Bewerbung im Bereich Mathematik.

Wahrscheinlich hast du es als Mathematiker mehr mit Zahlen als mit Worten, aber um das Schreiben einer Bewerbung kommst du nicht drum herum. Erfahre hier, was reingehört, was gar nicht geht und wie es im Bewerbungsprozess weitergeht.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Als Mathematiker wählst du wie allgemein im Bereich Naturwissenschaften – je nach Unternehmen – am besten ein klassisches oder modernes Bewerbungsmuster.

  2. Bestandteile der Bewerbung.

    Deine Bewerbung besteht standardmäßig aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Zeugnissen/Anlagen.

    Außerdem kannst du ein Deckblatt hinzufügen, das ist aber keine Pflicht. Informiere dich im Vorfeld, wie das Unternehmen die Bewerbung erhalten möchte – in der Regel per E-Mail oder über ein Bewerbermanagement-System.

  3. Das Anschreiben.

    Das Anschreiben ist mindestens genauso wichtig wie der Lebenslauf, aber im Gegensatz zu diesem listest du nicht nur deine Stationen auf, sondern konzentrierst dich auf deine Motivation und die Passung zur ausgeschriebenen Stelle. Dein Bewerbungsschreiben darf maximal eine Din A4 Seite umfassen – es gilt also, deine Skills auf den Punkt zu bringen und dich für das Wesentliche zu entscheiden. Und so ist dein Anschreiben aufgebaut:

    Kopf:

    An den Anfang stellst du deine Kontaktdaten sowie die des Unternehmens. Außerdem gehören Datum und Betreff in den Kopf.

    Einleitung:

    Die ersten zwei bis drei Sätze können entscheiden, ob der Personaler deine Bewerbung interessant findet. Es lohnt sich also, hier Zeit zu investieren, um einen individuellen und überzeugenden Einstieg zu finden.

    Hauptteil:

    Im Hauptteil gehst du auf deine Qualifikationen und deine Motivation ein und bringst diese mit den Anforderungen der Stellenbeschreibung in Verbindung. Praktika im naturwissenschaftlichen Bereich sind sehr gerne gesehen, und wenn du deine Abschlussarbeit zum Beispiel im Finanzbereich geschrieben hast, kann dir das für deine Bewerbung bei einer Bank natürlich zugutekommen. Ebenfalls wichtig sind auch für Mathematiker die Soft Skills, die du nicht einfach nur aufzählst, sondern mit Beispielen belegst.

    Schluss:

    In deinen letzten zwei bis drei Sätzen stellst du ein persönliches Kennenlernen in Aussicht, gibst, wenn danach gefragt wurde, deine Gehaltsvorstellung und deinen frühesten Einstiegstermin an und schließt mit freundlichen Grüßen. Seitenabschluss bilden dein ganzer Namen sowie deine (eingescannte) Unterschrift.

  4. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Nach einer positiven Rückmeldung auf deine Bewerbung als Mathematiker folgen weitere Schritte wie ein Online-Test, ein Assessment-Center und natürlich das persönliche Kennenlernen. Dabei erwarten dich nicht nur praktische Aufgaben, sondern auch jede Menge Fragen zu deiner Person und deinem Fachwissen:

    Fachfragen.

    Als Mathematiker musst du mit praktischen Aufgaben rechnen – sei es zum logischen Denkvermögen, zur Interpretation von Zahlen oder zu einem beratenden Kundengespräch. Außerdem können dir natürlich fachspezifische Fragen aus dem jeweiligen Schwerpunktbereich, in dem du anfangen willst, begegnen. Schnelles Kopfrechnen und analytisches Denken sind selbstverständlich.

    Allgemeine Fragen.

    Wie steht es um deine Motivation und was hast du bis jetzt so gemacht? Hier wird abgeklopft, ob du grundsätzlich zur Stelle und zum Unternehmen passt und auch wirklich dort arbeiten willst. Lege dir also unbedingt gute und individuelle Gründe zurecht.

    Persönliche Fragen.

    Hier geht es vor allem um Soft Skills wie Teamfähigkeit, Organisationstalent oder Konfliktfähigkeit. Mal wird zum Beispiel nach den Schwächen gefragt, mal nach deinem letzten großen Misserfolg. Mit Sympathie und Authentizität kommst du weit.

    Stressfragen.

    „Was hat dich an deinem letzten Chef so richtig genervt?“ ist eine typische Fangfrage. Lässt du dich dazu hinreißen, über deinen ehemaligen Vorgesetzten herzuziehen, kommt das nicht gut an. Besser: Ruhig und vage bleiben. Stressfragen wollen dich einfach nur aus der Reserve locken, die eine richtige Antwort gibt es hier nicht.

    Schätzfragen.

    Besonders als Mathematiker musst du mit Fragen rechnen, bei denen du schätzen musst. Dabei kommt es aber nicht darauf an, die genaue Zahl zu nennen, sondern vielmehr auf lautes, logisches Denken. Wichtig ist auch hier, dass du einen kühlen Kopf behältst.

    Eigene Fragen.

    Am Schluss wirst du gefragt, ob du noch etwas fragen willst. Willst du natürlich, denn damit zeigst du Interesse und Vorbereitung. Bleibe zunächst bei inhaltlichen Fragen wie:

    • Wie wird im Team kommuniziert?
    • Was für Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
    • Wie sehen die Karrierestufen aus?

    Weißt du alles, was du brauchst, kannst du auch Fragen zu den Rahmenbedingungen wie Urlaub oder Gehalt stellen.

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