Bewerbung im Bereich Online Marketing.

Marketing ist im BWL Studium ein sehr beliebtes Fach – dementsprechend kannst du dir ausrechnen, wie viel Konkurrenz du bei deiner Bewerbung haben wirst. Umso wichtiger ist es, dass du mit deinem Anschreiben und deinem Lebenslauf auf den ersten Blick überzeugst. Wir verraten dir, wie es geht.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Als angehender Online Marketing Manager kannst du je nach Unternehmen zum modernen oder zur kreativen Bewerbungs-Muster greifen.

  2. Grundlegendes zur Bewerbung.

    Deine Bewerbung schickst du per E-Mail ab – gerade als Online Marketing Manager kommt der Postweg nicht gut an. Deine Bewerbung im Bereich Online Marketing besteht aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Anlagen.

    Zu den Anlagen gehören Zeugnisse von der Uni und Praktika genauso wie Zertifikate – zum Beispiel in Google Analytics – sowie, wenn du dich im Bereich Content bewirbst, Arbeitsproben. Optional kannst du ein Deckblatt hinzufügen, das ist aber keine Pflicht. Insgesamt sollte deine Bewerbung übersichtlich sein und der Lebenslauf maximal zwei Seiten, dein Anschreiben eine Seite umfassen. Im Bereich Online Marketing kannst du auch kreative Bewerbungswege wählen und zum Beispiel eine Bewerbungs-Website gestalten, um gleich dein digitales Talent zu zeigen.

  3. Das Anschreiben.

    Während der Lebenslauf so knapp wie möglich deine Stationen und Hard Skills aufzeigt, geht es im Anschreiben darum, deine Motivation für den Bereich Online Marketing auszudrücken und die Verbindung deiner Fähigkeiten zur Stelle herzustellen. Dein Anschreiben ist folgendermaßen aufgebaut:

    1. Der Kopf: Ganz oben kommen deine Kontaktdaten, die des Unternehmens mit dem Namen des konkreten Ansprechpartners sowie Datum und Betreff hin.
    2. Einleitung: In den ersten ein bis drei Sätzen bringst du auf den Punkt, warum du dich bewirbst. Der Einstieg sollte individuell gewählt sein und neugierig machen, sodass der Personaler auf jeden Fall weiterliest.
    3. Im Hauptteil stellst du deinen Werdegang vor, konzentrierst dich aber auf die Verbindung zu den Anforderungen der Stelle. Hast du im Praktikum Erfahrungen im Linkbuilding gesammelt oder mit Sistrix analysiert, passt das gut zum SEO Manager. Deine Erfahrung im Onsite-Texting als Werkstudent kommen dir als künftiger Content Marketing Manager zugute. Soft Skills kannst du auch sehr gut durch Hobbys wie Teamsport oder ehrenamtliche Tätigkeiten belegen.
    4. Am Schluss sagst du, dass du dich auf ein persönliches Kennenlernen freust. Wenn danach gefragt wurde, gibst du außerdem deine Gehaltsvorstellung und deinen frühestmöglichen Einstiegstermin an. „Mit freundlichen Grüßen“, vollen Namen und (eingescannte) Unterschrift drunter, und fertig ist dein Anschreiben.
  4. Praxisbeispiel: Deine Bewerbung bei Nestlé.

    In Kooperation mit Nestlé Deutschland AG

    Deine Bewerbung als Online Marketing Manager bei Nestlé geht schnell und einfach. Und vor allem: online! Um dich bei Nestlé zu bewerben, füllst du zunächst den Onlinebewerbungsbogen für die passende Stelle aus. Dazu kommen Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Sobald die Bewerbung bei Nestlé eingegangen ist, erhältst du eine Empfangsbestätigung. Solltest du als Kandidat infrage kommen, folgen ein Telefoninterview sowie ein persönliches Vorstellungsgespräch. Danach steht deiner Karriere im Onlinemarketing von Nestlé nichts mehr im Wege.

    Das solltest du bei deinen Bewerbungsunterlagen beachten:

    • Bleib authentisch - betone deine Eigenschaften, ohne zu übertreiben.
    • Zeige Erfahrungen - begründe deine Fähigkeiten mit Beispielen aus deinen bisherigen praktischen Tätigkeiten und erfolgreich abgeschlossenen Projekten.
    • Plane deine Zukunft - Nestlé bietet Perspektiven in verschiedenen Richtungen. Mach in deinem Anschreiben also klar, wo du deine Zukunft siehst.
  5. No-Gos in deiner Bewerbung im Online Marketing.

    Betreff: Bewerbung: Stattdessen benennst du die konkrete Stelle – zum Bespiel „Bewerbung als Social Media Manager, Referenznr. xy“, sonst wirkt es wie eine Massenbewerbung.

    Sehr geehrte Damen und Herren: Suche unbedingt den konkreten Ansprechpartner raus, ansonsten – siehe oben.

    Hiermit bewerbe ich mich: Ein langweiliger Einstieg sorgt dafür, dass die Bewerbung ganz schnell im Papierkorb landet.

    Selfie: Als Bewerbungsfoto genauso ungeeignet wie der Schnappschuss aus dem Urlaub. Lass unbedingt beim Fotografen professionelle Aufnahmen machen.

    Beruf der Eltern: Hatte früher seinen festen Platz im Lebenslauf, heutzutage interessiert das nicht mehr. Den Platz kannst du besser nutzen!

    Würde, hätte, könnte: Vermeide Konjunktive – du würdest dich nicht über ein Vorstellungsgespräch freuen, sondern du freust dich drauf!

  6. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Nach einer überzeugenden Bewerbung folgen die nächsten Schritte. Diese können im Bereich Marketing aus Online-Tests, einem Assessment Center und natürlich dem persönlichen Vorstellungsgespräch bestehen. Neben praktischen Aufgaben erwarten dich viele Fragen, auf die du dich einstellen sollest:

    Fachliche Fragen: Natürlich musst du nicht alles wissen – hast du eine Lücke, gib das ruhig zu und signalisiere Lernbereitschaft und Interesse. Dabei kannst du auch geschickt auf das lenken, was du weißt. Fragen im Online Marketing können zum Beispiel sein:

    • Was bedeutet CTR?
    • Was sind die wichtigsten Rankingfaktoren bei Google momentan?
    • Was ist der Unterschied zwischen Absprung und Ausstieg bei Google Analytics?
    • Was ist der Unterschied zwischen Cost-per-Click, Cost-per-Sale und Cost-per-Action?
    • Erkläre bitte das Modell des Affiliate Marketings.
    • Was ist Duplicate Content?
    • Die Sichtbarkeit deines Online-Shops fällt und fällt. Was sind deine ersten drei Schritte?

    Allgemeine Fragen: Hier geht es hauptsächlich um deine Motivation und deinen Werdegang. Sei authentisch und lächle – viel läuft über Sympathie. Diese Fragen können dich erwarten:

    • Wieso hast du dich bei uns beworben – und wo noch?
    • Was hast du in deinem Praktikum gemacht, was dir bei uns zugutekommt?

    Persönliche Fragen: Auch deine Soft Skills werden geprüft. Hier zahlt sich ebenfalls Ehrlichkeit aus, aber wenn es zu persönlich wird, kannst du natürlich auch vage bleiben. Das will der Personaler oft wissen:

    • Was würden deine Freunde als deine größte Schwäche nennen, was deine Eltern?
    • Was war bisher dein größter Erfolg?

    Schätz- und Stressfragen: Hier gibt es keine wirklich richtige Antwort. Vielmehr wird gecheckt, wie schnell du dich aus der Ruhe bringen lässt. Deswegen gilt: Keep calm, denke laut und lass dich nicht zu extremen Aussagen hinreißen – zum Beispiel bei diesen Fragen:

    • Wie viele Katzen leben in deutschen Haushalten?
    • Was hat dich an deinem letzten Chef so richtig genervt?

    Gegen Ende darfst du noch selber Fragen stellen. Nutze diese Gelegenheit und bereite dich schon zu Hause darauf vor, denn das signalisiert Interesse. Diese Fragen kommen gut an:

    • Mit welchen Tools arbeitet ihr?
    • Wie verläuft die Arbeit zwischen den Teams?
    • Wie sehen Weiterbildungsmöglichkeiten aus, kann ich zum Beispiel an SEO-Konferenzen teilnehmen?
    • Welche Karrierewege gibt es?
    • Wie sieht die Meeting-Kultur im Unternehmen aus?
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