Journalismus: Infos zum Berufsfeld

Journalismus: Infos zum Berufsfeld

Journalisten sind für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. Erfahre hier alles Wichtige zum Berufseinstieg, den Voraussetzungen und Karriereaussichten eines Journalisten.

Definition Journalismus

Als Journalismus wird die publizistische Arbeit bei der Presse, in Online-Medien oder im Rundfunk bezeichnet. Das Ziel des Journalismus liegt darin, Öffentlichkeit herzustellen und diese mit gesellschaftlich relevanten Informationen zu versorgen. Der Journalismus übernimmt daher eine für eine Gesellschaft wichtige Aufgabe, die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Journalismus beschreibt das Beschaffen von Informationen, das Auswerten dieser Informationen und das daraus schriftliche oder mündliche Erstellen von Beiträgen für Hörfunk, Fernsehen, Print- und Onlinemedien.

Arbeitgeber aus dem Bereich Journalismus & Redaktion

Bereiche im Journalismus

Im Journalismus kannst du in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen. Hierbei sind auch persönliche Interessen ausschlaggebend. Die Bereiche, in denen du als Journalistin arbeiten kannst, teilen sich folgendermaßen auf:

  • Printjournalismus
  • Agenturjournalismus
  • Fernsehjournalismus
  • Hörfunkjournalismus
  • Wissenschaftsjournalismus
  • Wirtschaftsjournalismus
  • Sportjournalismus
  • Online-Journalismus
  • „social journalism“ (Berichterstattung über soziale Netzwerke)

Journalismus Studium

Um Journalistin zu werden, ist ein Studium keine Pflicht. Es gibt auch Ausbildungen, die dich für den Bereich Journalismus qualifizieren, beispielsweise die Ausbildung als Fachjournalist/in oder Journalist/in. Ein Studium ist für eine Bewerbung als Journalist auf jeden Fall ratsam, aber fast noch wichtiger ist, dass du praktische Erfahrungen in Redaktionen sammelst. Praktika im Bereich Journalismus und ein Volontariat sind vor allem bei Zeitungen und Magazinen erwünscht. Auch freie Mitarbeit neben dem Studium bietet sich an.

Entscheidest du dich für den Weg über das Studium, eignet sich, wie der Name schon sagt, der Studiengang Journalismus. Das Bachelorstudium dauert ungefähr sechs bis acht Semester und schließt in der Regel mit dem Bachelor of Arts ab. Während des Studiums lernst du Inhalte in Modulen wie Digital Business, Medienethik, Print-Journalismus oder Online-Journalismus kennen. Möchtest du noch einen Master anhängen, solltest du noch einmal zwei bis vier Semester einplanen.

Was muss man studieren, um Journalist zu werden?

Um den Beruf eines Journalisten ausführen zu können, bieten sich neben dem reinen Journalismus-Studium weitere Studiengänge an. Da der Journalismus sich stark an konkreten Themenbereichen orientiert, kann es sinnvoll sein, einen Studiengang zu wählen, der deinen eigenen Interessen entspricht. Denn Journalisten spezialisieren sich im Normalfall auf ein Ressort. Daher ist es oftmals vorteilhaft, einen dafür passenden Studiengang wie Geschichte, Wirtschafts- oder Politikwissenschaften zu wählen. Weitere Studiengänge, die sich für die Arbeit als Journalistin eignen, sind unter anderem:

  • Journalistik
  • Publizistik
  • Online-Journalismus
  • Medienwissenschaft
  • Kommunikationswissenschaft
  • Germanistik

Was muss ich als Journalistin können?

Ein Studium ist für die Arbeit als Journalist nicht zwingend notwendig. Allerdings erhöht ein abgeschlossenes Studium die Chancen, im jeweiligen Bereich eine Anstellung zu bekommen, deutlich. Auch praktische Erfahrung, beispielsweise Praktika, Volontariate oder die freie Mitarbeit als Texter, kann dir den Weg in den Journalismus ebnen.

Neben dem Studium und der praktischen Erfahrung zeichnet sich eine Journalistin durch folgende Eigenschaften aus:

  • Ausgeprägtes Gespür für Sprache und Formulierungen
  • Einwandfreie Rechtschreibung und Grammatik
  • Kreativität
  • Sachlichkeit
  • Beherrschung von Recherchetechniken
  • Sorgfalt
  • Flexibilität
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Zielgruppenverständnis
  • Mobilität

Willst du im Online Journalismus einsteigen, solltest du als Journalistin außerdem Folgendes mitbringen:

  • Digitale Erfahrung und Begeisterung
  • Grundkenntnisse in Sachen SEO
  • Interesse an Social Media
  • Grundkenntnisse in HTML
  • Ein Gespür für die Auswahl von Bildern
  • Grundkenntnisse in der Bildbearbeitung

Was macht ein Journalist?

Die Hauptaufgabe eines Journalisten besteht in erster Linie darin, Informationen zu schreiben und zu übermitteln. Zu den weiteren Aufgaben eines Journalisten zählen die kritische Recherche und die korrekte Wiedergabe der daraus gewonnenen Erkenntnisse. Journalisten sind Spezialisten in ihrem Themengebiet und folgen dem Ziel, dem Leser oder Zuhörer in diesem Themengebiet Informationen, Antworten oder Erkenntnisse anzubieten, sodass sich dieser ein eigenes Bild machen kann. Damit übernehmen Journalisten eine wichtige und innerhalb ihres Themenschwerpunktes eine bildende Aufgabe.

Hier nochmal ein Überblick über die wichtigsten Aufgaben, die du als Journalist übernimmst:

  • Recherchieren
  • Informationen abwägen, einschätzen und zusammentragen
  • Schreiben
  • Komplizierte Sachverhalte verständlich und faktisch korrekt in schriftlicher oder mündlicher Form zusammenfassen

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    Berufsaussichten im Journalismus

    Grundsätzlich kann es als Journalist schwierig sein, eine unbefristete Festanstellung zu finden. Das liegt zum einen daran, dass der Printjournalismus nicht mehr so gut dasteht, weil immer mehr Menschen ihre Informationen online konsumieren, zum anderen, dass gerade große Zeitungen mittlerweile viel mit freien Redakteuren arbeiten. Das heißt nicht, dass du deinen Berufswunsch begraben musst – aber umso wichtiger ist es, dass du früh anfängst, praktische Erfahrungen zu sammeln. Mit einem abgeschlossenen Volontariat hast du größere Aussicht auf Erfolg. Im Vergleich zu Print stehen die Chancen im Online-Journalismus viel besser. Hier punktest du als Digital Native, der über neuste Trends Bescheid weiß und sich mit SEO gut auskennt.

    Da sich Medienunternehmen auf bestimmte Zielgruppen spezialisieren, ist branchenspezifisches Fachwissen für deinen Karriereweg essentiell. Umgekehrt gilt: Stellst du dich inhaltlich breit auf, erweitert sich auch der Horizont an Arbeitgebern, für die du als Journalist arbeiten kannst.

    Wenn es nicht klappt mit der Festanstellung, kannst du auch als freier Journalist arbeiten. Absolvierst du also Praktika, lohnt es sich, den Kontakt zum Unternehmen zu halten – ein großes Netzwerk hilft dir beim Start in die Selbstständigkeit.

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