Infos im Bereich Verkehrswesen.

Infos im Bereich Verkehrswesen.

Den Stadtverkehr effizienter und fortschrittlicher machen: ein Projekt mit Zukunftscharakter. Was du dafür brauchst und welche konkreten Berufe im Verkehrswesen auf dich warten, liest du hier.

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  1. Definition Verkehrswesen.

    Laut Definition umfasst das Verkehrswesen sowohl die Verkehrswirtschaft als auch die Verkehrspolitik und das Verkehrsingenieurwesen – unter Berücksichtigung sozialer Aspekte. Dadurch handelt es sich bei der Verkehrswissenschaft um eine Wissenschaft interdisziplinärer Art.

  2. Voraussetzungen im Verkehrswesen.

    Um im Verkehrswesen einen guten Job zu machen, benötigst du fachliche Qualifikationen, die du dir auf unterschiedlichen Wegen aneignen kannst. Je nach deinen persönlichen Berufs-, Gehalts- und Karrierevorstellungen bieten sich dir folgende Möglichkeiten:

    Ausbildung im Verkehrswesen.

    Eine Ausbildung im Verkehrswesen dauert in der Regel drei Jahre und wird in Form eines monatlichen Ausbildungsgehaltes vergütet. Da das Verkehrswesen sowohl technische als auch wirtschaftliche und sozialpolitische Komponenten vereint, kannst du dich der Branche aus verschiedenen Richtungen nähern.

    Wirtschaftliche Schwerpunkte legt zum Beispiel die Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Hier berätst du Kunden zu allen Fragen rund um Transportmittel, kalkulierst Preise und erarbeitest individuell zugeschnittene Angebote. Dabei stehst du in engem Kontakt zu Transportunternehmen und überwachst die einzelnen Schritte des Versands.

    Technischer bleibt dagegen eine Ausbildung im Bereich Straßenbau. Soll heißen: Du kümmerst dich um den Ausbau von Verkehrswegen, arbeitest mit leistungsstarken Baumaschinen und lernst unterschiedliche Legetechniken beim Pflastern kennen.

    Studium im Verkehrswesen.

    Auch im akademischen Bereich leiten dich unterschiedliche Wege zum erfolgreichen Berufseinstieg im Verkehrswesen. Ähnlich wie bei den Ausbildungsberufen ist ein Großteil der Studiengänge technischer und wirtschaftlicher Natur.

    • Wirtschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt: Studiengänge wie Verkehrsbetriebswirtschaft oder Logistikmanagement legen im Modulplan einen eher wirtschaftlichen Grundstein – vom Rechnungswesen über Wirtschaftsmathematik bis zum Marketing und nachhaltiger Unternehmensführung. Optional kannst du dich nach dem Bachelor dann im Master Digitale Logistik und Management oder Logistik und Produktmanagement spezialisieren.

    • Ingenieurwissenschaftlicher Schwerpunkt: Mit dem Studium Verkehrsingenieurwesen erreichst du dagegen den Bachelor of Engineering. Hier wendest du Methoden zur Qualitätsbewertung von Verkehrsprozessen an, erarbeitest entsprechende Qualitätsmerkmale und verschaffst dir einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Prozesse. Dabei lernst du unter anderem die stochastische Modellierung von Verkehrsprozessen kennen und wendest theoretische Verteilungsfunktionen an.

    Weitere Voraussetzungen.

    Für viele Arbeitgeber zählt vor allem die Berufserfahrung der Bewerber. Die meisten Studiengänge verpflichten daher zu einem Praktikum, andere Studenten entscheiden sich parallel für einen Werkstudentenjob. Fakt ist: Je mehr Praxiserfahrung du aufweisen kannst, desto höher sind deine späteren Job- und Gehaltschancen im Verkehrswesen. Auch sichere Englischkenntnisse sind in der Branche Pflicht. Kombiniert mit den geforderten Praxiserfahrungen sind daher duale Studiengänge mit internationaler Ausrichtung, wie zum Beispiel Aviation Management, eine sehr gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere im Verkehrswesen.

    Neben den fachlichen Qualifikationen brauchst du auch gewisse Soft Skills. Konkret sollte deine Bewerbung im Verkehrswesen auf folgende Kompetenzen aufmerksam machen:

    • Teamfähigkeit
    • Organisationstalent
    • Kommunikations- und Verhandlungskompetenz
    • Präsentationsfähigkeit
  3. Berufsbild.

    Je nach Branche und Verkehrsmittel variieren das Berufsbild und die konkreten Aufgabengebiete. Ob Straßenverkehr, Schifffahrt, Schienenverkehr oder Luft- und Raumfahrt: Unterschiede liegen in den Leistungen, Umschlagspunkten und Geschäftssystemen. Konkrete Jobs im Verkehrswesen kombinieren dabei oft technische und wirtschaftliche Aufgaben – dabei entstehen durch die Informations- und Kommunikationstechnologie auch neue Einsatzfelder. Ein Auszug gängiger Berufe im Verkehrswesen:

    BERUF AUFGABEN
    Vertriebs- und Verkehrsmanager Bewertung von Verkehrsverträgen
    Verhandlungsführung mit Auftraggebern
    Ermittlung und Bewertung von KPIs
    Reporting und Leistungskontrolle
    Verkehrs- und Betriebsplaner Entwicklung von Verkehrskonzepten – vom Radverkehr bis zur Elektromobilität
    Optimierung der Verkehrsprozesse
    Vorstellung der Planungsergebnisse bei Auftraggebern
    Verkehrsingenieur Aufstellung von Verkehrsanalysen auf Basis verkehrstechnischer Daten
    Optimierung von verkehrsrelevanten Anlagen – zum Beispiel Lichtsignalanlagen
    Termin-, Kosten- und Ressourcenplanung
    Softwareentwickler für Verkehrssteuerung Entwurf und Implementierung von verkehrsangepassten Steuerungen
    Entwicklung von Datenbanklösungen
    Schnittstellenprogrammierung
    Projektmanager im Verkehrswesen Steuerung von Terminen, Kosten und Qualität – zum Beispiel bei Infrastrukturprojekten
    Kundenberatung im Rahmen der Projektabwicklung
  4. Berufschancen im Verkehrswesen.

    Je nach Studienschwerpunkt bieten sich dir unterschiedliche Berufschancen im Verkehrswesen. Ingenieurwissenschaftler mit Schwerpunkt Transport und Logistik können sowohl in der Logistikabteilung von Unternehmen als auch in Ingenieurbüros arbeiten, die sich auf die Verkehrsplanung spezialisiert haben. Zudem bieten sich Chancen in der öffentlichen Verwaltung oder bei Beratungsunternehmen.

    Gerade im Zuge der Elektromobilität und der Bedeutung von Smart-City-Konzepten, die eine optimale und zukunftsfähige Verkehrsplanung in Städten anstreben, bist du als ausgebildete Nachwuchskraft im Verkehrswesen gefragt.

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