Außergewöhnliche Berufe: Diese Jobs haben etwas Besonderes.

Außergewöhnliche Berufe: Diese Jobs haben etwas Besonderes.

Außergewöhnliche Jobs treten durch bestimmte Merkmale positiv hervor und unterscheiden sich dadurch von der breiten Masse. Ob hoher Innovationsgrad, dickes Gehalt, aufregende Aufgaben oder maximale Qualifikationsanforderungen: Absolventa listet außergewöhnliche Berufe.

  1. Außergewöhnlich bezahlte Jobs.

    Angefangen beim Gehalt. Dieses ist in jedem Fall ein Kriterium, das einen Beruf bzw. einen Job außergewöhnlich macht. Fakt ist: Manche Berufsgruppen stechen durch ein bemerkenswert hohes Gehalt hervor und erzielen dadurch den Unterschied. Statistisch sind die folgenden Jobs außergewöhnlich, weil hier deine Lohntüte im bundesweiten Vergleich am üppigsten ausfällt.

    Bestbezahlte Berufe Durchschnittliches Jahresgehalt
    Oberärzt_in 116.937 Euro
    Fachärzt_in 78.004 Euro
    Fondsmanager_in 75.793 Euro
    Corporate Finance Manager_in 75.420 Euro
    (Key) Account Manager_in 72.609 Euro
    Patentingenieur_in 71.983 Euro
    Versicherungsingenieur_in 70.963 Euro
    Regionalverkaufsleiter_in 70.838 Euro
    Syndikus 68.959 Euro
    Vertriebsingenieur_in 68.058 Euro

    Quelle: gehalt.de

  2. Außergewöhnlich kreative Jobs.

    Außergewöhnliche Berufe definieren sich auch dadurch, welche bestimmten Fähigkeiten sie erfordern. In diesem Fall geht es um die Kreativität. Zwar hilft dir eine ausgeprägte Kreativität heute in nahezu allen Berufen, dennoch gibt es eine Handvoll Jobs, in denen dein Ideenreichtum und Schöpfergeist an erster Stelle stehen. Ein Überblick:

    Kreative Jobs Aufgaben
    Webdesigner_in Im Gegensatz zur Webentwicklung, die sich vordergründig mit der technischen Umsetzung von Websites beschäftigt, fokussiert sich das kreative Webdesign auf die grafische Gestaltung.
    Creative Director Als Creative Director übernimmst du meistens Führungsaufgaben im Agenturbereich bei der Gestaltung und Konzeption von Werbekampagnen.
    Interior Designer_in Als Interior Designer_in erstellst du Designkonzepte – von der Grundriss- bis zur Detailplanung des Interieurs.
    Mediengestalter_in In Abstimmung mit der Kundschaft entwerfen Mediengestalter_innen Informations- und Werbematerial, meist auch medienübergreifend.
  3. Außergewöhnlich qualifizierte Jobs.

    Für manche Berufe reicht eine Ausbildung, andere setzen ein Studium voraus. Und auch dieses kann sich in Dauer und Komplexität stark unterscheiden. Man kann behaupten: Je anspruchsvoller der Weg, desto außergewöhnlicher der Beruf – denn durch die elitäre Selektion schaffen es nur wenige bis zum Ziel. Listet man nach den herausforderndsten Ausbildungen, sind folgende Jobs ungewöhnlich:

    Beruf Anforderungen
    Wirtschaftsprüfer_in - Abgeschlossenes Studium – meistens Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung
    - 8 Semester Regelstudienzeit plus dreijährige Berufserfahrung in der Prüfungstätigkeit
    - Bestehen des Wirtschaftsprüfungsexamens. Durchfallquote: über 45 Prozent
    Steuerberater_in - Abgeschlossenes Studium oder bestandene Ausbildung inkl. Weiterbildung zum bzw. zur Steuerfachwirt_in
    - Je nach Regelstudienzeit und Ausbildung zwischen 2 und 10 Jahre Berufserfahrung
    - Bestehen der Steuerberatungsprüfung. Durchfallquote: über 56 Prozent
    Volljurist_in - Klassisches Jura-Studium, Regelstudienzeit: 8 bis 10 Semester
    - Bestehen des Ersten Staatsexamens
    - Zweijähriges Referendariat
    - Bestehen des Zweiten Staatsexamens
  4. Außergewöhnlich innovative Jobs.

    Ungewöhnliche Jobs sind auch jene, die einen hohen Innovationsgrad und Zukunftsorientierung besitzen. Meistens handelt es sich dabei um neuartige Berufsbezeichnungen, die auf Basis bestimmter Technologien oder Trends erst kürzlich entstanden sind – sich aber langfristig wohl etablieren werden.

    • Data Scientist_in: Laut Universität Harvard ist klar: Der Beruf der Data Scientist_innen ist der „attraktivste Beruf des 21. Jahrhunderts“. Schon heute haben Daten im digitalen Zeitalter einen enormen Wert. Bedeutet: Als Data Scientist_in arbeitest du am Puls der Zeit.

    • Content Marketing Manager_in: Seit nun knapp sechs Jahren steht explizit der Begriff Content Marketing auf der To-do-Liste vieler Unternehmen. Der Hype aus 2013 streute weit, dampft heute etwas ab, bleibt aber zweifellos ein zukünftiges Thema im Online-Marketing.

    • Chief Information Security Officer: Datensicherheit im Datenzeitalter: Klingt nützlich – und ist innovativ. Bis heute gibt es nur wenig Expert_innen auf dem Gebiet. Die Nachfrage ist enorm.

  5. Außergewöhnlich gefährliche Jobs.

    Nicht fehlen bei der Aufzählung außergewöhnlicher Jobs dürften Berufe, die überdurchschnittliche Risiken versprechen. Warum jemand einen gefährlichen Job ausübt? Für den einen ist es der Nervenkitzel, für den anderen zählt die oft gute Bezahlung – und manche Menschen haben einfach keine Angst. Diese Jobs haben besonders viel Gefahrenpotenzial:

    • Stuntman/-woman: Der Job der Sensationsdarsteller_innen ist es, Dinge zu tun, die für andere zu gefährlich sind – Blessuren bleiben da nicht aus.
    • Fensterputzer_in: Hier wird einem vom Zuschauen schon schwindelig – zum Beispiel, wenn eine Kolonne Fensterputzer_innen am Wolkenkratzer ganz oben baumelt.
    • Feuerwehrmann/-frau: Wenn alle aus dem brennenden Haus rausrennen, rennen sie rein. Neben den Flammen sind auch Dämpfe und einstürzende Decken gefährlich.
    • Bombenentschärfer_in: Immer noch liegen Bomben aus dem 2. Weltkrieg unentdeckt unter der Erde – die zuständige_n Bombenentschärfer_innen kommen ihnen gefährlich nahe.
    • Bauarbeiter_innen: Hohe Gerüste, herabfallende Gegenstände, langfristige körperliche Überbelastung – die Liste der Risiken ist lang.
    • Berufssoldat_in: Lang nicht so gut bezahlt wie man denkt und im Einsatz an den gefährlichsten Orten der Welt unterwegs – als Soldat_in brauchst du starke Nerven.
    • Testpilot_in: Ob für Flugzeuge oder Gleitschirm, als Tester_in in luftigen Höhen ist man immer dem Risiko von technischen Problemen oder Materialfehlern ausgesetzt.
    • Löwenbändiger_in: Spätestens seit Siegfried & Roy wissen wir, dass auch die zahmsten Tiere mal genug von dem Zirkus haben – und dann auch ihr Herrchen oder Frauchen angreifen.
    • Schreibtischtäter_in: Ja, auch als Banker_in, Marketing Manager_in oder Softwareentwickler_in kann es gefährlich werden, wenn man zu viel sitzt und die fehlende Bewegung nicht ausgleicht. Deshalb gilt: Nach der Arbeit rein in die Sportklamotten, morgens Rad statt U-Bahn fahren und tagsüber immer wieder aufstehen und eine Runde drehen.
  6. Außergewöhnlich coole Jobs.

    „Cooler Job“, hast du dir bestimmt schon mal bei anderen gedacht – aber eine Verallgemeinerung ist hier schwierig. Cool kann zum Beispiel sein:

    • Ein Job, in dem man wenig Stress hat, aber sehr gut bezahlt wird – zum Beispiel als Mathematiker_in oder Ernährungswissenschaftler_in
    • Jobs, bei denen man viel reist – wie als Journalist_in, Reiseblogger_in oder Reiseleiter_in auf einem Kreuzfahrtschiff
    • Jobs, bei denen der Fun-Faktor im Mittelpunkt steht – zum Beispiel als Wasserrutschentester_in oder Warm-Upper_in
    • Jobs, bei denen man etwas Gutes, Nachhaltiges tut – zum Beispiel als „grüne_r Einkäufer_in“, bei einer NGO oder im Bereich soziale Arbeit
    • Jobs, bei denen man eine lockere Arbeitsatmosphäre, coole Kolleg_innen oder außergewöhnliche Benefits genießt
    • Jobs bei international erfolgreichen Unternehmen, bei denen man Vorteile wie bezahlte Überstunden und eine Entwicklung Richtung Führungskraft hat

    Die Empfindung, was ein cooler Job ist, kann bei jüngeren Leuten ganz anders sein als bei älteren bzw. hängt stark von der jeweiligen Lebensphase ab:

    • Fun-Jobs sind vor allem bei Studierenden beliebt, zum Beispiel als Nebenjobs in den Semesterferien oder als Praktikum.
    • Die lockere Arbeitsatmosphäre mit flachen Hierarchien findet man eher im IT-Start-up als in der Unternehmensberatung, wo es wiederum mehr Sicherheit gibt.
    • Am meisten reist, wer ungebunden ist, während man mit Familie froh ist über wenig Arbeit für viel Gehalt.

    Man sieht: Was ein wirklich „cooler Beruf“ ist, liegt immer im Auge der Betrachtenden.