Infos im Bereich Online Marketing.

Infos im Bereich Online Marketing.

„Dieses Internet“ hat sich durchgesetzt – und viel mehr als das, denn es ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus der Marketing-Branche auch nicht, denn die Kunden sind online zu Hause und wer hier nicht gefunden wird, hat seine Chance vertan. Umso wichtiger ist der Beruf des Online Marketing Managers: Hier erfährst du mehr über verschiedene Schwerpunkte und die Voraussetzungen, die du als Online Marketer brauchst.

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  1. Definition Online Marketing.

    Das Online Marketing umfasst alle Maßnahmen, die dem Branding einer Marke oder dem Verkauf von Produkten dienen – im Internet, versteht sich. Zur Kundengewinnung und -bindung sowie zur Stärkung von Marken oder Unternehmen werden verschiedene Kanäle und Methoden genutzt, auf die du dich spezialisieren kannst. Wir erklären die wichtigsten Begriffe und Richtungen, die dir im Bereich Online Marketing begegnen werden.

    SEM.

    Im Bereich SEM, kurz für Search Engine Marketing, muss zwischen SEO und SEA unterschieden werden:

    SEO

    SEO steht für Search Engine Optimization, was übersetzt Suchmaschinenoptimierung heißt. Und genau das macht der SEO Manager: Er optimiert Websites für Google und Co., sodass die Nutzer nicht über bezahlte Anzeigen auf Landingpages zum Beispiel von Online Shops kommen, sondern über die organische Suche. Dafür werden verschiedene On- und Offpage-Maßnahmen angewendet.

    Onpage ist alles, was direkt auf der Seite passiert. Dazu gehören zum Beispiel:

    • das Verwenden von relevanten Begriffen, sogenannten Keywords, ohne Keyword-Stuffing zu betreiben

    • eine logische Struktur im Seitenaufbau, durch die der Crawler möglichst viele Seiten erreicht

    • für die Zielgruppe relevante Texte, die sinnvoll durch die H1 und Zwischenüberschriften gegliedert sind

    • Metainformationen, die dann bei Google angezeigt werden

    • Eliminierung von Duplicate Content

    • eine schlüssige interne Verlinkungsstruktur

    Offpage findet außerhalb der eigenen Seiten statt. Das klassische Mittel ist hier Linkbuilding, das heißt die Generierung von externen Links, die auf die eigene Seite verweisen. Sogenannte Backlinks sind einer der stärksten Ranking-Faktoren.

    Da sich die Ranking-Faktoren stets wandeln können und die Gewichtung sich immer weiter verschiebt, ist es wichtig, dass du immer up-to-date bleibst, an Konferenzen teilnimmst und dich durch Webinare und Fachlektüren fortbildest. Schließlich ist Content mittlerweile genauso King wie der User, der ihn liest, sodass stumpfe Keyword-Quoten der Vergangenheit angehören.

    SEA

    Im Bereich SEA – Search Engine Advertising – geht es um bezahlten Traffic. Als SEA Manager kaufst du Anzeigenplätze bei Google und Co. und wirst dann in den SERPs mit dem Vermerk „Anzeige“ eingeblendet. Wie viel eine Anzeige kostet, wie oft und an welcher Position sie angezeigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab – zum einen werden die Keywords in einer Art Auktion „versteigert“, zum anderen wird die Passung der Seite zum Keyword geprüft. Abgerechnet wird nach verschiedenen Modellen: Bei Cost-per-Click beispielsweise wird nur eine Zahlung fällig, wenn der Benutzer auf die Seite klickt. Hier wartet der finanzielle Fallstrick für SEA Manager: Passt die Landingpage nicht zur Suche, verlässt der User sie ohne Conversion und man hat sozusagen Geld zum Fenster rausgeschmissen.

    Social Media Marketing.

    Gibt es heutzutage noch jemanden zwischen 16 und 45, der weder Facebook noch Instagram hat? Kaum. Insofern kannst du dir ausrechnen, wie wichtig die Social Media Kanäle mittlerweile geworden sind. Als Social Media Marketing Manager überlegst du dir eine ganzheitliche Strategie, wie du deine Marke und Produkte in den Social Networks platzierst. Dazu gehört auch das Community Management – bricht ein Shitstorm los, musst du genauso auf Zack sein wie bei individuellen Anfragen der Zielgruppe.

    Mobile Marketing.

    Über 50 Prozent der Internetnutzer surfen bereits mehr über Smartphone und Tablet als über den guten alten Desktop. Eine Entwicklung, die das Online Marketing nicht ungenutzt lässt: Das Mobile Marketing beschäftigt sich genau damit und macht sich Gedanken, wie potenzielle Kunden schnell und ansprechend über ihr Handy zu erreichen sind. Rabattaktionen per WhatsApp, QR-Codes, Anzeigen in Apps oder zum Standort passende Angebote via MMS – mit der fortschreitenden Technologisierung wachsen auch die Möglichkeiten für Mobile Marketing Manager.

    CRM.

    CRM steht für Customer Relationship Management und zahlt auf die allgemeinen Ziele des Online Marketings ein. Durch eine individuell auf die Zielgruppe angepasste Strategie und eine Verbesserung der Kundenorientierung durch Angebote entsprechend den Bedürfnissen der Kunden sollen die Kundenzufriedenheit, -gewinnung und -bindung gesteigert werden. CRM umfasst also alle Interaktionen mit den Kunden. Das geschieht nicht ins Blaue hinein, sondern ist datengestützt und wird fortlaufend analysiert – schließlich müssen die Maßnahmen sich auch ökonomisch auszahlen.

    Affiliate Marketing.

    Bei Affiliate Marketing handelt sich um eine Art Partnerprogramm, bei dem die Affiliates – die Partner – Links auf ihren Webseiten, in E-Mails, Suchmaschinen oder Feeds platzieren und dann für diese Werbung bezahlt werden. Die Vergütung richtet sich beim Affiliate Marketing nach dem Erfolg der Werbeplatzierung und dem Preismodell. So gibt es verschiedene Provisionsmodelle beim Affiliate Marketing, zum Beispiel Pay-per-Click oder Pay-per-Sale.

    E-Mail-Marketing.

    Im E-Mail-Marketing werden (potenzielle) Kunden direkt über ein E-Mail-Tool angeschrieben und mit neusten Angeboten versorgt. Der Klassiker ist der Newsletter, für den sich viele Kunden – manchmal unbewusst – beim Kauf in einem Online-Shop anmelden. Wichtig ist für den zuständigen Online Marketing Manager also, an die Daten der Kunden zu kommen. Besonders viel Gewicht fällt auf den Betreff: Macht der neugierig, öffnet der User. Dabei muss stets darauf geachtet werden, dass die Mails nicht als Spam wahrgenommen werden, zum Beispiel, indem man sie vor dem Verschicken durch einen Spam-Test jagt. Die Kunst im E-Mail-Marketing ist außerdem, die richtige Zielgruppe zu treffen. Im Nachgang wird analysiert, wie viele User die E-Mail geöffnet haben, wie viele den Newsletter abbestellt haben und wie viele tatsächlich auch geklickt haben.

    E-Commerce.

    Was früher im Tante-Emma-Laden um die Ecke erledigt wurde, dazu muss man heute nicht mal mehr das Haus verlassen. So gut wie jeder Handelskonzern hat mittlerweile eine Online-Sparte, oft existieren nur Online Shops ohne physische Ladengeschäfte. Zum E-Commerce gehört nicht nur der Verkauf über das Internet, sondern auch die digitale Abwicklung von Geschäftsprozessen, das Management von Geschäftskontakten und Handelsbeziehungen mit Hilfe elektronischer Medien sowie der Internet-Vertrieb und das Web-Marketing. Mit der zunehmenden Technisierung und der rasanten Verbreitung des Internets haben automatisierte Geschäftsprozesse sowie der elektronische Handel in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.

  2. Voraussetzungen.

    Ideal für die Tätigkeit als Online Marketing Manager ist ein Studium in BWL oder Wirtschaftswissenschaften, aber auch Quereinsteiger aus dem geisteswissenschaftlichen oder IT-Bereich sind willkommen. Kannst du schon mit Tools wie Google Analytics umgehen, hast du Vorteile. Selbstverständlich brauchst du sehr gute PC-Kenntnisse – um Excel Tabellen wirst du als Online Marketing Manager nicht herum kommen.

    Und mit diesen Soft Skills überzeugst du in der Bewerbung:

    • Analytisches und strategisches Denkvermögen

    • Kreativität

    • Gespür für Zielgruppen

    • Zahlenaffinität

    • Teamgeist und Kommunikationsskills

    • Technisches Verständnis

    • Starkes Interesse an ständiger Weiterbildung

    • Online- und Social Media Affinität

    • Gespür für Bild und Text

    • Gründliches und genaues Arbeiten

  3. Zukunftsaussichten & Karrierewege.

    Internet und E-Commerce boomen, täglich schießen neue Seiten und Apps aus dem Boden – rosige Aussichten für Online Marketer. Künftig werden sich immer mehr Kanäle auftun, was für dich als Online Marketing Spezialist bedeutet, immer am Ball zu bleiben und neue Trends aufzugreifen.

    Eine klassische Karriere im Online Marketing beginnst du als Junior Online Marketing Manager, steigst dann zum Online Marketing Manager auf und schließlich zum Senior Online Marketing Manager. Spätestens, wenn du Head of Marketing bist, hast du Personalverantwortung, was deinem Gehalt einen ordentlichen Push gibt. Um bessere Chancen im Bewerbungsprozess zu haben, hilft es, wenn du bereits Praxiserfahrung durch ein Online Marketing Praktikum vorweisen kannst. Oft erfolgt der Einstieg auch über ein Trainee-Programm.

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