Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten.

Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten.

Der Stellenmarkt für Journalist_innen ist seit Jahren hart umkämpft. Selbst renommierte Medien bieten immer weniger feste Stellen an. Trotzdem erfreut sich der Beruf als Journalist_in einer ungebrochenen Nachfrage. Doch wie verdient man seinen Lebensunterhalt ohne Festanstellung?

Als freier Journalist arbeiten.

In Deutschland, so schätzt der Deutsche Journalistenverband (DJV), tun dies ungefähr 25.000 Menschen als sogenannte freie Journalist_innen. Sie schreiben Meldungen für Tageszeitungen, bauen Radio-Reportagen oder filmen Features für das Fernsehen auf Honorarbasis. Oftmals arbeiten sie dabei crossmedial und für verschiedene Auftraggebende. Wer Glück hat, findet feste Auftraggebende, für den sie regelmäßig arbeiten. Allerdings ohne die Rechte von Festangestellten, wie beispielsweise Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zu genießen.

Wenn du jedoch nicht auf die Sicherheit einer Festanstellung verzichten und gleichzeitig einer journalistischen Tätigkeit nachgehen möchtest, kannst du dich nach einem Job im Bereich der Kommunikation umschauen.

Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung.

Beruf Einstiegsgehalt Jobs Gehaltsaussichten
Eventmanagement 32.454 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Journalismus/Redaktion 39.522 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Marketing 36.971 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Online Marketing 35.829 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Produktmanagement 44.583 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
PR 46.394 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Übersetzung 35.151 Euro Zu den Jobs Zu den Infos
Werbung 34.485 Euro Zu den Jobs Zu den Infos

Gute Ausbildung, viel Arbeit und geringes Einkommen.

Eine vorgeschriebene Ausbildung zum bzw. zur Journalist_in gibt es nicht. Freie Journalist_innen haben meist ein Hochschulstudium oder ein Volontariat abgeschlossen und bereits als festangestellte_r Redakteur_innen gearbeitet. Kontakte aus dieser Zeit sind später nützlich, um für ihre Produkte Abnehmer_innen zu finden. Der Start ins Berufsleben als freie_r Journalist_in fällt jedoch vielen schwer. Über Schreibtalent verfügen viele, doch die kaufmännische Komponente des Berufs ist nicht für alle etwas. Schließlich müssen freie Journalist_innen wie Unternehmer agieren, viele Klinken putzen und sich selbst gut verkaufen können.

Dass das Einigen nicht gut gelingt, zeigt ein Blick auf das durchschnittliche Einkommen freier Journalist_innen. laut einer Studie des Deutschen Fachjournalistenverbands von 2008 verdient mehr als die Hälfte ein Gehalt von maximal 2000 Euro brutto – als freiberufliche Personen müssen sie sich davon noch vor Krankheit, Arbeitslosigkeit und für die Rente absichern. Netto bleibt so nicht viel vom Gehalt übrig. Zudem erschweren hoher Konkurrenzdruck, niedrige Honorare und mangelnde Zahlungsmoral der Auftraggebenden die Lage der freien Journalist_innen. Unter diesen Bedingungen erreichen nur gut 20 Prozent der Freelancer ein monatliches Einkommen von über 3000 Euro netto.

Freier Journalist als Nebentätigkeit.

Das geringe Einkommen zwingt viele freie Journalist_innen, weitere Erwerbsquellen aufzutun. Viele verdingen sich nebenbei als PR-Texter_innen und in der Unternehmenskommunikation. Hier werden meist höhere Honorare und Gehälter erzielt als bei der Presse. So finden freie Journalist_innen eine finanzielle Grundlage, um nebenbei selbst gewählte Themen bearbeiten zu können. Während ihre festangestellten Kolleg_innen oftmals thematisch gebunden seien, schätzten freie Journalist_innen vor allem ihr eigenverantwortliches Arbeiten, so eine Studie der Fernuni Hagen.

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