Bewerbung im Bereich Grafikdesign.

Eine Bewerbung im kreativen Bereich ist eine besondere Herausforderung. Erfahre hier, wie eine überzeugende Bewerbung Grafikdesigner aussieht und wie du im Vorstellungsgespräch punktest.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Im Grafikdesign kannst du deiner Kreativität vollen Lauf lassen – Inspiration bietet unser originelles Bewerbungsmuster.

  2. Bestandteile der Grafikdesign-Bewerbung.

    Deine Bewerbung im Bereich Grafikdesign besteht aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Zeugnissen/Anlagen.

    Du kannst auch noch ein Deckblatt anfügen. Das ist zwar nicht zwingend nötig, aber es ist die perfekte Chance, deine Kreativität unter Beweis zu stellen. Gerade weil es in dem Job als Grafikdesigner um gestalterisches Talent geht, dient deine Bewerbung quasi schon als erste Arbeitsprobe. Zusätzlich wird in den allermeisten Fällen bereits in der Stellenanzeige nach Referenzen verlangt. Falls das nicht der Fall ist, bieten sie sich trotzdem für einen nachhaltigen ersten Eindruck an.

  3. Anschreiben als Grafikdesigner.

    Im Lebenslauf listest du deine bisherigen Stationen vom Studium über das Praktikum oder die Werkstudententätigkeit bis hin zum Abschluss antichronologisch auf. Wenn du ein Foto zur Bewerbung hinzufügen willst, gehört es auch hierhin. hier zählt Übersichtlichkeit: Der Personaler soll auf einen Blick sehen, was du mitbringst.

    Im Anschreiben hingegen stellst du den Bezug zur Stelle herzustellen und zeigst, warum du genau für den Job motiviert bist. Und so ist ein Bewerbungsschreiben aufgebaut:

    In den Kopf deiner Bewerbung gehören deine Kontaktdaten, die des Unternehmens und das Datum deiner Bewerbung. Es folgt der Betreff, zum Beispiel: „Bewerbung als Grafikdesignerin, Referenznr. XY“

    Die Einleitung entscheidet innerhalb von Sekunden, ob deine Bewerbung interessant ist. Das ist deine Chance, bereits in den ersten ein bis drei Sätzen mit einem individuellen Einstieg von dir und deinen Fähigkeiten zu überzeugen.

    Im Hauptteil gehst du genauer drauf ein, was du bisher als Grafikdesigner gemacht hast – und vor allem, wieso das relevant für die zu besetzende Stelle ist. Hast du zum Beispiel deine Masterarbeit über Corporate Design geschrieben, legst du die Schwerpunkte dar. Deine Soft Skills streust du am besten hier und da ein und belegst sie anhand von Interessen oder bisherige Tätigkeiten im Medienbereich.

    Am Schluss gibst du, wenn danach gefragt wurde, deine Gehaltsvorstellung und deinen frühesten Einstiegstermin an. Du endest mit der Aussicht auf ein persönliches Kennenlernen, mit freundlichen Grüßen – ohne Komma danach – und einer Unterschrift, die du vorher eingescannt hast.

  4. No-Gos für eine Bewerbung im Grafikdesign.

    Bei diesen Dingen sehen Personaler rot:

    • Sehr geehrte Damen und Herren: Wirft die Frage auf, ob du zu faul warst, den Ansprechpartner rauszufinden – oder einfach nur mit Copy/Paste arbeitest.
    • Standardfloskeln: „Hiermit bewerbe ich mich“ und tschüss. Das strotzt nicht gerade vor Prägnanz oder Motivation. Versuche stattdessen, direkt in das Thema einzusteigen und einen individuellen Einstieg zu wählen.
    • Rechtschreibfehler: Ebenso wie Grammatikfehler wirken diese höchst unprofessionell und verärgern den Leser der Bewerbung.
    • Würde, hätte, könnte: Du willst sicher nicht unsicher wirken, deswegen vermeidest du Konjunktive.
    • Blablabla: Versuche dein Anschreiben auf eine Seite zu begrenzen. Konzentriere dich besonders bei deinen beruflichen Stationen auf das Wesentliche. Dein Lebenslauf gibt ja schließlich noch detailliertere Informationen. Übersichtlichkeit zeichnet dich auch als guten Grafiker aus.
  5. Der weitere Bewerbungsprozess im Bereich Grafikdesign.

    Bei kreativen Berufen kann es sein, dass du im Bewerbungsprozess auch praktische Aufgaben lösen musst, entweder direkt vor Ort oder zu Hause in der Vorbereitung. Im Grafikdesign sind es zumeist künstlerische Aufgaben. Ebenso unvermeidlich ist das persönliche Gespräch, in dem dich folgende Fragen erwarten:

    Allgemeine Fragen, zum Beispiel:

    • Was war für dich der entscheidende Punkt für die Bewerbung für uns?
    • Hast du dich noch bei anderen Agenturen beworben?

    Persönliche Fragen, zum Beispiel:

    • Im Team gibt es Stress – was ist deine Rolle dabei?
    • Was war bisher dein größter Erfolg?

    Fachliche Fragen, zum Beispiel:

    • Welche drei Designer haben dich beeinflusst?
    • Welchen Schwerpunkt hast du in deinem Studium/deiner Ausbildung gewählt und wieso?

    Lass die Finger von auswendig gelernten Antworten. Allerdings solltest du über das Unternehmen Bescheid wissen und deine Motivation formulieren können. Weißt du etwas fachlich nicht, ist das nicht schlimm, du kannst es ehrlich sagen und dich wissbegierig zeigen. Neben deinem Können steht deine Persönlichkeit im Vordergrund: Bist du sympathisch und offen, kannst du mit bestimmten Situationen umgehen und passt du ins Team? Bist du authentisch, hast du schon halb gewonnen – auch wenn es Dinge gibt, die du deinem künftigen Arbeitgeber nicht auf die Nase binden musst, wie zum Beispiel das Jahr in Berlin, in dem du nur gefeiert und gejobbt hast.

    Eigene Fragen.

    Am Schluss kannst du eigene Fragen stellen und damit dein Interesse verdeutlichen. Gute Fragen sind zum Beispiel:

    • Wie sieht es mit internen und externen Weiterbildungsmöglichkeiten aus?
    • Mit welchen Programmen arbeitet ihr?
    • Wie läuft die Kommunikation im Team und mit Kunden ab?

    Fragen nach Gehalt und Urlaub kannst du natürlich auch stellen, aber vorher sollte inhaltlich alles klar sein.

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