Buchhaltung: Infos zum Berufsfeld

Buchhaltung: Infos zum Berufsfeld

Trocken und öde – so sehen viele die Buchhaltung. Doch was Buchhaltung eigentlich ist und welche Voraussetzungen man erfüllen muss, wissen die Wenigsten. Wir geben dir hier einen Überblick über das alles andere als langweilige Berufsfeld und zeigen dir, wie du als Buchhalter Karriere machst.

Definition Buchhaltung

Was ist Buchhaltung eigentlich? Laut Definition gehört die Buchhaltung zu den Aufgaben des Rechnungswesens, genauer: des externen Rechnungswesens. Die Buchhaltung dokumentiert alle sogenannten Geschäftsvorfälle. Das sind alle Vorgänge, die das Vermögen einer Firma betreffen, zum Beispiel Kundengeschäfte, Lohnzahlungen oder Kredite.

Arbeitgeber aus dem Bereich Buchhaltung

Bereiche in der Buchhaltung

Als Buchhalter kannst du eine Reihe an Aufgaben übernehmen. Je größer die Firma ist, desto differenzierter sind die Aufgaben als Buchhalterin.

Folgende Aufgabenfelder sind unter anderem möglich:

  • Finanz- und Bilanzbuchhaltung
  • Lohnbuchhaltung
  • Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung
  • Anlagenbuchhaltung

Buchhaltung Studium

Erstmal eine Info vorab: Es gibt nicht den einen Weg und nicht die eine klassische Ausbildung zum Buchhalter. Um Buchhalter zu werden, musst du auch nicht unbedingt studiert haben. Der Weg kann über eine abgeschlossene, kaufmännische oder verwaltende Ausbildung und eine anschließende Weiterbildung zum Buchhalter führen.

Kommt für dich ein Studium infrage, ist auch das eine gute Alternative, um Buchhalter zu werden. Passend sind Studiengänge im Bereich Wirtschaft und Rechnungswesen. Bei diesen Studiengängen handelt es sich um Bachelor-Studiengänge, die meist sechs bis acht Semester dauern. Hast du das Studium erfolgreich beendet, hast du den Titel Bachelor of Arts (B.A.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) in der Tasche.

Nach dem Bachelorstudium besteht natürlich immer noch die Möglichkeit, einen passenden Master anzuhängen. Dies erleichtert dir den Berufseinstieg und qualifiziert dich je nach Spezialisierung für noch mehr Aufgabenbereiche.

Was muss man studieren, um als Buchhalter zu arbeiten?

Möchtest du Buchhalter werden, eignen sich dafür einige Studiengänge. Besonders passend ist beispielsweise der Studiengang Finanz- und Rechnungswesen. Während der Studienzeit lernst du wichtige Inhalte kennen, beispielsweise in den Bereichen Finanzwirtschaft, Nationale Rechnungslegung, Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsenglisch. Um während des Studiums gleichzeitig Praxiserfahrung zu sammeln, kannst du den Studiengang auch dual studieren.

Weitere geeignete Studiengänge sind:

  • Betriebswirtschaftslehre (BWL)
  • Business Administration
  • Finanzmanagement
  • Controlling

Was muss ich als Buchhalterin können?

Da die Bezeichnung „Buchhalter“ nicht geschützt ist, ist es möglich, auch ohne abgeschlossene Ausbildung Buchhalter zu werden. In der Praxis gilt in der Regel jedoch die Voraussetzung, dass du entweder eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium im Bereich Finanz- und Versicherungswirtschaft abgeschlossen hast..

Je nachdem, für welche Art der Buchhaltung du dich bewirbst, sind weitere Kenntnisse erforderlich. Um zum Beispiel den Beruf des Lohnbuchhalters kompetent ausführen zu können, musst du über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Lohnsteuerrecht verfügen sowie die relevanten EDV-Programme bedienen können. Erste praktische Erfahrungen durch Praktika oder eine Tätigkeit als Werkstudent sind dabei häufig von Vorteil.

Da du besonders als Lohnbuchhalterin über die Gehälter aller Mitarbeiter Bescheid weißt, wird in der Buchhaltung Verschwiegenheit vorausgesetzt. Weitere Soft Skills sind unter anderem:

  • Analytische und genaue Arbeitsweise
  • Kommunikatives Geschick & professionelles Auftreten
  • Gute Englischkenntnisse
  • Hohe Lernbereitschaft, um zum Beispiel die Prüfung zum „geprüften Bilanzbuchhalter“ abzulegen

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    Was macht man als Buchhalter?

    Als Buchhalter übernimmst du Aufgaben im Bereich Finanz- und Rechnungswesen. Du bearbeitest ein- und ausgehende Rechnungen, überprüfst diese auf Richtigkeit und kümmerst dich auch um die Buchung der Rechnungen. Außerdem kennst du dich als Buchhalter auch mit Steuern aus. Du klärst steuerliche Fragen und fasst Steuererklärungen ab.

    In großen Unternehmen kümmerst du dich als Buchhalter in der Regel nur um einen Teilbereich des Rechnungswesens. Das heißt, du bist beispielsweise in der Personalbuchhaltung oder Kostenrechnung eingesetzt. Arbeitest du als Buchhalter in einem kleineren Unternehmen, verantwortest du meist das gesamte Finanz- und Rechnungswesen des Betriebs. Folgende Bereiche und Aufgaben können auf dich als Buchhalter zukommen:

    Finanz- und Bilanzbuchhaltung

    In der Finanz- und Bilanzbuchhaltung übst du eine steuernde und kontrollierende Funktion im Finanz- und Rechnungswesen eines Unternehmens aus. Als Bilanzbuchhalter erhebst du betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus der Geschäfts- und Betriebsbuchhaltung (zum Beispiel für Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse) und bewertest die Bilanzen. Deine Ergebnisse präsentierst du der Geschäftsleitung und gibst Empfehlungen für unternehmerische Entscheidungen.

    Lohnbuchhaltung

    Daneben gibt es die Lohnbuchhaltung. Deren Aufgabe ist die korrekte Abrechnung von Löhnen und Gehältern und den dazugehörigen Sozialleistungen. Darunter fallen Renten- und Krankenversicherungsbeiträge sowie die Zahlungen an die Arbeitslosenversicherung. Auf Grundlage von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen berechnen Lohnbuchhalter dabei auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem die Pflege der Personalakten, die Lohnsteuer-Anmeldung sowie die Erstellung von Buchungsbelegen für die Finanzbuchhaltung.

    Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung

    Die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung kümmert sich um die Abwicklung aller eingehenden und ausgehenden Rechnungen.

    Anlagenbuchhaltung

    Doch Firmen besitzen nicht nur finanzielles Vermögen. Auch Güter, zum Beispiel Maschinen und Immobilien, gehören dazu. Diese zu verwalten, ist die Aufgabe der Anlagenbuchhaltung.

    Da dein Job in der Buchhandlung vor allem im Sitzen stattfindet, solltest du unbedingt darauf achten, dass du dich nach der Arbeit und in der Pause viel bewegst. Ein Arbeitgeber, der dir Fitnessangebote in Aussicht stellst, ist deshalb für dich natürlich genau das Richtige:

    Diese Unternehmen bieten den Benefit Fitnessangebote:

    Berufsaussichten im Bereich Buchhaltung

    Möchtest du im Bereich Buchhaltung Karriere machen, kommst du an regelmäßigen Weiterbildungen nicht vorbei. So bleibst du auf dem neuesten Stand, was gesetzliche und steuerrechtliche Veränderungen angeht. Zudem wirst du an der Prüfung zum Bilanzbuchhalter nicht vorbeikommen. Nur mit dieser bist du für die anspruchsvollsten Aufgaben qualifiziert und kannst dir einen sehr guten Verdienst sichern.

    Hast du genügend Praxiserfahrung gesammelt, kannst du dich als Buchhalter selbstständig machen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten. So darfst du nicht bezüglich Steuersachen beraten und auch keine Beratung in sozial- oder arbeitsversicherungsrechtlichen Fällen anbieten. Stattdessen kümmerst du dich vor allem um die Führung von Aufzeichnungen und Bücher für die Besteuerung. Bist du geprüfter Bilanzbuchhalter, darfst du zudem weiterführende Aufgaben wie die Einrichtung der Buchhaltung oder die Aufstellung der Jahresabschlüsse übernehmen.

    Bewerberguide für den Bereich Finance

    Hier bekommst du alle Infos für einen erfolgreichen Berufseinstieg in der Buchhaltung.

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