Bewerbung im Bereich Jura und Rechtswesen.

Auch mit den besten Voraussetzungen, sei es das Studium in Regelstudienzeit oder ein Prädikatsexamen im Bereich Jura und Rechtswesen, kommst du um eine aussagekräftige Bewerbung nicht herum. Und so geht es.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Im eher konservativen Berufsfeld Jura und Rechtswesen bietet sich oftmals das klassische Bewerbungsmuster an.

  2. Bestandteile deiner Bewerbung.

    Wie jede Bewerbung sollten deine Unterlagen für den Bereich Jura und Rechtswesen folgende Bestandteile aufweisen:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Zeugnisse/Staatsexamen/Referenzen

    Dir überlassen bleibt das Deckblatt mit deinen Kontaktdaten und einem professionellen Bewerbungsfoto. Baust du es übersichtlich auf, hinterlässt es einen guten ersten Eindruck beim Personaler. Pflicht dagegen bleibt ein gut strukturierter Lebenslauf, der in antichronologischer Reihenfolge zum Beispiel listet:

    • Zweites Staatsexamen – Note/Punktzahl
    • Referendariat – Dauer/Aufgabenschwerpunkte
    • Erstes Staatsexamen – Note/Punktzahl
    • Jurastudium – Dauer/Schwerpunkte
    • Praktika im Rechtswesen –Dauer/Aufgabenschwerpunkte

    Auch deine Schulzeit, EDV-Skills und relevante Weiterbildungen gehören in deinen Lebenslauf. Du siehst: Personaler wollen hier schnell deine Fachkompetenz abschätzen. Entspricht deine Berufserfahrung dabei nicht ganz den Anforderungen in der Stellenanzeige, rückt der Fokus schnell auf dein Anschreiben.

  3. Anschreiben im Bereich Jura und Rechtswesen.

    Das Anschreiben soll dem Unternehmen ein umfassenderes Bild von deiner Person und deinen Fähigkeiten geben. Hier geht es nicht wie im Lebenslauf darum, harte Fakten aneinanderzureihen, sondern die für die Position relevanten und geforderten Skills mittels entsprechender Berufserfahrung, Persönlichkeitsmerkmalen und Motivation zu kommunizieren. Dabei fokussierst du dich auf das Wesentliche und stellst einen direkten Bezug zum Unternehmen her. Diese vier Tipps helfen dir dabei, dein Anschreiben inhaltlich auszugestalten.

    1. Warum willst du genau zu diesem Unternehmen? Suche Projekte, Visionen oder Ziele des Arbeitgebers heraus, die dich interessieren und überzeugen. Dann hast du im Anschreiben eine plausible Motivation für deine Bewerbung. Eine gute Einleitung.

    2. Sind in der Stellenanzeige Teamfähigkeit, Organisationstalent und Kommunikationsfähigkeit gefragt, antwortest du mit Praxisbeispielen, in denen du diese Fähigkeiten unter Beweis stellen konntest.

    3. Konzentriere dich auf einen inhaltlichen Mix aus Kompetenz, Leistungsmotivation und deiner Persönlichkeit. Dieser Dreiteiler ist für die meisten Personaler von Relevanz.

    4. Sei selbstbewusst, gleichzeitig jedoch nicht zu hochtrabend. Statt dass du dich im Konjunktiv über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen würdest, freust du dich einfach auf ein persönliches Kennenlernen und verbleibst bis dahin mit freundlichen Grüßen.

  4. No-Gos in deiner Bewerbung.

    Falsche Gehaltsvorstellungen: Wird nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt, orientierst du dich am besten an dem Durchschnittsgehalt im Berufsfeld Jura und Rechtswesen. Dadurch vermeidest du in jedem Fall Maßlosigkeit und Überschätzung.

    Sehr geehrte Damen und Herren: Du findest natürlich einen konkreten Ansprechpartner heraus, der deine Jura-Bewerbung entgegennimmt.

    Fehlerhafte Rechtschreibung: Egal ob mit Staatsexamen oder Bachelor: Einem studierten Juristen muss man zutrauen können, ein fehlerfreies Anschreiben zu verfassen.

  5. Das Vorstellungsgespräch: typische Fragen.

    Hatte deine schriftliche Bewerbung Erfolg, folgt in der Regel die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Jedes Gespräch bleibt zwar individuell, allerdings kannst du dich trotzdem auf gewisse Fragetypen vorbereiten, die gerne in Vorstellungsgesprächen gestellt werden. Ein Überblick:

    FRAGETYP BEISPIELFRAGEN
    Kompetenzfragen In welchem Zusammenhang stehen die Aneignungs- und Enteignungskomponente?
    Was ist eine gestörte Gesamtschuld?
    Welche Kritik würden Sie hinsichtlich aktuellem Strafrecht äußern?
    Motivationsfragen Warum haben Sie Jura studiert?
    Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Job?
    Warum haben Sie sich dazu entschieden, Anwalt zu werden?
    Persönlichkeitsfragen Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
    Was war ihr größter Fehler im vergangenen Job?
    Stressfragen Warum haben Sie Ihr Jurastudium nicht in Regelstudienzeit beendet?
    Wieso haben Sie ihr Erstes Staatsexamen nicht im ersten Versuch bestanden?
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