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Kleider machen Leute

Kleidung im Vorstellungsgespräch: Tipps für Männer und Frauen

Kleidung im Vorstellungsgespräch: Tipps für Männer und Frauen

Mit oder ohne Krawatte, feine Hose oder doch lieber Jeans? Die Wahl der richtigen Kleidung für den Beruf oder das Vorstellungsgespräch ist gar nicht so einfach. Einerseits muss sie für die Position, den Arbeitgeber und die Branche angemessen sein, zum anderen sollte man sich in seiner Kleidung auch wohlfühlen. ABSOLVENTA gibt Tipps für das passende Outfit im Job und im Bewerbungsgespräch für Männer und Frauen.

Inhalt 

  1. Wirkung von Kleidung
  2. Kleidung im Berufsleben
  3. Kleidung im Vorstellungsgespräch für Männer
  4. Kleidung im Vorstellungsgespräch für Frauen
  5. Piercings im Vortstellungsgespräch
  6. Weitere Tipps für die Kleidung im Vorstellungsgespräch

Wirkung von Kleidung

Wie Kleidung auf die Mitmenschen wirkt

Die Kleidung hat großen Einfluss darauf, wie man sich selbst fühlt und wie man von anderen wahrgenommen wird. Nicht umsonst heißt es schließlich: Kleider machen Leute!

Imageberaterin Christiane Dierks unterstreicht die Wirkung des richtigen Outfits, um die Karriere zu unterstützen: Durch seine Kleidung kann der Träger durchsetzungsfähiger, kompetenter, kommunikativer oder einfach nur größer oder seriöser aussehen. Denn die richtigen Farben oder Schnitte können die Wirkung auf die Kollegen beeinflussen. So wirken starke Kontraste und dunkle Farben oft kühl und distanziert, während harmonisch abgestimmte Farbtöne freundlicher und kommunikativer wirken.

Die optimale Kleidung sollte sowohl zum eigenen Typ als auch zur beruflichen Situation passen. Laut Charisma-Trainerin Julia Sobainsky sollte man immer die Kleidung tragen, die auch eine Hierarchieebene höher getragen wird oder mit Modedesigner Giorgio Armani gesprochen:

Kleide dich stets für die Position, die du willst – nicht für die, die du schon hast.

Kleidung im Berufsleben

Eine gewisse Kleiderordnung im Beruf ist in erster Linie von der Branche abhängig. Die konservative Versicherungs- oder Finanzbranche setzt auch eine ebenso konservative und seriöse Kleidung voraus. In kreativen Berufen ist auch die Garderobe meist legerer und individueller.

Wenn kein Kundenkontakt besteht, ist auch die sogenannte gehobene Freizeitkleidung wie eine edle Jeans mit einem Jackett oder die Bluse zum Rock gängig.

Wichtig ist dabei nicht nur das eigene Wohlgefühl in der Kleidung, sondern auch der Eindruck, den sie hinterlassen soll. Immerhin repräsentiert der Träger das Unternehmen bei Terminen oder beim Kunden.

Ein zu legeres oder zu sportliches Outfit lässt den Träger schnell unseriös und unprofessionell wirken. Auch eine zu verspielte und zu körperbetonte Mode kann sich nachteilig auswirken. Der Träger oder die Trägerin erntet zwar mehr Aufmerksamkeit mit dem Outfit, allerdings wird in den meisten Fällen auch weniger Kompetenz unterstellt. Dies kann gerade beim Berufseinstieg ein wichtiges Auswahlkriterium sein.

Unabhängig von der Stelle erwarten Arbeitgeber von Bewerbern bei einem Vorstellungsgespräch ordentliche Kleidung und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Mit welcher Kleidung man das erreicht, steht auf einem anderen Blatt. Hier kommt es stark auf die Konventionen für die angestrebte Stelle an.

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Kleidung im Vorstellungsgespräch für Männer

Bei Bewerbungsgesprächen für Führungspositionen, im Finanzbereich und bei traditionsreichen Unternehmen sind für Männer Lederschuhe, Anzug, Hemd und Krawatte Pflicht. Mit Details wie einem Einstecktuch kann man seinen Look noch abrunden. Das betrifft zudem alle Jobs, bei denen man das Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, Kunden oder Geschäftspartnern repräsentiert.

Hier wird schon im Vorstellungsgespräch genau auf die Kleidung der Bewerber geachtet. Es gehört zu den Soft Skills, zu wissen, wie man sich in welcher Situationen angemessen zu kleiden hat. Personaler ziehen daraus Rückschlüsse, wie die Kandidaten in ihrem späteren Job auftreten. Im Zweifel sollten Bewerber daher immer das elegantere bzw. das Business-Outfit wählen. Verkleiden sollte man sich aber nicht. Für wen es ein Graus ist, jeden Tag Anzug zu tragen, der sollte sich besser einen Job suchen, in dem das nicht notwendig ist.

Auch in Unternehmen mit einem jungen Team ist die Kleiderordnung meistens etwas legerer, sodass die Kleidung im Vorstellungsgespräch auch etwas lockerer sein darf. Ein Anzug mit Krawatte ist in einem Start-Up-Unternehmen eher die Ausnahme. Auch wenn Mitarbeiter in ihrem angestrebten Job keinen persönlichen Kundenkontakt haben, gelten oft lockere Vorschriften.

Bei einem Einstellungsgespräch für ein Praktikum, einen Nebenjob oder eine Abschlussarbeit wäre das klassische Business-Outfit zu viel des Guten. Gute Schuhe, eine schlichte Jeans oder eine Chino-Hose, Hemd und Pullover sind dann völlig angemessen. Den Look kann man bei Bedarf noch mit einem Jackett ergänzen, wenn man sich z.B. für ein Praktikum in einer Versicherung bewirbt.

Klassischer Schmuck für Männer sind ein Fingerring und eine Uhr. Bevor man eine billige Uhr Marke „Kaugummi-Automat“ trägt, sollte man sie besser weglassen. Ebenso unpassend ist es, wenn man sich um eine Junior-Position bewirbt und schon eine Rolex trägt.

Für Männer führt in einem Vorstellungsgespräch kein Weg an Lederschuhen vorbei. Die Schuhe müssen aber zum restlichen Outfit passen. Wenn Schuhe und Gürtel aus einer Farbe sind, wirkt das stimmig und zeugt von Stil. Wichtig ist auch, dass die Schuhe zum Anzug passen. Die besten Schuhe nutzen nichts, wenn sie beispielsweise braun sind aber man dazu einen schwarzen Anzug trägt. Diese Kombination ist als Kleidung in einem Vorstellungsgespräch genauso unpassend wie weiße Socken zu einem dunklen Anzug.

Kleidung im Vorstellungsgespräch für Frauen

Frauen sollten einen zu kurzen Rock oder zu knappe Kleidung im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall vermeiden. Wenn das Hemd oder die Bluse zu eng ist, zeichnet sich die Körpersilhouette deutlich ab. Diese Kleidung kann schnell unseriös wirken – egal ob man die dafür passende Figur hat oder auch nicht. Das Gleiche gilt für einen tiefen Ausschnitt. Zu viel nackte Haut ist bei einem Vorstellungsgespräch ein absolutes Tabu. Weder die Kleidung noch die Körpersprache dürfen Flirtbereitschaft signalisieren. Frauen, die nur sehr selten Röcke tragen, sollten schon im Vorfeld das elegante Sitzen und den Gang in einem Rock trainieren. Die Schuhe sollten nicht zu hoch sein und einen bequemen Absatz haben. Wer Schuhe mit Absätzen tragen möchte, sollte auch problemlos darin laufen können.

Frauen sollten übrigens keine roten Kleidungsstücke tragen, denn das wirkt auf viele Menschen (wenn auch nur unbewusst) aufreizend bis aggressiv.

Beim Schmuck für Frauen gilt im Vorstellungsgespräch: Weniger ist mehr. Die Schmuckstücke sollten im Vorstellungsgespräch eher unauffällig gehalten sein. Zuviel „Bling Bling“ lenkt nur ab. Dezente Ohrringe und/oder eine Kette sind daher völlig in Ordnung. Von extravaganten Accessoires ist abzuraten, sofern man sich nicht grade um eine Stelle in der Mode-Branche oder bei einer Kreativagentur bewirbt. Gleiches gilt für das Make-up und die Frisur: Im Vorstellungsgespräch ist weniger besser. Also lieber ein leichtes Tages-Make-up anstatt den knallroten Lippenstift wählen. Brillenträgerinnen können darauf achten, ihre Augen zum Beispiel durch einen hellen unteren Lidstrich zu betonen. Bei den Haaren gilt: Lange Haare müssen nicht unbedingt zum Zopf gebunden werden, sie sollten jedoch nicht ins Gesicht fallen oder anderweitig ablenken. Auch das Spielen mit den Haaren während des Vorstellungsgesprächs ist absolut tabu, da es von Unsicherheit und Nervosität zeugt. 

>> Hier gibt es weitere Tipps für das Business-Outfit der Frau

Piercings im Vorstellungsgespräch

Was ist mit Piercings im Vorstellungsgespräch?

In manchen Jobs ist ein Piercing kein Problem, woanders kann es jedoch ein Hygienerisiko darstellen (z.B. in medizinischen Jobs) oder wegen gesellschaftlicher Konventionen als unangemessen gelten (z.B. bei Bank-Jobs). Im Zweifel sollte man sich zumindest für das Vorstellungsgespräch von seinen Piercings trennen. Zwar wünschen sich Arbeitgeber authentische Bewerber, aber oft ist es schlauer, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern zunächst im Gespräch auszuloten, wie tolerant das Unternehmen ist. Wenn sich der Arbeitgeber für einen Bewerber als zu spießig erweist, sollte er sich gut überlegen, ob er dort überhaupt arbeiten möchte und beruflich glücklich werden kann.

Weitere Tipps für die Kleidung im Vorstellungsgespräch

  • Wenn man sich unsicher ist, wie der Dresscode für das Vorstellungsgespräch sein sollte, kann man einfach im Vorfeld bei dem jeweiligen Unternehmen nachfragen.
  • Achte darauf, wie die Mitarbeiter angezogen sind, z.B. auf der Team-Seite der Homepage.
  • Ziehe das Outfit vorher schon einmal an, um dich daran zu gewöhnen. Achte auch auf Bewegungsfreiheit und einen bequemen Sitz.
  • Lass dir von Freunden oder Verwandten Feedback zum Outfit geben.
  • Die Kleidung bügeln!
  • Die Lederschuhe putzen.
  • Sneaker oder sonstige Sportschuhe sind vielleicht cool, aber bei Bewerbungsgesprächen jenseits der Start-Up-Szene unangebracht.
  • Zum perfekten Erscheinungsbild gehören auch gewaschene Haare, eine ordentliche Frisur und ggf. ein gepflegter Bart.

Im Vorstellungsgespräch ist nicht nur die Wahl der Kleidung an sich wichtig. Es kommt auch darauf an, mit welcher Selbstverständlichkeit man sein Outfit trägt.

>> Lesetipp: Kleidung im Vorstellungsgespräch – Die Wirkung der Farben

Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein

Als Content Managerin kümmert sich Noemi Haderlein seit 2015 um die Inhalte von ABSOLVENTA und schreibt zu allen Themen, die Studenten und Berufseinsteiger rund um Studium, Bewerbung und ersten Job interessieren.

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