Bewerbung im Bereich Gesundheit.

Ob als Arzt, Pharmareferent, Medical Consultant oder Ingenieur in der Medizintechnik: Auf dich warten hochbezahlte Jobs im Gesundheitswesen, dementsprechend wird auch in deiner Bewerbung viel von dir verlangt. Hier erfährst du, was gut ankommt und was gar nicht geht.

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  1. Bewerbungsmuster.

    Im Bereich Gesundheit entscheidest du dich am besten für eine klassische oder moderne Bewerbungsvorlage – je nachdem, ob du dich bei einem alteingesessenen Traditionskonzern oder einem jungen Start-up bewirbst.

  2. Deine Bewerbung: Das muss rein.

    Eine Bewerbung im Gesundheitswesen besteht wie jede Bewerbung aus:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Anlagen und Zeugnissen

    Ein Deckblatt kannst du hinzufügen, wenn es ein Gewinn für deine Bewerbung ist. Entscheidest du dich dafür, solltest du es übersichtlich gestalten, das heißt mit einem professionellen Bewerbungsfoto sowie deinen Kontaktdaten und der Stelle, auf die du dich im Bereich Gesundheit bewirbst, versehen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass deine Bewerbung vollständig ist: Hast du Lücken im Lebenslauf, musst du sie plausibel erklären.

    Deine Bewerbung schickst du per E-Mail an das Unternehmen – der Postweg gilt auch im Bereich Gesundheit allgemein als veraltet. Viele Unternehmen verfügen mittlerweile auch über ein zentrales Bewerbermanagement-Programm, in dem du deine Unterlagen hochladen kannst.

  3. Das Anschreiben.

    Dein Lebenslauf dient dazu, auf maximal zwei Seiten deinen Werdegang übersichtlich darzustellen. Das Anschreiben hingegen stellt einen konkreten Bezug zur ausgeschrieben Stelle im Bereich Gesundheit her und zeigt deine Motivation und deine Top-Fähigkeiten auf einer Din-A4-Seite. Grob einteilen lässt sich das Bewerbungsschreiben in folgende Teile:

    KOPF EINLEITUNG HAUPTTEIL SCHLUSS
    Ganz oben gehören deine Kontaktdaten hin, gefolgt von denen des Unternehmens. Außerdem stehen das Datum sowie der Betreff – zum Beispiel „Bewerbung als Pharmareferent, Referenznr. xy“ – im Kopfteil. Die ersten ein bis drei Sätze müssen ins Schwarze treffen, deine individuelle Motivation zeigen und idealerweise entscheidende Skills von dir hervorheben Im Hauptteil gehst du genauer auf deine bisherigen Erfahrungen ein und stellst eine Verbindung zur Stelle her. Hast du schon Praktika im Bereich Gesundheit gemacht, zum Beispiel in der Pflege, oder in der Pharmaindustrie als Werkstudent gearbeitet? Dann lohnt es sich, genauer drauf einzugehen. Auch deine Soft Skills stellst du hier dar und belegst sie. Der Schluss deiner Bewerbung im Bereich Gesundheit besteht aus einem Satz zum persönlichen Kennenlernen und – wenn danach gefragt wird – deinem frühesten Einstiegstermin sowie deiner Gehaltsvorstellung. Du schließt „mit freundlichen Grüßen“ und deiner Unterschrift.
  4. No-Gos in der Bewerbung.

    1. „Hiermit bewerbe ich mich als Healthcare Manager“: Dieser Einstieg schreit geradezu nach Massenbewerbung.
    2. Selfie als Bewerbungsfotos: Wirkt äußerst unprofessionell, deshalb, ab zum Fotografen mit dir.
    3. Konjunktive: Du würdest dich nicht über ein Vorstellungsgespräch freuen, sondern freust dich selbstbewusst auf das persönliche Kennenlernen.
    4. Rechtschreibfehler: Sind vielen Personalern ein Dorn im Auge und können dich ins Aus befördern.
    5. Sehr geehrte Damen und Herren: Nennst du keinen konkreten Ansprechpartner, sieht es nach Copy/Paste aus.
  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Hat deine Bewerbung im Bereich Gesundheit überzeugt, wirst du zu weiteren Schritten im Bewerbungsprozess eingeladen. Dazu können zum Beispiel Online Tests oder Assessment Center zählen, aber in jedem Fall ein oder mehrere persönliche Vorstellungsgespräche. Erscheine ausgeschlafen, passend gekleidet und gut vorbereitet zum Kennenlernen vor Ort. Dabei gilt: Sich zum Unternehmen informieren und die eigene Motivation glattziehen ist top, Antworten auswendig lernen wirkt hingegen unnatürlich.

    Mögliche Fragetypen.

    Allgemeine Fragen zur Motivation, zum Beispiel: Warum denkst du, dass du der Richtige für den Job bist? Was reizt dich am Gesundheitswesen? Wo hast du dich sonst noch beworben?

    Persönliche Fragen, zum Beispiel: Was ist deine größte Schwäche und inwiefern arbeitest du daran? Was war dein letzter großer Erfolg und wie kam es dazu? Wie funktioniert deiner Meinung nach gutes Teamwork?

    Stressfragen, zum Beispiel: Wieso hast du dein Studium nicht in der Regelstudienzeit beendet? Wie findest du deine Performance bis jetzt? Willst du im Bereich Gesundheit arbeiten, um dich selbst zu therapieren?

    Fachliche Fragen

    Zusätzlich zu den Fragen, die eher auf dich und deinen Werdegang abzielen, werden natürlich auch fachliche Fragen zum Gesundheitswesen gestellt. Das können zum Beispiel sein:

    • Bewerbung als Pharmareferent: Wie würdest du ein Beratungsgespräch einleiten?
    • Bewerbung als Psychotherapeut: Welche Therapiemethoden kennst du bei Angstzuständen?
    • Bewerbung im Gesundheitsmanagement: Welche Möglichkeiten siehst du, Kosten in einem Krankenhaus einzusparen?
    • Medizintechniker: Was ist ein Cochlea-Implantat?

    Eigene Fragen.

    Gegen Ende des Gesprächs kannst du selber Fragen stellen. Mach das unbedingt, um Interesse zu signalisieren. Mögliche Fragen sind:

    • Wie steht es um Weiterbildungsmöglichkeiten?
    • Kann ich langfristig Personalverantwortung übernehmen?
    • Wie werden im Team Entscheidungen getroffen?

    Fragen nach Gehalt oder Urlaub stellst du erst, wenn alles Inhaltliche geklärt ist.

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