Hardwareentwicklung: Infos zum Berufsfeld

Hardwareentwicklung: Infos zum Berufsfeld

Von Softwareentwicklung, Java und Co. hat jeder schon mal gehört. Aber was macht eigentlich ein Hardwareentwickler? Wir verraten es dir. Erfahre hier, was den Beruf des Hardwareentwicklers abwechslungsreich macht und was du für Voraussetzungen erfüllen musst.

Definition Hardwareentwicklung

Mit Hardwareentwicklung ist die Konzeption und Konstruktion von elektronischen Schaltungen und Geräten gemeint. Der Begriff Hardware umfasst alles, was zur technischen Ausrüstung eines Systems gehört, wie Computerteile, Modems oder USB-Sticks. Man unterscheidet zwischen verbauten und unverbauten Hardware-Komponenten: Verbaut sind zum Beispiel die Bauteile eines Smartphones, unverbaut sind Maus und Tastatur.

In Deutschland ist der Begriff Hardwareentwickler nicht geschützt und wird häufig synonym mit Elektronikentwickler oder Hardwaredesigner verwendet. Als Hardwareentwicklerin bist du ganz allgemein gesagt für die Entwicklung von Geräten zuständig.

Und was ist der Unterschied zur Software? Einfach gesagt ist alles, was man anfassen kann, Hardware, während Software nicht-physische Komponenten sind. Die Hardwareentwicklung erfolgt paradoxerweise durch Softwareanwendung, da die Entwicklung heutzutage digital stattfindet. Des Weiteren bauen Hardwareentwickler Prototypen und koordinieren die Layout-Entwicklung.

Bereiche der Hardwareentwicklung

Hardware ist ein umfassender Begriff. Allein zur Hardware eines Computers zählen z. B. folgende Komponenten:

  • Festplatten
  • Computergehäuse, Lüfter, Netzteile
  • Motherboard bzw. Mainboard
  • Prozessor
  • Arbeitsspeicher (RAM)
  • Laufwerke wie DVD-Laufwerk, Blu-ray-Laufwerk, externe Speicher
  • Ausgabegeräte wie Bildschirme, Beamer, Drucker
  • Eingabegeräte wie Maus, Tastatur
  • Einlesegeräte wie Scanner oder Kameras

Hinzu kommt, dass in so gut wie jeder Branche der Wirtschaft selbst entwickelte Hardware zum Einsatz kommt. Deine Einsatzgebiete als Hardwareentwicklerin sind also breit gefächert. Häufig arbeiten Hardwareentwickler in:

  • Unternehmen der IT, Elektronik und Prozesssteuerung
  • der Hardwareberatung
  • Entwicklungsbüros für Hardwarekomponenten

Diese wiederum stellen Hardware her, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommt – von der Fahrzeugtechnik über Chemie und Pharmazie bis hin zur Informations- und Kommunikationstechnologie.

Hardwareentwicklung Studium

Ein Studium der Hardwareentwicklung gibt es so direkt in Deutschland nicht. Du kannst aber einen Studiengang wie Informatik oder Elektrotechnik wählen und dich im Laufe deines Studiums auf die Hardwareentwicklung spezialisieren.

Im grundständigen Studium solltest du zuerst die Grundlagen in Höherer Mathematik, Maschinenbau, Materialwissenschaften, Elektrotechnik und Informatik lernen. Spezialisierst du dich im Laufe deines Studiums auf Computer Engineering, beschäftigst du dich u. a. mit folgenden Themen:

  • Datenstrukturen und Algorithmen
  • Programmierung
  • Rechnerarchitektur
  • Wirtschafts-Privatrecht
  • Softwareentwicklung
  • Digitaltechnik

Dein Bachelor-Studium dauert in der Regel sechs bis acht Semester und du schließt mit einem Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) ab.

Was muss man studieren, um Hardwareentwickler zu werden?

Um Hardwareentwickler zu werden, brauchst du ein abgeschlossenes Hochschulstudium, zum Beispiel in:

  • Elektrotechnik
  • Mikroelektronik
  • (Technische) Informatik
  • Nachrichtentechnik
  • Naturwissenschaften

Kein Studium zielt nur auf Hardwareentwicklung ab, sodass du in jedem Fall viel Grundlagenwissen im Bereich IT mitnimmst und früh mit Weiterbildungen zu Hardware anfangen solltest. Im Studium kannst du dich zum Beispiel in Richtung Telematik, Hardware-Software-Design oder Netzwerk- und Kommunikationstechnik spezialisieren. Viele Unternehmen wünschen sich auch Praxiserfahrungen, die du in Form von Praktika oder einer relevanten Werkstudententätigkeit sammeln kannst.

Was muss ich als Hardwareentwickler können?

Neben Ausbildung und praktischem Wissen solltest du Folgendes mitbringen:

  • Tiefes technisches Verständnis und sehr gute IT-Kenntnisse
  • Sicherer Umgang mit Programmiersprachen, Betriebssystemen, Schaltungsdesign
  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Hohes Qualitätsbewusstsein
  • Selbstständige, eigenverantwortliche Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität und Organisationstalent

Du siehst, Technik alleine reicht nicht – auch die Soft Skills eines Hardwareentwicklers müssen stimmen, da du im Arbeitsalltag eng mit den Kollegen aus der Softwareentwicklung zusammenarbeitest und auch mit Kunden in Kontakt bist.

Unternehmen im Bereich IT & Development:

Was macht ein Hardwareentwickler?

Als Hardwareentwickler erwartet dich ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag, in dem du einerseits technische Aufgaben übernimmst und dich andererseits viel mit Schnittstellen koordinierst. Auch die Absprachen mit anspruchsvollen Kunden beherrschst du. Diese konkreten Aufgaben erwarten dich als Hardwareentwickler:

  • Konzeption und Entwicklung von Hardwarekomponenten, Geräten, Schaltungsentwürfen und Prototypen
  • Durchführung von Anforderungsanalysen im Austausch mit dem Kunden
  • Erstellung von Tests und Wartung
  • Erstellung von Fertigungsunterlagen, Dokumentationen und Reportings
  • Marktrecherche
  • Koordination von Schnittstellen
  • Kundenberatung

Gesucht wirst du von IT- und Technologieunternehmen. Da Hardwareentwicklerinnen gefragt sind, kannst du dich auf ein sattes Gehalt freuen und dementsprechend selbstbewusst verhandeln. Im Vergleich zu anderen IT-Gehältern bewegst du dich mit der Hardwareentwicklung im oberen Feld.

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    Berufsaussichten für Hardwareentwickler

    Wenn du dich als Hardwareentwickler bewirbst, stellst du die Weichen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft, denn Hardware ist die Grundlage für erfolgreiche Produktion. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du zunehmend Verantwortung in Projekten übernehmen und dich bis zu einer Leitungsposition hocharbeiten. Eine andere Möglichkeit ist, sich selbstständig zu machen – beachte dabei, dass es natürlich eine Weile dauert, sich einen Stammkundenkreis aufzubauen.

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