Bewerbung im Bereich Bildung & Soziales.

Wie zeigt man seinen Spaß an der Arbeit mit Menschen auf ein paar Seiten? Hier bekommst du Tipps, wie du mit deiner Bewerbung im sozialen oder Bildungsbereich überzeugst.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Bei einer Bewerbung im Bereich Bildung und Soziales kommt es auf deinen künftigen Arbeitgeber an, ob ein klassisches, ein kreatives oder ein modernes Bewerbungsmuster passt.

  2. Bildung & Soziales: Das gehört in die Bewerbung rein.

    Natürlich zählt vor allem der Inhalt deiner Bewerbung. Aber auch formal sollte alles stimmen, um einen professionellen Eindruck zu machen und vollständige Unterlagen einzureichen. Per E-Mail, per Post oder per Bewerbungsmanagementsystem des Unternehmens schickst du

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Anlagen sowie Zeugnisse

    auf den Weg. Ein Deckblatt ist optional, kann gliedern und helfen, deine zentralen Kenntnisse hervorzuheben. Der Lebenslauf sollte keine Lücken vorweisen, die du nicht erklären kannst. Zu den Anlagen gehören nicht zur Zeugnisse und Zertifikate.

  3. Anschreiben und Lebenslauf.

    Die Bewerbung im Sozialwesen oder im Bereich Bildung unterscheidet sich insofern von Bewerbungen in anderen Berufen der freien Wirtschaft, dass der Fokus oft auf methodischen Fähigkeiten liegt. Wenn du andererseits zum Beispiel bei einer Beratung oder einer NGO startest, sind auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse wichtig. Achte hier immer besonders auf die Relevanz, anstatt dem Standard-Schema einer Bewerbung zu folgen, nach dem man Fremdsprachen- und EDV-Kenntnisse immer auflistet.

    Wichtiges zum Lebenslauf.

    Im Lebenslauf deiner Bewerbung geht es vor allem darum, deinen bisherigen Werdegang – vom Studium in Geistes- oder Sozialwissenschaften über die Praktika im Studium bis hin zur Abschlussarbeit – auf maximal zwei Seiten übersichtlich darzustellen. Dabei gehst du antichronologisch vor, das heißt die aktuellsten Stationen stehen ganz oben. Auch Fähigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse gehören in deinen Lebenslauf mit der Angabe des jeweiligen Levels. Relevant sind diese, wenn du zum Beispiel mit Geflüchteten oder in der Entwicklungshilfe arbeiten willst und dafür Arabisch oder Spanisch gelernt hast.

    Das Bewerbungsschreiben.

    Im Anschreiben geht es dann konkreter um deine Motivation und deinen persönlichen Fit zur Stelle im Bereich Bildung & Soziales. Hier hast du auf einer Seite die Chance, deine Kenntnisse und deine Persönlichkeit zu zeigen.

    Besonders wichtig ist der Einstieg: Bringe hier auf den Punkt, was dich zum perfekten Kandidaten für einen Job im sozialen oder Bildungs-Bereich macht. Im Folgenden verbindest du deine bisherigen praktischen Erfahrungen mit dem, was in der Stellenausschreibung gefordert ist. Bewirbst du dich zum Beispiel als Trainer oder für den Bereich E-Learning, schadet es nicht, wenn du jahrelang Nachhilfe gegeben hast oder deine Abschlussarbeit von dem entsprechenden Thema handelt. Einen besonderen Fokus legst du auf deine Soft Skills, deine Persönlichkeit und deine Methodenkompetenz. Diese belegst du wiederum durch Zertifikate. Ehrenamtliche Tätigkeiten oder Engagement im Sportverein zeigen, dass dir der Kontakt zu Menschen liegt und du intrinsisch motiviert bist.

    10 No-Gos in der Bewerbung.

    1. „Hiermit bewerbe ich mich als Consultant“: Dieser Einstieg bringt den Personaler zum Gähnen und deine Bewerbung auf den Absagenstapel.
    2. Selfies: Genauso wie Urlaubsfotos oder andere Schnappschüsse wirken Selfies sehr unprofessionell. Der Gang zum Fotografen ist unvermeidlich.
    3. Überzogene Gehaltsvorstellungen: Wird in der Bewerbung nach der Gehaltsvorstellung gefragt, gibst du sie am Ende der Bewerbung an – aber ohne zu übertreiben: Willst du als Berufseinsteiger mehr verdienen als der Durchschnitt, musst du das sehr gut begründen können.
    4. Würde, hätte, könnte: Konjunktive wirken nicht selbstsicher. Anstatt dass du dich auf ein Vorstellungsgespräch freuen würdest, freust du dich auf das persönliche Kennenlernen.
    5. Beruf der Eltern: Der Platz in deiner Bewerbung ist kostbar, deswegen solltest du irrelevante Informationen im Lebenslauf weglassen und dich auf deine Person konzentrieren.
    6. Betreff: Bewerbung: Lass das Wort „Betreff“ weg und benenne konkret die Stelle, für die du dich bewirbst – zum Beispiel: Bewerbung als Sozialarbeiter, Referenznummer xy
  4. Das Vorstellungsgespräch als Sozialwissenschaftler.

    Wenn deine Bewerbung beeindruckt hat, folgt die Einladung zum persönlichen Kennenlernen. Das kann bei größeren Unternehmen in Form eines Vorstellungsgesprächs stattfinden, aber auch einfach in Form eines oder mehrerer Vorstellungsgespräche erfolgen. Wichtig ist in jedem Fall, dass du dich im Vorfeld über das Unternehmen oder die Organisation informierst, dich in deine Aufgabenfelder einliest und dir deine Motivation bewusst machst. Auch dein Outfit solltest du bewusst wählen – im sozialen Bereich darf es oft nicht zu schick sein, wobei du zum Beispiel als Lehrer auch nicht zu leger auftreten solltest.

    Dir werden in der Regel allgemeine Fragen zu deiner Motivation, persönliche Fragen, fachliche Fragen sowie Stressfragen gestellt, zum Beispiel:

    • Wieso möchtest du bei uns arbeiten?
    • Was gefällt dir an der Arbeit mit Menschen?
    • Wie reagierst du, wenn dich jemand anschreit?
    • In welcher sozialen Situation möchtest du nie stecken und wieso?
    • Welche pädagogischen Konzepte an Schulen kennst du?
    • Du kommst in einen Raum und spürst Spannungen. Was machst du?
    • Was ist für dich der große Vorteil von E-Learning?
    • Kannst du dir vorstellen, ein kompetenter Ansprechpartner für Drogensüchtige/Langzeitarbeitslose/Kinder mit gewalttätigem Hintergrund zu sein?
    • Welche Methoden kennst du aus dem Coaching?
    • Wieso hast du so lange für dein Studium gebraucht?
    • Stell dir vor, du musst verkünden, dass hundert Stellen abgebaut werden. Wie gehst du vor?
    • Wie schätzt du deinen Auftritt bisher ein, würdest du dich einstellen?

    Bei allen Fragen gilt: Sei ehrlich und zeige dich lernbereit. Gerade im Bereich Soziales und Bildung geht viel über die Persönlichkeit. Verstellst du dich, fällt das auf. Andererseits musst du dir immer bewusst sein, dass du dich in einem Vorstellungsgespräch befindest und dein künftiger Chef zum Beispiel nichts von deiner Feierfreude im Studium erfahren muss.

    Eigene Fragen.

    Hast du am Ende die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen, solltest du sie unbedingt nutzen – auf inhaltlicher Ebene. Fragen nach Gehalt oder Urlaub hebst du dir besser ganz bis zum Schluss auf. Gute Fragen sind:

    • Wie läuft die Einarbeitung?
    • Für wie viele Menschen werde ich zuständig sein?
    • Werden Weiterbildungen angeboten?
    Schon gewusst? So erhältst du Job-Anfragen von Top-Arbeitgebern.