst nicht. Insbesondere Spezialisten im Bereich modernster Technologien winken in der Wirtschaft überdurchschnittliche Gehälter.

    Schon gewusst? So erhältst du Job-Anfragen von Top-Arbeitgebern.