Bewerbung im Bereich Psychologie.

Als Psychologe hast du Mathe und Kommunikation drauf, aber wie sieht es mit Schreiben aus? Bei deiner Bewerbung kommst du nicht drum herum. Damit du mit Anschreiben und Lebenslauf überzeugst, findet du hier Tipps und No-Gos.

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  1. Bewerbungsvorlagen für Psychologen.

    Zu einer Bewerbung im Bereich Psychologie passt ein modernes Bewerbungsmuster.

  2. Bewerbung Psychologie: Das muss rein.

    In eine vollständige Bewerbung gehören:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Zeugnisse und Anlagen

    Vollständig bedeutet auch, dass du keine Lücken im Lebenslauf hast, die du nicht erklären kannst. Außerdem kannst du noch ein Deckblatt hinzufügen, das ist aber kein Muss.

    Während das Anschreiben maximal eine Seite lang sein sollte, darf der Lebenslauf zwei umfassen. Diese musst du natürlich nicht krampfhaft füllen: Bewirbst du dich beispielsweise für ein Psychologie Praktikum, kannst du logischerweise außer deinem Psychologiestudium noch nicht so viel Stationen vorweisen, die du in den CV packen könntest.

    Du hast alles fertig? Dann füge die einzelnen Dateien zu einer zusammen und schicke deine Bewerbung per E-Mail los, denn den Postweg bevorzugen heutzutage die wenigsten Unternehmen.

  3. Das Anschreiben im Bereich Psychologie.

    Das Anschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbung – während der Lebenslauf dazu dient, deine Ausbildung, deine beruflichen Stationen und deine wichtigsten Fähigkeiten übersichtlich aufzulisten, gehst du im Bewerbungsschreiben ins Detail und stellst einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle für Psychologen her. Klassischerweise ist ein Anschreiben so aufgebaut:

    1. Kopf: Oben kommen deine Kontaktdaten sowie die des Unternehmens hin. Außerdem dürfen Datum und Betreff nicht fehlen. Letzterer sollte konkret sein, zum Beispiel „Bewerbung als Psychologe in der Beratung, Referenznummer xyz“
    2. Einleitung: Die ersten Sätze können darüber entscheiden, ob deine Bewerbung direkt in den (virtuellen) Papierkorb wandert. Gib dir hier besonders viel Mühe, einen individuellen Einstieg zu finden, der deine Motivation ausdrückt und zum Beispiel dein Kern-Skills als Psychologe aufgreift. Schaffst du es, den Personaler neugierig zu machen, ist das die halbe Miete.
    3. Hauptteil: Hier gehst du genauer auf deine Ausbildung und deine Fähigkeiten ein. Dabei stellst du idealerweise immer den Bezug zur Stelle her – hast du zum Beispiel als Psychologie-Student ein Praktikum im Recruiting absolviert, stehen deine Chancen auf einen festen Job im HR-Bereich gut und es lohnt sich, genauer auf deine Tätigkeiten einzugehen. Eine Werkstudentenstelle im Gesundheitsbereich wiederum prädestiniert dich für einen Einstieg in die klinische Psychologie. Da Soft Skills gerade für Psychologen extrem wichtig sind, thematisierst du diese hier ebenfalls. Diese zählst du nicht einfach nur auf, sondern belegst sie anhand von Beispielen.
    4. Schluss: Ans Ende deiner Bewerbung als Psychologe gehören der mögliche Einstiegstermin, deine Gehaltsvorstellung sowie ein Hinweis auf das persönliche Kennenlernen. Du schließt mit freundlichen Grüßen und deiner eingescannten Unterschrift.
  4. No-Gos in Anschreiben und Lebenslauf.

    Es gibt Dinge, die schrecken jeden Personaler ab:

    • Selfies als Bewerbungsfoto. Gehe lieber zu einem professionellen Fotografen, denn der erste Eindruck durch ein gutes Foto ist ein Quick Win.
    • Sehr geehrte Damen und Herren. Suche lieber einen konkreten Ansprechpartner raus, sonst wirkt es wie eine Copy/Paste-Bewerbung.
    • Rechtschreibfehler. Lass deine Bewerbung unbedingt Korrektur lesen, denn Fehler wirken sehr schludrig und können ein K.-o.-Kriterium sein.
    • Hiermit bewerbe ich mich. Mit diesem uninspirierten Einstieg bringst du den Leser zum Gähnen. Sei stattdessen individuell und kreativ.
    • Über ein Kennenlernen würde ich mich freuen. Vermeide Konjunktive – du freust dich natürlich optimistisch auf ein Kennenlernen.
  5. Der weitere Bewerbungsprozess für Psychologen.

    Nach einer positiven Rückmeldung auf deine Bewerbung im Bereich Psychologie können mehrere Schritte folgen – vom Online-Test bis zum Assessment Center. In jedem Fall findet ein persönliches Vorstellungsgespräch mit der HR-Abteilung und fachlichen Vertretern statt. Zu diesem erscheinst du selbstverständlich ausgeschlafen, passend gekleidet und gut vorbereitet: Informiere dich vorher über das Unternehmen und lege dir zurecht, warum du genau diese Stelle haben willst. Das heißt nicht, dass du deine Antworten auswendig lernen sollst – es geht eher darum, sich die eigene Motivation bewusst zu machen.

    Welche Fragetypen erwarten dich?

    Allgemeine Fragen, zum Beispiel:

    • Warum denkst du, du bist der Richtige für den Job?
    • Wo hast du dich als Psychologe sonst noch beworben?
    • Was hat dich an der Stellenanzeige am meisten angesprochen?

    Fachliche Fragen, zum Beispiel:

    • Worüber hast du deine Abschlussarbeit geschrieben und was hat dich an dem Thema besonders interessiert?
    • Was sind die Entwicklungsstufen von Kindern? (Erziehungsbereich)
    • Welche Möglichkeiten fallen dir ein, um Mitarbeiter zu motivieren? (HR-Bereich)

    Persönliche Fragen, zum Beispiel:

    • Was ist deine größte Schwäche und was tust du dagegen?
    • Was war dein erster großer Erfolg und wie hast du ihn erreicht?
    • Im Team gibt es Stress – was ist dein Beitrag, um die Situation zu deeskalieren?

    Stressfragen, zum Beispiel:

    • Bist du Psychologe geworden, um dich selbst zu therapieren?
    • Was hat dich an deinem letzten Vorgesetzten so richtig genervt?
    • Wie viele Katzen gibt es in Deutschland?

    Bei allen Fragen gilt: Sei authentisch, aufgeschlossen und gleichzeitig nicht zu offen – gerade bei den Stressfragen, die eher den Sinn haben, dich aus der Reserve zu locken, sollst du zeigen, dass du die Ruhe selbst bist. Bei Schätz- oder Fachfragen geht es nicht darum, dass du alles weißt, sondern darum, wie du an Dinge rangehst. Als Psychologe kannst du dich auf viele persönliche Fragen einstellen, aber wenn sie zu persönlich werden, darfst du natürlich die Antwort verweigern.

    Eigene Fragen.

    Alle Fragen wurden beantwortet? Dann bist du jetzt dran – stellst du inhaltliche Fragen, zeigt das Interesse und Auseinandersetzung mit dem Unternehmen. Gute Fragen sind:

    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?
    • Wie verläuft die Zusammenarbeit im Team?
    • Wie sieht die Meeting-Kultur aus?

    Fragen nach Gehalt und Urlaub kannst du stellen, wenn alles Inhaltliche beantwortet wurde.

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