Bewerbung im Bereich Hardwareentwicklung.

Bewerben muss gar nicht so schwer sein: Zeig, was du willst und was du kannst, und mit ein paar Kniffen bekommst du Lebenslauf und Anschreiben überzeugend hin. Hier erfährst du, was deine Bewerbung als Hardwareentwickler braucht und wie du im weiteren Bewerbungsprozess punktest.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Für eine Bewerbung im Bereich Hardwareentwicklung bietet sich grundsätzlich sowohl das klassische als auch das moderne Muster an.

  2. Das gehört in deine Bewerbung.

    Eine IT-Bewerbung unterscheidet sich formal nicht von anderen Bewerbungen, dementsprechend hat auch deine Bewerbung im Bereich Hardwareentwicklung folgende Bestandteile:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Anlagen

    Außerdem kannst du ein Deckblatt für einen guten ersten Eindruck anfügen. Zu den Anlagen gehören zum einen Zeugnisse von deinen Abschlüssen und bisherigen praktischen Tätigkeiten wie Praktika oder Werkstudentenjobs. Zum anderen zählen dazu Bescheinigungen wie Zertifikate von Weiterbildungen oder Sprachkursen. Das Design deiner Bewerbung im Bereich Hardwareentwicklung wählst du je nach Branche und Firma: Beim Traditionsunternehmen kommt eine klassische Gestaltung gut an, beim Tech-Startup kannst du moderner sein. Überlade weder Anschreiben noch Lebenslauf, sondern sorge stets für Übersichtlichkeit. Der Personaler sollte auf den ersten Blick sehen, was du mitbringst, und nicht erst relevante Informationen suchen müssen. Hast du alles zusammen, schickst du deine Bewerbung per E-Mail oder Bewerbermanagement-System an das Unternehmen.

  3. Das Anschreiben.

    Während du im Lebenslauf kurz und übersichtlich deine persönlichen Daten, deine bisherigen Stationen und deine Kenntnisse auflistest, dient das Anschreiben vor allem dazu, deine Motivation für den Job in der Hardwareentwicklung auszudrücken und zu zeigen, warum du der oder die Richtige für die ausgeschriebene Stelle bist. Dein Anschreiben gliedert sich in drei Blöcke.

    Die Einleitung.

    In den ersten zwei bis drei Sätzen weckst du die Aufmerksamkeit des Lesers und bringst deine Motivation für die Bewerbung auf den Punkt. Sei hier möglichst konkret, denn das zeigt, dass du dich wirklich mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt hast.

    Der Hauptteil.

    Im Hauptteil gehst du auf dein Studium, deine bisherigen praktischen Tätigkeiten und deine sonstigen (IT-) Kenntnisse ein. Wichtig ist hier, dass du nicht einfach nur aufzählst, sondern deine Angaben belegst und mit der ausgeschriebenen Stelle in Verbindung bringst:

    • Wo hat sich zum Beispiel deine Teamfähigkeit gezeigt?
    • Was hat deine Abschlussarbeit mit Hardwareentwicklung zu tun?
    • Was hast du im Praktikum in der Softwareentwicklung gemacht, was zu der ausgeschriebenen Stelle in der Hardwareentwicklung passt?

    Auch hier gilt es, deine Motivation und Leidenschaft für IT-Themen und besonders für Hardwareentwicklung zu demonstrieren. Führe an dieser Stelle auch deine Soft Skills an, die bei IT-Jobs immer wichtiger werden. Das Klischee, dass ein ITler alleine im Keller sitzt, ist lange widerlegt. Umso wichtiger sind Kommunikations-Kenntnisse für die Kundenberatung und Teamfähigkeit.

    Der Schluss.

    Das Ende deiner Bewerbung als Hardwareentwickler bilden deine Gehaltsvorstellung und dein frühester Einstiegstermin, wenn danach gefragt wurde. Außerdem gehört hier ein Satz hin, der auf ein mögliches Vorstellungsgespräch abzielt. Zum Beispiel: „Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen“. Du schließt mit einem „Mit freundlichen Grüßen“– ohne Komma! – sowie deinem vollständigen Namen und deiner eingescannten Unterschrift.

  4. No-Gos in der Bewerbung.

    Diese sechs Fehler solltest du unbedingt vermeiden, wenn deine Bewerbung als Hardwareentwickler erfolgreich sein soll:

    1. „Sehr geehrte Damen und Herren“ als Anrede: Suche dir stattdessen einen konkreten Ansprechpartner raus, um den Eindruck einer Copy/Paste-Bewerbung zu vermeiden.

    2. Selfies: Um professionell zu wirken, brauchst du gleichermaßen sympathische wie seriöse Bewerbungsfotos vom Fotografen.

    3. Grundschule und Beruf der Eltern: Wenig relevant und Verschwendung von kostbarem Platz in deinem Lebenslauf

    4. „Hiermit bewerbe ich mich“ als Einstieg: Diese Floskel wirkt nicht sehr motiviert. Wähle stattdessen einen Satz, der neugierig macht.

    5. Sollte, könnte, hätte: Vermeide Konjunktive, denn diese wirken unsicher. Du würdest dich nicht auf ein Gespräch freuen, du freust dich!

    6. Fehler: Rechtschreibung und Grammatik sollten in einer professionellen Bewerbung einwandfrei sein. Bist du unsicher, dann lass sie Korrektur lesen.

  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Deine Bewerbung als Hardwareentwickler hat überzeugt? Dann geht es weiter im Bewerbungsprozess. Die nächste Hürde ist das Vorstellungsgespräch, in dem nicht nur deine IT-Kenntnisse gecheckt werden, sondern auch Soft Skills und Persönlichkeit.

    Vorbereitung.

    Setze dich im Vorfeld genau mit dem Unternehmen und der Stelle auseinander. So bist du besser vorbereitet, als wenn du Fragen und Antworten auswendig lernst. Erscheinst du ausgeschlafen, motiviert und passend gekleidet zum Gespräch, ist das die halbe Miete. Auch Pünktlichkeit ist oberstes Gebot – plane unbedingt einen Puffer für die Anreise ein. Bei der Wahl des Outfits hilft ein Blick auf die Unternehmensseite, wo du in der Regel Bilder von Teammitgliedern findest.

  6. Mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch.

    Meist wird zuerst das Unternehmen kurz vorgestellt, bevor es an die Fragen geht. Das hilft dir, erstmal anzukommen und einmal durchzuatmen. Dann geht es los: Nicht nur deine fachlichen Kenntnisse in Informatik und speziell Hardwareentwicklung werden geprüft, sondern auch deine Persönlichkeit und Stressresistenz. Mit diesen Fragetypen musst du rechnen:

    Allgemeine Fragen.

    Sie zielen auf deine Motivation und deinen bisherigen Werdegang. Sei hier authentisch und sympathisch und untermaure das Gefühl, dass du unbedingt bei diesem Unternehmen als Hardwareentwickler einsteigen willst.

    • Warum hast du dich ausgerechnet für dieses Unternehmen beworben?
    • Wo hast du dich sonst noch beworben?
    • Welche Top-Fähigkeit macht dich zum perfekten Bewerber für den Job?

    Persönliche Fragen.

    Diese testen deine Soft Skills und wie gut du ins Team passt. Auch hier empfiehlt sich Ehrlichkeit. Werden die Fragen zu persönlich – wirst du beispielsweise gefragt, ob du in den nächsten zwei Jahren Kinder kriegen willst –, musst du sie nicht beantworten.

    • Was macht dich zum Teamplayer?
    • Was sind deine Ziele für die nächsten fünf Jahre?
    • Wie sah dein letzter großer Erfolg aus und wie der letzte Misserfolg – und was hat jeweils dazu geführt?

    Fachliche Fragen.

    Sie prüfen dein Fachwissen. Hardwareentwicklung ist ein spezieller Bereich, für den du umfassende IT- und Elektrotechnik-Kenntnisse brauchst. Zeig also, was du kannst – und wenn du etwas nicht kannst, gib es offen zu und mache deinen Willen dazuzulernen deutlich. Hier kannst du auch mit praktischen Aufgaben rechnen.

    • Was sind „Embedded Prozessoren“?
    • In einem Satz: Was ist der Unterschied zwischen Hardware und Software?
    • Was ist ein Pentium-FDIV-Bug?

    Stress- und Schätzfragen.

    Sie sind vor allem dazu da, um zu sehen, wie du in stressigen Situationen reagierst und wie du an Probleme rangehst. Bei Schätzfragen musst du die richtige Antwort nicht wissen, sondern einfach nur clevere Ansätze finden. Stressfragen beantwortest du am besten ruhig, sympathisch und – je nach Frage – eher unverbindlich. Auch Humor ist hier erlaubt.

    • Wie viel wiegt Indien?
    • Was ist dir wichtiger – Karriere oder Beruf?
    • Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du?

    Eigene Fragen.

    Am Ende bist du an der Reihe: Jetzt ist Platz für eigene Fragen. Natürlich willst du wissen, wie viel Gehalt du bekommst, aber erstmal sollte es um Fragen zur Position und zum Unternehmen gehen, um professionelles Interesse zu zeigen. Mögliche Fragen sind:

    • Wie läuft die Einarbeitung ab und wie sieht die Betreuung aus?
    • Welche Tools benutzt ihr?
    • Wie läuft die Kommunikation im Team ab? Mit welchen Abteilungen werde ich zusammenarbeiten?
    • Wie sehen die beruflichen Perspektiven aus? Gibt es die Möglichkeit, Personalverantwortung zu übernehmen?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten kann ich wahrnehmen?
  7. Bewerberguide für Informatiker.

    Hier bekommst du alle Infos für einen erfolgreichen Berufseinstieg in der IT-Branche.

     
     
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