Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten.

Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten.
Der Stellenmarkt für Journalisten ist seit Jahren hart umkämpft. Selbst renommierte Medien bieten immer weniger feste Stellen an. Trotzdem erfreut sich der Beruf des Journalisten einer ungebrochenen Nachfrage. Doch wie verdient man seinen Lebensunterhalt ohne Festanstellung?
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  1. Als freier Journalist arbeiten.

    In Deutschland, so schätzt der Deutsche Journalistenverband (DJV), tun dies ungefähr 25.000 Menschen als sogenannte freie Journalisten. Sie schreiben Meldungen für Tageszeitungen, bauen Radio-Reportagen oder filmen Features für das Fernsehen auf Honorarbasis. Oftmals arbeiten sie dabei crossmedial und für verschiedene Auftraggeber. Wer Glück hat, findet einen festen Auftraggeber, für den er regelmäßig arbeit. Allerdings ohne die Rechte eines Angestellten, beispielsweise Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zu genießen.

  2. Gute Ausbildung, viel Arbeit und geringes Einkommen.

    Eine vorgeschriebene Ausbildung zum Journalisten gibt es nicht. Freie Journalisten haben meist ein Hochschulstudium oder ein Volontariat abgeschlossen und bereits als festangestellte Redakteure gearbeitet. Kontakte aus dieser Zeit sind später nützlich, um für ihre Produkte einen Abnehmer zu finden. Der Start ins Berufsleben als freier Journalist fällt jedoch vielen schwer. Über Schreibtalent verfügen viele, doch die kaufmännische Komponente des Berufs ist nicht jedermanns Sache. Schließlich müssen freie Journalisten wie Unternehmer agieren, viele Klinken putzen und sich selbst gut verkaufen können.

    Dass das einigen nicht gut gelingt, zeigt ein Blick auf das durchschnittliche Einkommen freier Journalisten. laut einer Studie des Deutschen Fachjournalistenverbands von 2008 verdient mehr als die Hälfte ein Gehalt von maximal 2000 Euro brutto – als Freiberufler müssen sie sich davon noch vor Krankheit, Arbeitslosigkeit und für die Rente absichern. Netto bleibt so nicht viel vom Gehalt übrig. Zudem erschweren hoher Konkurrenzdruck, niedrige Honorare und mangelnde Zahlungsmoral der Auftraggeber die Lage der freien Journalisten. Unter diesen Bedingungen erreichen nur gut 20 Prozent der Freelancer ein monatliches Einkommen von über 3000 Euro netto.

  3. Freier Journalist als Nebentätigkeit.

    Das geringe Einkommen zwingt viele freie Journalisten, weitere Erwerbsquellen aufzutun. Viele verdingen sich nebenbei als PR-Texter und in der Unternehmenskommunikation. Hier werden meist höhere Honorare und Gehälter erzielt als bei der Presse. So finden freie Journalisten eine finanzielle Grundlage, um nebenbei selbst gewählte Themen bearbeiten zu können. Während ihre festangestellten Kollegen oftmals thematisch gebunden seien, schätzten freie Journalisten vor allem ihr eigenverantwortliches Arbeiten, so eine Studie der Fernuni Hagen.

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