Bewerbung im Bereich Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung.

Ein guter Abschluss oder viele Praxiserfahrungen im Marketing oder in der Digitalwirtschaft reichen nicht aus, wenn du es nicht schaffst, in deiner Bewerbung deine individuelle Passform zur ausgeschriebenen Stelle zu zeigen. Informiere dich hier, wie du mit Anschreiben und Lebenslauf überzeugst.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Ob du eine moderne, eine klassische oder eine kreative Bewerbungsvorlage zur Inspiration nutzt, kommt auf das Berufsfeld an: In klassischen Wirtschaftsberufen darf es konventioneller sein, in der Digitalbranche bietet sich ein originelles Bewerbungs-Muster an.

  2. Form deiner Bewerbung.

    Deine Bewerbung im Bereich Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung besteht aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Anlagen.

    Zu den Anlagen gehören Zeugnisse genauso wie Zertifikate und relevante Bescheinigungen, zum Beispiel von Weiterbildungen. Ein Deckblatt kannst du ebenfalls hinzufügen, das ist aber kein Muss. In Summe ist es wichtig, dass die Bewerbung gut strukturiert und übersichtlich ist, damit der Personaler nicht erst nach den wichtigen Infos suchen muss. Vor allem im digitalen Bereich, wenn du dich zum Beispiel als Online Marketing Manager bewirbst, ist eine Online Bewerbung Pflicht. Hier kannst du auch kreativ werden, indem du beispielsweise eine Bewerbungs-Website entwirfst statt die klassische PDF-Bewerbung zu verschicken.

  3. Das Anschreiben.

    Neben dem Lebenslauf ist das Anschreiben das Herzstück deiner Bewerbung. Hier formulierst du aus, was deine Motivation für die Stelle ist und wieso du der richtige Kandidat dafür bist. Das Bewerbungsschreiben ist folgendermaßen aufgebaut:

    1. Kopf: In den Kopf des Anschreibens gehören deine Kontaktdaten, die des Unternehmens mit einem konkreten Ansprechpartner und der Betreff mit der genauen Jobbezeichnung, zum Beispiel „Bewerbung als Produktmanager“ oder „Bewerbung als Digital Business Manager, Referenznr. xy“

    2. Einleitung: Die ersten Sätze können entscheidend sein – weckst du keine Neugier, legt der Personaler deine Bewerbung schnell wieder weg. Sei deswegen prägnant und bringe in ein bis drei Sätzen deine Motivation auf den Punkt.

    3. Mittelteil: Im größten Block der Bewerbung geht es um deinen Werdegang – zum Beispiel Studium, kaufmännische Ausbildung, Praktika oder Werkstudententätigkeiten – und deine sonstigen Skills. Stelle hier immer den Bezug zur Stelle her: Hast du deine Abschlussarbeit zum Thema Öffentlichkeitsarbeit oder Social Media Auftritt einer berühmten Persönlichkeit geschrieben, passt das gut für den PR- oder Social Media Job. Deine Soft Skills kannst du durch Hobbys wie Teamsport oder ehrenamtliche Arbeit gut belegen.

    4. Schluss: In den letzten zwei Sätzen nennst du, wenn danach gefragt wurde, deine Gehaltsvorstellung und deinen gewünschten Einstiegstermin. Du schließt damit, dass du dich auf ein persönliches Kennenlernen freust, „mit freundlichen Grüßen“ sowie deinem ganzen Namen und einer eingescannten Unterschrift.

  4. No Gos in der Bewerbung.

    Sehr geehrte Damen und Herren: Startest du so, liegt der Verdacht nahe, dass du keine Zeit investiert hast, um einen konkreten Ansprechpartner rauszufinden. Schreit geradezu nach Massenbewerbung, und das kommt nicht gut an.

    Hiermit bewerbe ich mich: Mit diesem Einstieg beeindruckst du niemanden. Besser: Direkt deine Kernskills nennen und individuell deine Begeisterung für die Stellenausschreibung ausdrücken.

    Selfies und Urlaubsfotos: Es lohnt sich, in Bewerbungsfotos vom Fotografen zu investieren, denn Schnappschüsse wirken sehr unprofessionell.

    Grundschule: Ob du als Eventmanager geeignet bist, hat nichts damit zu tun, auf welcher Grundschule du warst. Pack deinen Lebenslauf lieber mit relevanten Infos voll, denn du hast nur zwei Seiten Platz.

    Fehler: Versteht sich eigentlich von selbst – Tippfehler oder verkorkste Grammatik sind tabu. Zur Sicherheit lässt du deine Bewerbung nochmal Korrektur lesen, bis sie rausgeht.

  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Nach einer positiven Reaktion auf deine Bewerbung im Bereich Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung geht es weiter im Prozess: Dich können ein Telefoninterview, ein Assessment Center, Online Tests sowie das persönliche Vorstellungsgespräch erwarten. In letzterem wirst du sowohl fachlich als auch persönlich auf die Probe gestellt. Bereite dich darauf vor, indem du dich gut über das Unternehmen informierst. Diese Fragen können dich erwarten:

    Fachfragen:

    Natürlich ist für deinen potenziellen Arbeitgeber wichtig, was du schon weißt. Je nach Fachbereich können die Fragen sehr variieren – während du als angehender Sales Manager oder HRler oft Rollenspiele mit Fake-Kunden bzw. -Bewerbern durchführen musst, bieten sich im digitalen und Marketing-Bereich fachliche Fragen zu Begriffen wie „SEO“, „Big Data“ oder „Blockchain“ an. Wenn du etwas nicht weißt, kannst du ehrlich sein und versuchen, das Gespräch auf vertrauteres Terrain zu lenken.

    Allgemeine Fragen:

    Natürlich wird auch im persönlichen Gespräch nochmal deine Motivation gecheckt. Präsentierst du dich hier authentisch, leidenschaftlich und sympathisch, ist das die halbe Miete. Auswendig gelernte Sätze werden schnell entlarvt. Oft musst du auch nochmal deinen Lebenslauf vertonen und deutlich machen, warum er perfekt zur ausgeschriebenen Stelle passt.

    Persönliche Fragen:

    Hier dreht sich alles um deine Soft Skills. Fragen nach deinen Stärken und Schwächen sind der Klassiker, oft wird auch nach dem Umgang mit Misserfolgen oder Konflikten im Team gefragt. Werden die Fragen zu persönlich, kannst du vage werden, aber ansonsten zahlt sich Ehrlichkeit aus. Denn viel wird auch zwischen den Zeilen gelesen.

    Schätz- und Stressfragen:

    Manche Fragen brauchen gar keine richtige Antwort, sondern wollen vor allem testen, wie du auf Stress reagierst und wie es um dein analytisches Denkvermögen steht. Lass dich also bei Brainteasern nicht aus der Ruhe bringen, gib nicht zu schnell auf und versuche, dich zu nichts hinreißen zu lassen, wenn du provozierst wirst.

    Eigene Fragen:

    Am Ende des Gesprächs bist du in der Regel gefragt. Bereite dich am besten schon zu Hause vor und notiere dir inhaltliche Fragen zur Arbeitsweise, zu Weiterbildungsmöglichkeiten oder zu Karrierewegen im Unternehmen. Fragen zu Gehalt oder Urlaub kannst du auch stellen, aber bitte nicht als allererstes.

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