Infos im Bereich Grafikdesign.

Infos im Bereich Grafikdesign.

Design ist deine Leidenschaft und du hast sowohl einen Sinn für Ästhetik als auch für Zahlen und fixe Fristen? Dann lass doch als Grafikdesigner deiner Kreativität freien Lauf und übe einen der aktuell beliebtesten Berufe aus. Hier erfährst du, wie du Ausbildung und Berufseinstieg meisterst!

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  1. Definition Grafikdesign.

    Grafikdesign ist die visuelle Gestaltung von Elementen, welche die Kommunikation von Medien unterstützen sollen. Gedanken und Inhalte sollen so dargestellt werden, dass sie auf den ersten Blick verständlich sind und die Aufmerksamkeit des Lesers sichern. Grafikdesign dient also letztlich der Kommunikation, genau wie Schrift oder Sprache.

    Grafikdesign wird in nahezu allen Bereichen des Lebens benötigt; in Wirtschaft und Politik, Kultur und Wissenschaft. Beispiele sind:

    • Icons
    • Schriften
    • Prospekte
    • Plakate
    • Verpackungen
    • Webpräsenzen

    Sogar komplexe Projekte wie Corporate Design, also die einheitliche optische Darstellung eines Unternehmens, fallen in den Aufgabenbereich eines Grafikdesigners. Tatsächlich wird es aktuell immer wichtiger, Inhalte kompakt und leicht verständlich darzustellen, da die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne der Menschen ständig kürzer wird.

    Grafikdesign ist zwar ein Klassiker, doch der Beruf hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Schon gegen Mitte des 20. Jahrhunderts etablierte sich der Begriff graphic design. Seitdem wurde das Grafikdesign stark durch die Veränderungen in der Medienwelt beeinflusst, vor allem, da es immer mehr Werbung gab. Spätestens die zunehmende Digitalisierung wandelte den Beruf des Grafikdesigners vollends. Einerseits wurde es möglich, digitale Grafiken am Computer zu entwerfen. Andererseits gab es ganz neue technische Kommunikationswege, wodurch sich die Kommunikation mit den Kunden grundlegend änderte und damit die Reichweite eines Designers erweiterte.

    Und was ist Mediendesign? Oder Kommunikationsdesign? Diese Bereiche haben tatsächlich inhaltliche Überschneidungen mit dem Grafikdesign, doch natürlich gibt es auch Unterschiede. So konzentrieren sich Mediendesigner noch stärker auf den digitalen Bereich und Webdesign. Sie produzieren zum Beispiel Animationen, Spiele, Apps oder Filme. Das Kommunikationsdesign ist dem Grafikdesign hingegen sehr ähnlich, oft werden die Begriffe auch gleichbedeutend verwendet.

  2. Wege ins Grafikdesign: Ausbildung oder Studium.

    Und wie wird man nun Grafikdesigner? Es gibt verschiedene Wege, du kannst sowohl eine Ausbildung machen als auch Grafikdesign oder verwandte Fächer studieren.

    Studium.

    Für das Grafikdesign-Studium gibt es in aller Regel keinen Numerus Clausus. Stattdessen bewirbst du dich mit einer Mappe, die von deinen Fähigkeiten und deiner Kreativität zeugt. Oft gibt es auch noch eine Aufnahmeprüfung. Wie diese abläuft, hängt von der Hochschule ab. Es kann ein persönliches Gespräch oder eine künstlerische Aufgabe sein.

    Besonders am Grafikdesign–Studium: Viele Hochschulen setzen kein Abitur voraus. Du kannst dich auch durch besonderes Talent oder eine berufliche Qualifizierung für das Studium hervortun. Das hängt dann vom jeweiligen Bundesland ab. Allerdings gilt überall: Es kommen sehr viele Bewerber auf einen Studienplatz, sowohl im Bachelor als auch im Master. Ein Kinderspiel ist die Aufnahme ins Grafikdesign–Studium daher nie!

    Der Bachelor of Arts (BA) für Grafikdesign dauert sechs bis acht Semester und beinhaltet oft ein Praxis- oder Auslandsemester. Je nachdem wie viele Leistungspunkte man im Bachelor schon absolviert hat, umfasst der Master of Arts (MA) oder der Master of Fine Arts (MFA) dann zwei bis vier Semester. Welche Inhalte erwarten dich im Bachelor bzw. Master? Die folgende Tabelle liefert dir eine Übersicht:

    INHALTE BACHELOR INHALTE MASTER
    Gestaltungsgrundlagen (Zeichnen, Form, Farbe, Komposition) Kommunikations- und Medienwissenschaften
    Entwurfstechniken visuelle Kommunikation Ästhetik
    Illustration und Collage Gestaltungstheorien
    Digitale Medien Typografie
    Print- und Screendesign Informationsdesign
    Typografie Bild/Text-Konzeption
    Corporate Design Werbung
    Web- und App-Design Film/Video
    Medientechnik Art Direction
    Kunst- und Designgeschichte Hypermedia
    Fotografie Fotografie
    Layout Illustrative Gestaltung
    Grafik in Raum und Umgebung Produkt & Kommunikation
    Film Digitale Illustration & Animation

    (Quelle: https://www.medien-studieren.net/studiengaenge/grafikdesign/) Allerdings erwarten dich auch ökonomische Inhalte im Studium, etwa Projektmanagement, Digitale Ökonomie, Medienrecht und Designmanagement. Schließlich muss ein Grafikdesigner sich nicht nur kreativ austoben, sondern auch die Zahlen im Blick behalten und dem Kunden noch vor dem ersten Pinselstrich einen Kostenvoranschlag machen können. Die Hochschulen legen also zu Recht so großen Wert auf Interdisziplinarität im Grafikdesign–Studium.

    Ausbildung.

    Die Grafikdesign–Ausbildung ist ein staatlich anerkannter Studiengang. Man kann die schulische Ausbildung an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen und an Berufskollegs machen. Sie dauert zwei bis drei Jahre; in dieser Zeit ist meist ein Praktikum vorgesehen. Diese Ausbildung ist nicht vergütet, an manchen Schulen fallen Kosten an. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Auch hier reichst du zusätzlich eine Mappe ein, die dein Können und deine Kreativität unter Beweis stellt. Neben dieser Arbeitsprobe gibt es wiederum eine Eignungsprüfung. Während oder nach der Ausbildung zum Grafikdesigner kannst du dich auf einen Fachbereich spezialisieren, der dich besonders interessiert oder den du besonders gut kannst.

  3. Voraussetzungen.

    Zwar ist Grafikdesigner keine geschützte Berufsbezeichnung, doch natürlich verlangen die Arbeitgeber in aller Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung in dem Bereich, zumal es keinen Mangel an Grafikdesignern gibt. Aber welche persönlichen Voraussetzungen solltest du erfüllen, um erfolgreich als Grafikdesigner zu arbeiten?

    Woran jeder als erstes denkt, ist offensichtlich: Man muss ohne Ende kreativ sein und höllisch gut zeichnen können. Oder? Nicht ganz. Zeichentalent ist zu digitalen Zeiten gar nicht mehr so unabkömmlich, abgesehen natürlich von groben Skizzen, die du flott für einen Kunden anfertigen können solltest. Das heißt, du solltest schon einmal einen Stift in der Hand gehalten haben. Doch Sorgfalt, eine ruhige Hand und 15 Punkte im Kunst-Leistungskurs bringen dich nicht unbedingt weiter, denn es gibt noch andere wichtige Voraussetzungen.

    Als Grafikdesigner bist du vor allem Dienstleister. Du musst kundenorientiert und kommunikationsfähig sein, eine rasche Auffassungsgabe haben sowie lernbereit für neue Trends in der Branche sein. Außerdem benötigst du die Fähigkeit, abstrakte Inhalte im Kopf zu ordnen um sie anschaulich zu visualisieren. Du solltest auch ein Grundverständnis von Wirtschaft haben. Selbstredend musst du die gängigen Bildbearbeitungs- und Gestaltungsprogramme beherrschen, das lernst du aber spätestens im Studium.

    Natürlich sollten dir trotzdem nicht die Leidenschaft für Design und ein gewisses künstlerisches Talent fehlen. Das hat aber auch eine Kehrseite: Der Künstler in dir muss damit leben können, dass du dein kreatives Schaffen den Wünschen deines Auftraggebers und den Vorstellungen deines Chefs unterordnen muss. Es gibt mit Sicherheit in jeder Grafikdesigner–Laufbahn den ein oder anderen frustrierenden Moment, in dem man ein Design anders entwerfen soll, als einem lieb wäre. Außerdem musst du dir klarmachen, dass deine Arbeit fast ausschließlich am Computer stattfindet.

  4. Konkrete Aufgaben im Grafikdesign.

    Je nachdem, in welchem Grafikdesign-Job du einsteigst, können dich folgende Aufgabenfelder erwarten:

    • Illustration
    • Typografie
    • Druckgrafik
    • Desktop-Publishing
    • Corporate Identity
    • Werbung
    • Fotografie
    • Film

    Und wo arbeitet man als Grafikdesigner? Zum Beispiel in:

    • Werbe-, Medien- oder PR-Agenturen,
    • Grafikdesign-Büros,
    • PR-Abteilungen oder Marketing-Abteilungen größerer Firmen,
    • Verlagen
    • oder als Freelancer.

    Ein Tagesablauf als Grafiker könnte so aussehen: In der Agentur beantwortest du E-Mails, telefonierst und erledigst täglich anfallende Aufgaben. Später triffst dich mit einer Kundin und redest mit ihr über ihre Wünsche und Vorstellungen. Du selbst gibst Einschätzungen über die Machbarkeit ab und natürlich auch über den Preis. Zurück im Büro brainstormst du und sammelst Ideen. In den nächsten Tagen arbeitest du einige Konzeptvorschläge aus, welche der Kundin zugemailt oder beim nächsten Treffen vorgestellt werden. Natürlich kann es auch sein, dass du zeitgleich mehre Projekte bearbeitest.

  5. Zukunftsaussichten für Grafikdesigner.

    Designberufe erleben einen großen Aufschwung und es gibt großen Bedarf in den verschiedensten Branchen. Mit der zunehmenden Digitalisierung wird dieser Beruf sogar gefragter denn je. Allerdings gibt es ja auch viele Absolventen: Man wird sich also immer seinen Platz erkämpfen müssen.

    Bewirbst du dich als Grafikdesigner, solltest du wissen, dass der Beruf auch anstrengende Seiten haben kann: Wochenendarbeit, Überstunden und gelegentlich sogar Nachtschichten sind nicht ausgeschlossen, wenn ein Projekt fristgerecht beendet muss. Dafür haben Grafiker wie kaum andere in ihrem Beruf die Möglichkeit, kreativ zu sein und zu gestalten – in der Hinsicht haben sie wiederum große Spielräume.

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