Gehalt im Bereich Grafikdesign.

von
1.834 €
Ø
2.530 €
bis
3.747 €

Die eigene Kreativität ausleben und Geld verdienen – das gibt es nicht? Als Grafikdesigner verdient man sein tägliches Brot entweder in Agenturen oder als Selbstständiger. Wie hoch das Einstiegsgehalt ist, wie die Gehaltsentwicklung aussieht und wie man den Verdienst noch steigern kann, erfährst du hier.

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  1. Grafikdesign Gehalt.

    Grafikdesigner machen in der Regel ihre Leidenschaft zum Beruf. Das klingt verdächtig nach schlechter Bezahlung? Ganz falsch liegst du mit dieser Vermutung nicht: Reich werden Grafikdesigner in ihrem Beruf nicht. Doch man kann von dem Job leben, und immerhin lässt sich in den letzten Jahren ein leichter Anstieg in den Gehältern beobachten.

    Bevor du in den Beruf startest, musst du dir natürlich trotzdem klarmachen, dass du dir trotz harter Arbeit keine goldene Nase verdienen wirst. Überstunden und Wochenendarbeit sind keine Seltenheit, werden aber nicht unbedingt ausgezahlt. Doch kein Grund zum Unmut: Es gibt verschiedene Faktoren, die das Gehalt verbessern können und außerdem die Möglichkeit einer freien Zeiteinteilung als Freelancer. Zudem kannst du in kaum einem anderen Job deiner Kreativität so freien Lauf lassen.

  2. Einstiegsgehalt und Entwicklung.

    Zu Beginn deiner Grafikdesigner-Karriere musst du eine kurze Durststrecke in Kauf nehmen, denn die Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Schulen wird sogar ein Aufnahme- oder Prüfungsgeld fällig. Da einerseits die Agenturen günstige Grafikdesigner brauchen und andererseits Grafikdesign-Studenten oder frischgebackene Absolventen für solche Jobs Schlange stehen, sind Ausnutzung und ewig verlängerte Praktikantenverträge leider keine Seltenheit. Lass dich hier nicht einschüchtern und mach aus der Not eine Tugend: Durchsetzungsvermögen sollte man sich im Berufsleben sowieso möglichst früh aneignen. Werkstudenten und Praktikanten, die sich gut anstellen, winkt dafür oft eine Festanstellung.

    Und was ist nach dem Studium, nach erfolgreicher Bewerbung – wenn man endlich festangestellt ist? Das durchschnittliche Grafikdesigner-Gehalt nach abgeschlossener Berufsausbildung liegt bei 2.120 Euro im Monat. Die folgende Aufstellung zeigt die durchschnittliche Gehaltsentwicklung in den Jahren darauf:

    ALTER BRUTTO-EINKOMMEN
    25 Jahre 2.292 Euro
    30 Jahre 2.483 Euro
    35 Jahre 2.731 Euro
    40 Jahre 2.897 Euro
    45 Jahre 3.169 Euro
    50 Jahre 3.111 Euro

    Quelle: gehaltsvergleich.com

  3. Einflussfaktoren.

    Wie du siehst, steigert die wachsende Berufserfahrung das Gehalt deutlich. Es gibt noch weitere Faktoren, die im Allgemeinen Gehaltsunterschiede ausmachen.

    Einmal ist es die Frage, wo in Deutschland du arbeitest. In nahezu allen Medienberufen verdient man besser, je weiter westlich und südlich man arbeitet. In den neuen Bundesländern ist der Lohn noch nicht so hoch. Auch die Grafiker machen hier keine Ausnahme: In Hessen verdienen sie durchschnittlich 2.594 Euro, in Brandenburg beispielsweise 1.919 Euro. Dafür sind die Lebenshaltungskosten hier auch niedriger.

    Auch die Unternehmensgröße spielt eine Rolle. Grundsätzlich gilt: Konzerne und große Unternehmen (besonders über 500 Angestellte) können mehr zahlen als kleine und mittelständische Unternehmen. Ob du zum Beispiel in einer Firma arbeitest, die eine Handvoll Mitarbeiter hat oder in einem Unternehmen mit 800 Angestellten, kann deinen monatlichen Lohn um einige hundert Euro beeinflussen.

    Ein Gehaltsfaktor, der besonders im Bereich Grafikdesign die grobe Einschätzung des Verdiensts schwierig macht, ist der Abschluss. Man kann eine Ausbildung zum Grafikdesigner machen, oder Design studiert haben; hier spielt dann auch eine Rolle, ob du einen Bachelor- oder Masterabschluss hast. In der Regel bekommen Absolventen eines Studiums etwas mehr Gehalt, das muss aber nicht zwingend so sein. Mit etwas Glück ist auch nach einer schulischen Ausbildung dein Gehalt gar nicht schlecht.

    Ein anderer Faktor, der im Bereich Grafikdesign recht ausschlaggebend für die Höhe des Salars ist, ist die Branche. Am besten verdienen Designer in der Industrie, aber auch im Marketing sieht es nicht schlecht aus.

    Eine sichere Art, dein Gehalt zu steigern, sind Weiterbildungen und das Übernehmen von Verantwortung. Es gibt Qualifizierungen, wie etwa die zum Medienfachwirt, zum Techniker oder Industriemeister, mit denen du zwar mehr verdienen kannst, aber sich auch dein Tätigkeitsbereich verschiebt. Auf jeden Fall gilt es bei der Entscheidung, ob man Grafikdesigner werden will oder nicht, zu beachten, dass dieser Weg keine Einbahnstraße ist. Du kannst dich immer weiterentwickeln. Viele Grafikdesigner steigen mit langjähriger Berufserfahrung zum Art Director oder Creative Director auf und verdienen in dieser Position deutlich besser.

  4. Freelancer.

    Als Grafikdesigner kannst du dich auch selbstständig machen. Hier ist es natürlich schwierig, konkrete Angaben zum Einkommen zu machen, da es keinen festen monatlichen Betrag gibt: Das Honorar eines Freelancers hängt von der Menge und dem Umfang der Aufträge sowie des Tagessatzes ab. Es ist dann besonders wichtig, im Vorfeld genau abzuklären: Wirst du pro Stunde bezahlt oder gibt es einen Gesamtpreis für das Projekt?

    Im Fall eines Pauschalpreises musst du vorher abschätzen, wie viel Arbeitsaufwand und Zeit das Projekt in Anspruch nehmen wird und ob es gut planbar ist. So ein Projekt kostet (selbstredend abhängig vom Umfang) einige tausend Euro; hier gilt es, selbstbewusst und durchsetzungsfähig zu sein und den Preis zu verteidigen. Lege deinem Auftraggeber dar, wieso der Preis angemessen ist und zeige veranschaulichend, wie viele Entwürfe und Arbeitsstunden notwendig sind, um schließlich das finale Produkt zu liefern.

    Um als Freelancer erfolgreiche Arbeit zu leisten, musst du ehrgeizig und gut organisiert sein sowie Kontakte aufbauen und pflegen. Zufriedene Kunden empfehlen dich weiter; ein gutes Netzwerk ist also das A und O für die Kundenakquise. Außerdem brauchst du gewissermaßen als Visitenkarte eine gute Mappe oder Website, die deine bisherigen Projekte und Erfolge vorstellt.

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