Infos zum Bereich Buchhaltung.

Infos zum Bereich Buchhaltung.

Trocken und öde – so sehen viele die Buchhaltung. Doch was Buchhaltung eigentlich ist und welche Voraussetzungen man erfüllen muss, wissen die wenigsten. Wir geben dir hier einen Überblick über das alles andere als langweilige Berufsfeld und zeigen dir, wie du als Buchhalter Karriere machst.

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  1. Buchhaltung Definition.

    Was ist Buchhaltung eigentlich? Laut Definition gehört die Buchhaltung zu den Aufgaben des Rechnungswesens, genauer: des externen Rechnungswesens. Die Buchhaltung dokumentiert alle sogenannten Geschäftsvorfälle. Das sind alle Vorgänge, die das Vermögen einer Firma betreffen, zum Beispiel Kundengeschäfte, Lohnzahlungen oder Kredite.

  2. Aufgaben in den verschiedenen Buchhaltungs-Abteilungen.

    Je größer die Firma ist, desto differenzierter sind die Aufgaben als Buchhalter:

    Finanz- und Bilanzbuchhaltung.

    In der Finanz- und Bilanzbuchhaltung übst du eine steuernde und kontrollierende Funktion im Finanz- und Rechnungswesen eines Unternehmens aus. Als Bilanzbuchhalter erhebst du betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus der Geschäfts- und Betriebsbuchhaltung (zum Beispiel für Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse) und bewertest die Bilanzen. Deine Ergebnisse präsentierst du der Geschäftsleitung und gibst Empfehlungen für unternehmerische Entscheidungen.

    Lohnbuchhaltung.

    Daneben gibt es die Lohnbuchhaltung. Deren Aufgabe ist die korrekte Abrechnung von Löhnen und Gehältern und den dazugehörigen Sozialleistungen. Darunter fallen Renten- und Krankenversicherungsbeiträge sowie die Zahlungen an die Arbeitslosenversicherung. Auf Grundlage von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen berechnen Lohnbuchhalter dabei auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem die Pflege der Personalakten, die Lohnsteuer-Anmeldung sowie die Erstellung von Buchungsbelegen für die Finanzbuchhaltung.

    Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung.

    Die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung kümmert sich um die Abwicklung aller eingehenden und ausgehenden Rechnungen.

    Anlagenbuchhaltung.

    Doch Firmen besitzen nicht nur finanzielles Vermögen. Auch Güter, zum Beispiel Maschinen und Immobilien, gehören dazu. Diese zu verwalten, ist die Aufgabe der Anlagenbuchhaltung.

  3. Voraussetzungen.

    Da die Bezeichnung „Buchhalter“ nicht geschützt ist, ist es möglich, auch ohne abgeschlossene Ausbildung Buchhalter zu werden. In der Praxis gilt in der Regel jedoch die Voraussetzung, dass du entweder eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hast oder ein Studium im Bereich Finanz- und Versicherungswirtschaft.

    Je nachdem, für welche Art der Buchhaltung du dich bewirbst, sind weitere Kenntnisse erforderlich. Um zum Beispiel den Beruf des Lohnbuchhalters kompetent ausführen zu können, musst du über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Lohnsteuerrecht verfügen sowie die relevanten EDV-Programme bedienen können. Erste praktische Erfahrungen durch Praktika oder eine Tätigkeit als Werkstudent sind dabei häufig von Vorteil.

    Da du besonders als Lohnbuchhalter über die Gehälter aller Mitarbeiter Bescheid weißt, wird in der Buchhaltung Verschwiegenheit vorausgesetzt. Weitere Soft Skills sind unter anderem:

    • Analytische und genaue Arbeitsweise
    • Kommunikatives Geschick & professionelles Auftreten
    • Gute Englischkenntnisse
    • Hohe Lernbereitschaft, um zum Beispiel die Prüfung zum „geprüften Bilanzbuchhalter“ abzulegen
  4. Berufschancen als Buchhalter.

    Möchtest du im Bereich Buchhaltung Karriere machen, kommst du an regelmäßigen Weiterbildungen nicht vorbei. So bleibst du auf dem neuesten Stand, was gesetzliche und steuerrechtliche Veränderungen angeht. Zudem wirst du an der Prüfung zum Bilanzbuchhalter nicht vorbeikommen. Nur mit dieser bist du für die anspruchsvollsten Aufgaben qualifiziert und kannst dir einen sehr guten Verdienst sichern.

    Hast du genügend Praxiserfahrung gesammelt, kannst du dich als Buchhalter selbstständig machen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten. So darfst du nicht bezüglich Steuersachen beraten und auch keine Beratung in sozial- oder arbeitsversicherungsrechtlichen Fällen anbieten. Stattdessen kümmerst du dich vor allem um die Führung von Aufzeichnungen und Bücher für die Besteuerung. Bist du geprüfter Bilanzbuchhalter, darfst du zudem weiterführende Aufgaben wie die Einrichtung der Buchhaltung oder die Aufstellung der Jahresabschlüsse übernehmen.

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