Fertigung: Infos zum Berufsfeld

Fertigung: Infos zum Berufsfeld

Fertigung klingt nach großen Maschinen und Handarbeit, aber das ist längst nicht alles, worum es in diesem Ingenieurberuf geht. Hier erfährst du, was das Berufsfeld ausmacht und welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst.

Definition Fertigung

Oft wird der Begriff „Fertigung“ synonym mit dem Begriff „Produktion“ verwendet. Doch es gibt einen Unterschied zwischen den beiden Bereichen. Die Fertigung meint die Erzeugung von Sachgütern und Energie, während die Produktion alle Arten der industriellen Leistungsherstellung bezeichnet. Als Ingenieur bzw. Ingenieurin in der Fertigungstechnik erzeugst oder veränderst du Sachgüter. Die Fertigung unterteilt sich dabei in folgende drei Teile:

  1. Vorfertigung: Herstellung aller Teile.

  2. Hauptfertigung: Zusammenfügen der Teile.

  3. Endfertigung: Montage der Teile.

Bereiche in der Fertigung

Willst du als Ingenieur bzw. Ingenieurin in der Fertigung arbeiten, dann gibt es viele verschiedene Bereiche, in denen du arbeiten könntest. Bei der Fertigung unterscheidet man dabei folgende Teilbereiche:

  • Einzelfertigung: Hier fertigst du Produkte einzeln an – jedes Produkt ist ein Unikat.
  • Serienfertigung: In dieser Fertigungsart wird eine bestimmte, begrenzte Menge (eine Serie) eines Produkts hergestellt.
  • Sortenfertigung: Die Produkte, die du die hier herstellst, sind zwar in ihrer Kerneigenschaft klein, unterscheiden sich aber leicht.
  • Massenfertigung: Hier fertigst du Produkte in großen Mengen über einen langen Zeitraum an.

Als Ingenieur in der Fertigung kannst du in so gut wie jeder Branche tätig sein. Die meisten Ingenieursstellen sind aber in folgenden Branchen verfügbar:

  • Bau, Vermessung und Gebäudetechnik
  • Energie- und Elektrotechnik
  • Kunststoffherstellung und chemische Industrie
  • Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Metallverarbeitung
  • Rohstofferzeugung und -gewinnung
  • Technische Forschung und Produktionssteuerung

Fertigung Studium

Wenn du als Fertigungstechniker oder Fertigungsingenieur arbeiten willst, ist ein Bachelor- und ein anschließendes Masterstudium eine Voraussetzung. Um für das Ingenieurstudium zugelassen zu werden, benötigst du die allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife. Für den Bachelor-Abschluss solltest du sechs bis acht Semester einplanen, für den Master mindestens vier.

Was muss ich studieren, um im Bereich Fertigung zu arbeiten?

Egal, in welche Branche es dich verschlägt: Du benötigst in jedem Fall ein abgeschlossenes Studium im Ingenieursbereich für eine erfolgreiche Bewerbung. Folgende Studiengänge eignen sich:

Den Schwerpunkt solltest du hier bereits im Studium auf Fertigungstechnik gelegt haben – um am Ende Fertigungsingenieur bzw. Fertigungsingenieurin zu werden. Wie bei den meisten naturwissenschaftlichen Berufen gilt außerdem: Der Master ist Pflicht. Das macht sich dann allerdings auch im Gehalt bemerkbar.

Was muss ich können, um in der Fertigung zu arbeiten?

Je nach Produktionsfeld sind verschiedene Kenntnisse erforderlich. Arbeitest du zum Beispiel mit Lebensmitteln, musst du dich mit Hygienevorschriften vertraut machen. Je nach Material, mit dem du zu tun hast, musst du auch fit in Werkstoffkunde sein. Erste Programmkenntnisse zur Erstellung von 3D-Modellen oder Fertigungszeichnungen sind neben sehr guten Excel-Kenntnissen oft außerdem erforderlich. Erfahrungen im Fertigungsumfeld durch Praktika oder Werkstudententätigkeiten sind deshalb häufig von Vorteil und helfen dir dabei, einen Einstieg in die passende Branche zu finden.

An Soft Skills benötigst du analytische und konzeptionelle Fähigkeiten sowie eine sehr genaue Arbeitsweise. Bist du als Fertigungsingenieur als Werks- oder Abteilungsleiter tätig, solltest du zudem kommunikatives Geschick mitbringen, da du viel mit deinen Mitarbeitern interagierst. Gerade bei internationalen Firmen benötigst du häufig sehr gute Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift. Allgemein treibt es Ingenieure projektbezogen häufig in andere Städte oder sogar Länder – Flexibilität ist in deinem Job also sehr wichtig.

Du möchtest in deinem zukünftigen Job weiter an dir arbeiten? Dann achte darauf, ob dein Arbeitgeber Coaching anbietet:

Diese Unternehmen bieten den Benefit Coaching:

Was macht man im Bereich Fertigung?

Wenn du in der Fertigung als Fertigungsingenieur arbeitest, dann ist es deine Hauptaufgabe, Prozesse, Systeme und Maschinen zu entwickeln, die das gewünschte Produkt herstellen. Außerdem entwickelst und planst du Einzelteile sowie Baugruppen. Dazu gehört die Erstellung von Detailzeichnungen, Stücklisten und Montageanleitungen. Damit gehören häufig auch 3D-Modellierung und fertigungsgerechte Zeichnungen zu deinen Aufgaben. Je nach Position betreust du auch Musteraufbauten und analysierst Prüfergebnisse.

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    Berufsaussichten im Bereich Fertigung

    In der Fertigung lassen sich bereichsübergreifend Jobs finden – von Chemie über Automotive bis hin zur Textilbranche. Dabei kannst du dich auch auf Textil spezialisieren und sowohl in der Modeindustrie Kleidung produzieren, oder aber in der Automobilbranche für die Sitzbezüge zuständig sein. Dabei ist eine Spezialisierung unausweichlich, schließlich erfordert jede Branche ihre eigenen Produktionsrichtlinien. Ideal ist es da, wenn du dich bereits im Studium spezialisiert hast.

    Häufig durchläufst du in diesem Bereich auch ein Trainee-Programm, das dich auf deine künftigen Aufgaben vorbereitet. So lernst du auch Schnittstellen-Abteilungen wie Logistik oder Maintenance kennen und erhältst fachübergreifende Einblicke in die Arbeit einer Abteilungs-, Betriebs- und Werksleitung. Gerade in der Fertigung gibt es zahlreiche Führungspositionen, auf die du mit einem Trainee-Programm entsprechend vorbereitet wirst.

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