Kleidung im Vorstellungsgespräch: Tipps für Männer und Frauen.

Kleidung im Vorstellungsgespräch: Tipps für Männer und Frauen.

Mit oder ohne Krawatte, feine Hose oder doch lieber Jeans? Die Wahl der richtigen Kleidung für den Beruf oder das Vorstellungsgespräch ist gar nicht so einfach. Einerseits muss sie für die Position, den Arbeitgeber und die Branche angemessen sein, zum anderen sollte man sich in seiner Kleidung auch wohlfühlen. Absolventa gibt Tipps für das passende Outfit im Job und im Bewerbungsgespräch für Männer und Frauen.

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Wirkung von Kleidung.

Wie Kleidung auf die Mitmenschen wirkt

Die Kleidung hat großen Einfluss darauf, wie man sich selbst fühlt und wie man von anderen wahrgenommen wird. Nicht umsonst heißt es schließlich: Kleider machen Leute!

Imageberaterin Christiane Dierks unterstreicht die Wirkung des richtigen Outfits zur Unterstützung der Karriere: Durch Kleidung kann man durchsetzungsfähiger, kompetenter, kommunikativer oder einfach nur größer oder seriöser aussehen. Denn die richtigen Farben oder Schnitte können die Wirkung auf die Kolleg_innen* beeinflussen. So wirken starke Kontraste und dunkle Farben oft kühl und distanziert, während harmonisch abgestimmte Farbtöne freundlicher und kommunikativer wirken.

Die optimale Kleidung sollte sowohl zum eigenen Typ als auch zur beruflichen Situation passen. Laut Charisma-Trainerin Julia Sobainsky sollte man immer die Kleidung tragen, die auch eine Hierarchieebene höher getragen wird oder mit Modedesigner Giorgio Armani gesprochen:

Kleide dich stets für die Position, die du willst – nicht für die, die du schon hast.

Kleidung im Berufsleben.

Eine gewisse Kleiderordnung im Beruf ist in erster Linie von der Branche abhängig. Die konservative Versicherungs - oder Finanzbranche setzt auch eine ebenso konservative und seriöse Kleidung voraus. In kreativen Berufen ist auch die Garderobe meist legerer und individueller.

Wenn kein Kundenkontakt besteht, ist auch die sogenannte gehobene Freizeitkleidung wie eine gute Jeans mit einem Jackett oder die Bluse zum Rock gängig.

Wichtig ist dabei nicht nur das eigene Wohlgefühl in der Kleidung, sondern auch der Eindruck, den sie hinterlassen soll. Immerhin repräsentiert man das Unternehmen bei Terminen oder bei Kunden.

Ein zu legeres oder zu sportliches Outfit lässt dich schnell unseriös und unprofessionell wirken. Auch eine zu verspielte und zu körperbetonte Mode kann sich nachteilig auswirken. So ernten man zwar mehr Aufmerksamkeit mit dem Outfit, allerdings wird in den meisten Fällen auch unterstellt, dass jemand weniger kompetent ist. Dies kann gerade beim Berufseinstieg ein wichtiges Auswahlkriterium sein.

Unabhängig von der Stelle erwarten Arbeitgeber von Bewerbern in einem Vorstellungsgespräch ordentliche Kleidung und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Mit welcher Kleidung man das erreicht, steht auf einem anderen Blatt. Hier kommt es stark auf die Konventionen für die angestrebte Stelle an.

Kleidung im Vorstellungsgespräch.

Eine kurze Übersicht, was du im Vorstellungsgespräch am besten anziehst:

MÄNNER FRAUEN
JACKE Jackett Blazer
OBERTEIL Hemd Bluse oder Kleid
HOSE Anzughosen Anzughose oder Rock
SCHUHE Lederschuhe schlichte Ballerinas oder Pumps
HAARE gepflegt und aus dem Gesicht Zopf oder offen, aber aus dem Gesicht
ACCESSOIRES Krawatte, Einstecktuch, Uhr dezenter Schmuck

Hier erfährst du außerdem, was du im Vorstellungsgespräch für dein Berufsfeld außerdem noch beachten solltest und wie du dich am besten vorbereiten kannst:

Berufsfeld Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
IT & Development Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
Ingenieurwesen & Technik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
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Kleidung im Vorstellungsgespräch für Männer.

Bei Bewerbungsgesprächen für Führungspositionen, im Finanzbereich und bei traditionsreichen Unternehmen sind für Männer Lederschuhe, Anzug, Hemd und Krawatte Pflicht. Mit Details wie einem Einstecktuch kann man seinen Look noch abrunden. Das betrifft zudem alle Jobs, bei denen man das Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, Kunden oder Geschäftspartnern repräsentiert.

Hier wird schon im Vorstellungsgespräch genau auf die Kleidung der Bewerber geachtet. Es gehört zu den Soft Skills, zu wissen, wie man sich in welcher Situationen angemessen zu kleiden hat. Personalverantwortliche ziehen daraus Rückschlüsse, wie die Kandidaten in ihrem späteren Job auftreten. Im Zweifel sollten Bewerber daher immer das elegantere bzw. das Business-Outfit wählen. Verkleiden sollte man sich aber nicht. Für wen es ein Graus ist, jeden Tag Anzug zu tragen, der sollte sich besser einen Job suchen, in dem das nicht notwendig ist.

Auch in Unternehmen mit einem jungen Team ist die Kleiderordnung meistens etwas legerer, sodass die Kleidung im Vorstellungsgespräch auch etwas lockerer sein darf. Ein Anzug mit Krawatte ist in einem Start-Up eher die Ausnahme. Auch wenn Mitarbeiter in ihrem angestrebten Job keinen persönlichen Kundenkontakt haben, gelten oft lockere Vorschriften.

Bei einem Einstellungsgespräch für ein Praktikum, einen Nebenjob oder eine Abschlussarbeit wäre das klassische Business-Outfit zu viel des Guten. Gute Schuhe, eine schlichte Jeans oder eine Chino-Hose, Hemd und Pullover sind dann völlig angemessen. Den Look kann man bei Bedarf noch mit einem Jackett ergänzen, wenn man sich z.B. für ein Praktikum in einer Versicherung bewirbt.

Klassischer Schmuck für Männer sind ein Fingerring und eine Uhr. Bevor man eine billige Uhr Marke „Kaugummi-Automat“ trägt, sollte man sie besser weglassen. Ebenso unpassend ist es, wenn man sich um eine Junior-Position bewirbt und schon eine Rolex trägt.

Für Männer führt in einem Vorstellungsgespräch kein Weg an Lederschuhen vorbei. Die Schuhe müssen aber zum restlichen Outfit passen. Wenn Schuhe und Gürtel aus einer Farbe sind, wirkt das stimmig und zeugt von Stil. Wichtig ist auch, dass die Schuhe zum Anzug passen. Die besten Schuhe nutzen nichts, wenn sie beispielsweise braun sind aber man dazu einen schwarzen Anzug trägt. Diese Kombination ist als Kleidung in einem Vorstellungsgespräch genauso unpassend wie weiße Socken zu einem dunklen Anzug.

Zudem solltest du darauf achten, keine zu enge Kleidung zu tragen. Wenn sich der Körper unter dem Jackett abzeichnet, ist es zu eng. Die Hosen sollten außerdem locker fallen. Nichts ist peinlicher, als nach dem Aufstehen an den Beinen herum zupfen zu müssen.

Kleidung im Vorstellungsgespräch für Frauen.

Auch für Frauen sind bei Bewerbungsgesprächen für Führungspositionen, im Finanzbereich und bei traditionsreichen Unternehmen Bluse mit Anzug oder Blazer Pflicht. Dabei kann man sich zwischen einem Hosenanzug oder einem Rock entscheiden. In legereren Unternehmen ist auch eine gute Hose mit Bluse oder einem hochwertigen Oberteil mit Blazer absolut in Ordnung. 

Frauen sollten wie Männer auf enge Kleidung im Vorstellungsgespräch verzichten. Zu eng ist die Kleidung dann, wenn sich die Körpersilhouette deutlich abzeichnet. Wenn du anstatt eines Hosenanzuges ein Kleid trägst, sollte es einen Business-Schnitt haben. Also nicht zu kurz und mit zurückhaltenden Farben und Mustern. Optimal ist dabei ein festerer Anzugstoff.

Die Schuhe sollten nicht zu hoch sein und einen bequemen Absatz haben. Schließlich musst du dich wohl fühlen, um selbstbewusst zu erscheinen.

Beim Schmuck für Frauen gilt im Vorstellungsgespräch: Weniger ist mehr wie bei den Männern. Die Schmuckstücke sollten im Vorstellungsgespräch eher unauffällig gehalten sein. Zuviel „Bling Bling“ lenkt nur ab. Dezente Ohrringe und/oder eine Kette sind daher völlig in Ordnung. Von extravaganten Accessoires ist abzuraten, sofern man sich nicht grade um eine Stelle in der Mode-Branche oder bei einer Kreativagentur bewirbt. Und auch Frauen sollten mit Uhren oder Taschen nicht protzen.

Zurückhaltung gilt übrigens auch für das Make-up und die Frisur: Lieber ein leichtes Tages-Make-up anstatt den knallroten Lippenstift wählen. Brillenträgerinnen können darauf achten, ihre Augen zum Beispiel durch einen hellen unteren Lidstrich zu betonen. Bei lange Haare gilt: Sie müssen nicht unbedingt zum Zopf gebunden werden, sie sollten jedoch nicht ins Gesicht fallen oder anderweitig ablenken.

Piercings im Vorstellungsgespräch.

Was ist mit Piercings im Vorstellungsgespräch?

In manchen Jobs ist ein Piercing kein Problem, woanders kann es jedoch ein Hygienerisiko darstellen (z.B. in medizinischen Jobs) oder wegen traditioneller Gesellschaftskonventionen als unangemessen gelten (z. B. bei Bank-Jobs). Im Zweifel sollte man sich zumindest für das Vorstellungsgespräch von seinen Piercings trennen. Zwar wünschen sich Arbeitgeber authentische Bewerber, aber oft ist es schlauer, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern zunächst im Gespräch auszuloten, wie tolerant das Unternehmen ist. Wenn sich der Arbeitgeber für einen Bewerber als zu spießig erweist, sollte man sich gut überlegen, ob man dort überhaupt arbeiten möchte und beruflich glücklich werden kann.

Weitere Tipps für die Kleidung im Vorstellungsgespräch.

  • Wenn man sich unsicher ist, wie der Dresscode für das Vorstellungsgespräch sein sollte, kann man einfach im Vorfeld bei dem jeweiligen Unternehmen nachfragen.
  • Achte darauf, wie die Mitarbeiter angezogen sind, z. B. auf der Team-Seite der Homepage.
  • Ziehe das Outfit vorher schon einmal an, um dich daran zu gewöhnen. Achte auch auf Bewegungsfreiheit und einen bequemen Sitz.
  • Lass dir von Freunden oder Verwandten Feedback zum Outfit geben.
  • Die Kleidung bügeln!
  • Die Lederschuhe putzen.
  • Sneaker oder sonstige Sportschuhe sind vielleicht cool, aber bei Bewerbungsgesprächen jenseits der Start-Up-Szene unangebracht.
  • Zum perfekten Erscheinungsbild gehören auch gewaschene Haare, eine ordentliche Frisur und – wenn vorhanden – ein gepflegter Bart.

Im Vorstellungsgespräch ist nicht nur die Wahl der Kleidung an sich wichtig. Es kommt auch darauf an, mit welcher Selbstverständlichkeit man sein Outfit trägt.

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