Bewerbung im Bereich Journalismus & Redaktion.

Wenn du Journalist werden willst, kannst du auf jeden Fall schreiben – aber das alleine macht noch keine gute Bewerbung aus. Hier erfährst du, wie du Lebenslauf und Anschreiben das gewisse Etwas verpasst.

Du suchst einen Job? So erhältst du kostenlos Job-Angebote.
  1. Bewerbungsvorlagen.

    Je nachdem, wo du dich bewirbst, passt eine moderne oder kreative Bewerbung.

  2. Bewerbung als Redakteur: Das muss rein.

    Wie jede klassische Bewerbung besteht auch die Bewerbung im journalistischen Bereich aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Anlagen/Zeugnissen.

    Die Besonderheit ist aber, dass meistens Arbeitsproben gefordert werden, das heißt Artikel von dir, die bereits veröffentlicht wurden. Hast du bereits mehrere Praktika absolviert oder warst freier Mitarbeiter in einer Redaktion, bist du also definitiv im Vorteil. Wähle möglichst unterschiedliche Textproben – vom langen, informativen Artikel über den catchy Dreizeiler im Newsletter bis hin zum Interview kannst du deine Vielseitigkeit zeigen.

    Deine Bewerbung verschickst du in der Regel per E-Mail. Möchtest du besonders kreativ sein, kannst du auch eine Bewerbungs-Website erstellen und so gleich dein digitales Talent zeigen.

  3. Das Anschreiben.

    Kopf: An den Anfang stellst du deine Kontaktdaten sowie die des Unternehmens unter Nennung des konkreten Ansprechpartners. Außerdem gehören Datum und Betreff in den Kopf-Bereich.

    Einleitung: Die ersten paar Sätze können darüber entscheiden, ob du direkt auf dem „Absagen-Stapel“ landest. Wähle deshalb einen Einstieg, der deine Kernkompetenz und deine Motivation für genau den Job auf den Punkt bringt. Fesselst du den Personaler direkt mit dem ersten Satz, liest er garantiert weiter.

    Hauptteil: Im längsten Teil deines Bewerbungsschreibens thematisierst du deine bisherigen Erfahrungen in Studium, Praktika und Co. und stellst eine Verbindung zur Stelle her. Auch deine Soft Skills stellst du hier heraus, zählst sie aber nicht nur auf, sondern belegst sie mit Situationen – im Idealfall beruflicher Art, aber auch Hobbys wie Teamsport können ein guter Anlass sein. Wichtig ist auch, Lernbereitschaft und starkes Interesse zu signalisieren.

    Schluss: In den letzten zwei bis drei Sätzen gibst du deinen frühestmöglichen Einstiegstermin sowie deine Gehaltsvorstellung an – sofern danach gefragt wurde in der Stellenbeschreibung – und schließt mit der Aussicht auf ein persönliches Kennenlernen. Noch ein „mit freundlichen Grüßen“ ohne Komma sowie dein voller Name und die (eingescannte) Unterschrift drunter, und ab geht die Post.

  4. No-Gos in deiner Bewerbung als Redakteur.

    • Fehler: Kommen in einer Bewerbung nie gut an, aber als angehender Journalist es es recht peinlich, wenn du Rechtschreibung und Grammatik nicht sicher beherrschst.

    • „Hiermit bewerbe ich mich“ als Einstieg: Eine irrelevante Information, die zudem sehr einfallslos wirkt – vor allem für jemanden, der Experte für Sprache sein sollte.

    • „Sehr geehrte Damen und Herren“: Nennst du keinen konkreten Ansprechpartner, kommt leicht der Eindruck einer Massenbewerbung auf.

    • Beruf der Eltern im Lebenslauf: Hat man früher gemacht, interessiert heute aber niemanden mehr. Fülle den Platz deshalb lieber mit relevanten Infos – schließlich sind es maximal zwei übersichtliche Seiten.

    • Selfies: Gehören in eine Bewerbung genauso wenig wie Urlaubsschnappschüsse. Der Gang zum professionellen Fotografen lohnt sich!

    • zuckermaus93@bla.de: So sieht keine seriöse E-Mail-Adresse aus – willst du ernst genommen werden, wählst du eine, die aus Vor- und Nachname besteht.

    • Anschreiben länger als eine Seite: Du kannst noch so gerne schreiben und viel zu sagen haben – dein Bewerbungsschreiben muss trotzdem auf eine Din A4 Seite passen.

  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Nach der erfolgreichen Bewerbung folgen weitere Schritte wie ein Telefoninterview, ein Online-Test oder bei größeren Unternehmen ein Assessment Center. Am meisten Gewicht hat in der Regel das persönliche Vorstellungsgespräch, bei dem du mit einer Schreibaufgabe rechnen musst. Umso wichtiger ist es, dass du dir im Vorfeld anschaust, wie der Schreibstil des Mediums ist.

    Neben praktischen Aufgaben kommen verschiedene Fragen auf dich zu:

    Fachfragen wie:

    Mit welchen Content Management Systemen hast du schon gearbeitet?

    Mit welchen drei Stichworten würdest du unser Produkt bewerben?

    Welche Tageszeiten liest du regelmäßig?

    Wie näherst du dich einem Thema an, von dem du noch nie gehört hast?

    Weißt du etwas nicht, ist das kein Drama, solange du zeigen kannst, dass du willig bist zu lernen.

    Allgemeine Fragen wie:

    Wo hast du dich sonst noch beworben?

    Was für Praktika hast du schon absolviert?

    Diese Fragen zielen auf deinen Werdegang und deine Motivation ab. Lücken im Lebenslauf solltest du plausibel erklären können.

    Persönliche Fragen wie:

    Was würden deine Freunde als deine drei größten Schwächen bezeichnen?

    Was war dein letzter großer Erfolg und wie bist du dahin gekommen?

    Hier geht es vor allem um deine Soft Skills – präsentierst du dich authentisch, sympathisch sowie team- und kritikfähig, ist das die halbe Miete.

    Stressfragen wie:

    Was hat dich an deinem letzten Chef so richtig genervt?

    Was meinst du – wie schlägst du dich bis jetzt?

    Ruhe bewahren! Wie bei Schätzfragen auch gibt es nicht die eine richtige Antwort. Versuche, einigermaßen vage zu bleiben und dich nicht zu extremen Aussagen hinreißen zu lassen.

    Eigene Fragen und Gehaltsverhandlung.

    Am Schluss ist Raum für deine eigenen Fragen. Stellst du inhaltliche Fragen, signalisierst du eine gute Vorbereitung und Interesse. Gute Fragen sind:

    • Wie arbeitet ihr im Team zusammen und wie trefft ihr Entscheidungen?
    • Mit welchen Tools arbeitet ihr?
    • Wie sieht es mit Einsätzen außerhalb des Büros, zum Beispiel für Reportagen, aus?
    • Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen im Unternehmen?

    Ist das alles geklärt, kannst du auch nach den Rahmenbedingungen wie Urlaub und Gehalt fragen. Geh bei der Gehaltsverhandlung realistisch vor, ohne dich unter Wert zu verkaufen – grundsätzlich ist es ein guter Richtwert, immer etwas mehr zu verlangen, als man definitiv haben will.

    Schon gewusst? So erhältst du Job-Anfragen von Top-Arbeitgebern.