Infos im Bereich Fertigung & Produktion.

Infos im Bereich Fertigung & Produktion.

Produktion & Fertigung klingt nach großen Maschinen und Handarbeit, aber das ist längst nicht alles, was diesen Ingenieurberuf ausmacht. Hier erfährst du, was das Berufsfeld ausmacht und welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst.

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  1. Definition.

    Die Begriffe Fertigung und Produktion stehen sich sehr nah und werden in der Wirtschaft oft synonym benutzt. Dabei unterscheiden sie sich leicht:

    FERTIGUNG PRODUKTION
    Die Fertigung meint die Erzeugung von Sachgütern und Energie. Die Produktion schließt außerdem die Dienstleistungserstellung und die Bildung von Rechten mit ein.

    Als Ingenieur blickst du anders auf die beiden Begriffe: Die Produktion umfasst für dich alle Aspekte eines Transformationsprozesses, wobei die Fertigung und die Herstellung nur die materielle Veränderung der Einsatzgüter beschreibt. So unterteilt sich die Produktion in die Felder:

    1. Vorfertigung: Herstellung aller Teile.

    2. Hauptfertigung: Zusammenfügen der Teile.

    3. Endfertigung: Montage der Teile.

  2. Produktionsingenieur: Voraussetzungen.

    Egal, in welche Branche es dich verschlägt: Du benötigst in jedem Fall ein abgeschlossenes Studium im Ingenieursbereich für eine erfolgreiche Bewerbung. Folgende Studiengänge eignen sich:

    • Ingenieurswesen
    • Elektrotechnik
    • Maschinenbau
    • Verfahrenstechnik

    Den Schwerpunkt solltest du hier bereits im Studium auf Fertigungs- bzw. Produktionstechnik gelegt haben – um am Ende Produktionsingenieur zu werden. Wie bei den meisten naturwissenschaftlichen Berufen gilt außerdem: Der Master ist Pflicht. Das macht sich dann allerdings auch im Gehalt bemerkbar.

    Je nach Produktionsfeld sind noch weitere Kenntnisse erforderlich. Arbeitest du zum Beispiel mit Lebensmitteln, musst du dich mit Hygienevorschriften vertraut machen. Je nach Material, mit dem du zu tun hast, musst du auch fit in Werkstoffkunde sein. Erste Programmkenntnisse zur Erstellung von 3D-Modellen oder Fertigungszeichnungen sind neben sehr guten Excel-Kenntnissen oft außerdem erforderlich. Erfahrungen im Produktionsumfeld durch Praktika oder Werkstudententätigkeiten sind deshalb häufig von Vorteil und helfen dir dabei, einen Einstieg in die passende Branche zu finden.

    An Soft Skills benötigst du analytische und konzeptionelle Fähigkeiten sowie eine sehr genaue Arbeitsweise. Bist du als Produktionsingenieur als Werks- oder Abteilungsleiter tätig, solltest du außerdem kommunikatives Geschick mitbringen, da du viel mit deinen Mitarbeitern interagierst. Gerade bei internationalen Firmen benötigst du häufig sehr gute Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift. Allgemein treibt es Ingenieure projektbezogen häufig in andere Städte oder sogar Länder – Flexibilität ist in deinem Job also sehr wichtig.

  3. Bewerberguide für Ingenieure.

    Hier bekommst du alle Infos für einen erfolgreichen Berufseinstieg im Bereich Fertigung & Produktion.

     
     
  4. Berufsbild Fertigung & Produktion.

    Möchtest du zum Beispiel als Produktionsingenieur arbeiten, kümmerst du dich darum, einzelne Produktionsschritte zu optimieren. Mit dem eigentlichen Gerät arbeitest du also eher weniger, dafür hast du viel mit Menschen zu tun und hilfst ihnen dabei, einzelne Prozesse zu optimieren. Als Produktionsingenieur kannst du überall dort arbeiten, wo produziert wird. Du bist also nicht an eine Branche gebunden.

    Möchtest du eher mit den eigentlichen Maschinen zu tun haben, kannst du im Bereich Fertigung und Produktion als Konstruktionsingenieur arbeiten. Hier entwickelst und planst du Einzelteile sowie Baugruppen. Dazu gehört die Erstellung von Detailzeichnungen, Stücklisten und Montageanleitungen. Damit sind häufig auch 3D-Modellierung und fertigungsgerechte Zeichnungen verbunden. Je nach Position betreust du auch Musteraufbauten und analysierst Prüfergebnisse.

    Im Bereich Produktentwicklung musst du dagegen vor allem mit den Gesetzmäßigkeiten und Methoden der Produktentwicklung vertraut sein: Mithilfe der Funktionsanalyse erfasst und bewertest du die Funktionen in neuen oder bestehenden Produkten. Das machst du zum Beispiel mit FAST-Diagrammen, Funktionsbäumen, Funktional-Potential-Analysen im Dualvergleich oder mit dem „House of Quality“.

  5. Berufschancen.

    In der Fertigung und Produktion lassen sich bereichsübergreifend Jobs finden – von Chemie über Automotive bin zur Textilbranche. Dabei kannst du auch auf Textil spezialisiert sein und sowohl in der Modeindustrie Kleidung produzieren oder aber in der Automobilbranche für die Sitzbezüge zuständig sein. Dabei ist eine Spezialisierung unausweichlich, schließlich erfordert jede Branche ihre eigenen Produktionsrichtlinien. Ideal ist es da, wenn du dich bereits im Studium spezialisiert hast.

    Häufig durchläufst du in diesem Bereich auch ein Trainee-Programm, das dich auf deine künftigen Aufgaben vorbereitet. So lernst du auch Schnittstellen-Abteilungen wie Logistik oder Maintenance kennen und erhältst fachübergreifende Einblicke in die Arbeit einer Abteilungs-, Betriebs- und Werksleitung. Gerade in Fertigung und Produktion gibt es zahlreiche Führungspositionen, auf die du mit einem Trainee-Programm entsprechend vorbereitet wirst.

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