Gehalt im Bereich Journalismus und Redaktion.

von
2.708€
Ø
2.927€
bis
3.146€

Das Berufsfeld rund um Journalismus und Content Management hat den Ruf, einen nicht gerade reich zu machen. Wie es wirklich um das Gehalt von Redakteuren steht und welche Faktoren Einfluss darauf nehmen, erfährst du hier.

Einstiegsgehalt im Journalismus.

Um es gleich vorwegzunehmen: Innerhalb des Marketing- und Kommmunikations-Bereichs ist der redaktionelle Bereich der am schlechtesten bezahlte. In Zahlen heißt das:

  • Mit Bachelor bekommst du durchschnittlich 32.506 Euro im Jahr
  • Mit Master liegt das Einstiegsgehalt bei 37.751 Euro

Allerdings kannst du im Laufe deiner Karriere als Content Manager dein Gehalt fast verdoppeln: Mit 10 Jahren Berufserfahrung liegt das durchschnittliche Gehalt von Journalisten bei knapp über 60.000 Euro.

Einflussfaktoren.

Wie viel du letztendlich als Journalist oder Redakteur verdienst, hängt nicht nur von deinem Abschluss ab, sondern auch von anderen Faktoren, die du bei der Gehaltsangabe in der Bewerbung beachten solltest.

Der Standort.

Je nachdem, wo dein Arbeitgeber sitzt, unterscheidet sich dein Gehalt, wie folgende Tabelle zeigt:

STANDORT GEHALT
Baden-Württemberg 45.425 Euro
Bayern 59.103 Euro
Berlin 47.013 Euro
Brandenburg 39.799 Euro
Bremen 50.879 Euro
Hamburg 57.737 Euro
Hessen 63.403 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 37.286 Euro
Niedersachsen 50.113
Nordrhein-Westfalen 55.615 Euro
Rheinland-Pfalz 50.902 Euro
Saarland 48.269 Euro
Sachsen 29.270 Euro
Sachsen-Anhalt 28.665 Euro
Schleswig-Holstein 41.547 Euro
Thüringen 35.254 Euro

Quelle: stepstone.de

Die Unternehmensgröße.

Geht man nach der Größe des Unternehmens, sieht die Gehaltsverteilung im Gesamtdurchschnitt so aus:

  • Bis 500 Mitarbeiter: 36.772 Euro
  • 501 bis 1.000 Mitarbeiter: 40.907 Euro
  • Über 1.000 Mitarbeiter: 45.501 Euro

Einstiegsmöglichkeiten für Journalisten bei großen Unternehmen finden sich zum Beispiel in Verlagshäusern, die mehrere Zeitungen verlegen und in denen gerade oftmals eine Umstellung auf digitale Medien stattfindet. Als Content Manager im Online-Bereich wirst du außerdem in Start-ups fündig, in denen zwar die Bezahlung in der Regel geringer ausfällt, du dafür aber mehr Freiheiten hast und von flacheren Hierarchien profitierst.

Deine Fachrichtung.

Ob Online- oder Print-Redakteur, ob Journalist oder Content Manager – oft sind die Aufgaben extrem ähnlich, aber dennoch gibt es unterschiedliche Gehälter. Das kann auch daran liegen, dass Journalismus eher im Nachrichten-Bereich als Begrifflichkeit genutzt wird, während Magazine oder Online-Portale von Redakteuren oder – gerade im Online-Bereich – von Content Managern sprechen. Dabei verdienen Print-Journalisten noch am besten, wie man hier sieht – was sich aber ändern dürfte, da Print insgesamt zurückgeht:

  • Journalist: 32.518 bis 71.842 Euro
  • Print Journalist: 33.653 bis 56.696 Euro
  • Online Journalist: 30.700 bis 47.786 Euro
  • Online Redakteur: 27.234 bis 41.168 Euro
  • Content Manager: 28.293 bis 43.095 Euro
  • Radio Redakteur: 30.834 bis 52.065 Euro
  • Fernseh-Redakteur: 34.535 bis 52.800 Euro

Die besten Aussichten auf eine Festanstellung hast du, wenn du ein Volontariat abgeschlossen hast. Auch Trainee-Programme kannst du in Redaktionen absolvieren, gerade im Start-up Bereich wird diese Ausbildung einem Volo – das zum Beispiel auch externe Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sollte und damit inhaltlich definierter ist – vorgezogen. Außerdem werden Trainee-Programme gerne von großen Konzernen angeboten, zum Beispiel in der Unternehmenskommunikation. Gehaltstechnisch hat das Trainee-Programm damit die Nase vorn:

  • Volontär: 17.761 bis 22.003 Euro
  • Trainee in einer Redaktion: 29.602 bis 45.991 Euro

Gehaltsentwicklung.

Wie bereits angedeutet, steigert sich das Gehalt von Redakteuren und Journalisten mit wachsender Berufserfahrung:

BERUFSERFAHRUNG GEHALT
Bis 2 Jahre 41.886 Euro
3–5 Jahre 42.557 Euro
6–10 Jahre 48.342 Euro
Über 10 Jahre 59.509 Euro

Quelle: StepStone Gehaltsreport Fach- und Führungskräfte 2019.

Natürlich kommt es nicht nur drauf an, wie lange du arbeitest, sondern auch auf deine Karrierestufe. Ein möglicher Karriereweg ist vom Junior Content Manager über den Senior Content Manager zum Head of Content. In klassischen Redaktionen wartet die Chefredaktion auf fleißige Anwärter. Fleißig in dem Sinne, dass deine Arbeitszeiten im Journalismus sich oft nach Ereignissen richten, sodass du auch mal am Wochenende oder abends ran musst, um eine gute Story zu bekommen. Apropos gute Story: Landest du einen Volltreffer, kann dich das auf der Karriere- und Gehaltsleiter ganz schnell nach oben katapultieren.

Gehalt als freie Journalisten.

Da mittlerweile viel mit freien Journalisten und ohne Festanstellungen gearbeitet wird, lohnt es sich, auch das in Betracht zu ziehen. Aber hier dauert es natürlich, bis du dir einen Ruf in der Branche verschafft hast – der Konkurrenzdruck ist hoch. Außerdem musst du bedenken, dass du auf selbstständiger Basis arbeitest, das heißt, dass du dich zum Beispiel selbst versichern musst und einen höheren Satz berechnet bekommst. Bezahlt wirst du oft nach der Anzahl der Worte. In Summe alles unberechenbarer als bei einer Festanstellung – bei einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von rund 20.000 Euro.


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