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Tipps zum richtigen Verhalten

Das Einstellungsgespräch

Das Einstellungsgespräch

Wer eine Einladung zu einem Einstellungsgespräch erhält, hat den Arbeitgeber mit seinen Bewerbungsunterlagen überzeugt. Glückwunsch! Im persönlichen Gespräch gilt es nun, diesen positiven Eindruck zu bestätigen. ABSOLVENTA gibt Tipps für ein erfolgreiches Einstellungsgespräch.

Persönliches Kennenlernen

Aus den Bewerbungsunterlagen gehen vor allem die Fachkenntnisse eines Bewerbers hervor. Die Personalverantwortlichen sind aber auch stark an der Persönlichkeit und an den Soft Skills des Bewerbers interessiert. Das persönliche Gespräch ist im Personalauswahlverfahren daher ein unverzichtbares Element. 

Umgekehrt geht es für den Bewerber darum, seinen potentiellen Arbeitgeber persönlich kennenzulernen und einen eigenen Eindruck von dem Unternehmen zu bekommen. Ein Einstellungsgespräch ist also keine "Einbahnstraße", sondern ein gegenseitiges Kennenlernen.

Man sollte mit einem gesunden Selbstbewusstsein ins Einstellungsgespräch gehen und auf keinen Fall als Bittsteller. Schließlich wollen beide Seiten etwas: Der eine einen Job, der andere einen qualifizierten Arbeitnehmer.

Jedes Einstellungsgespräch ist anders

Je nach Firma, Branche, Job und Position können die Rahmenbedingungen für ein Einstellungsgespräch unterschiedlich ausfallen. Häufig sieht man sich bei dem Gespräch nicht nur dem Personalleiter gegenüber, sondern auch leitenden Angestellten oder zukünftigen Kollegen aus der jeweiligen Fachabteilung (z.B. Marketing, Logistik oder IT).

Zwar gibt im Einstellungsgespräch typische Fragen und Themen (Stärken und Schwächen, Studium, Praxiserfahrung, Motivation, Ziele etc.), aber im Prinzip verläuft jedes Gespräch anders.

Einstellungsgespräch hat verschiedene Phasen

Ein Einstellungsgespräch lässt sich in mehrere Phasen unterteilen. Den Rahmen bilden die Begrüßung und die Verabschiedung. Bei der Begrüßung kommt es auf den „ersten Eindruck“ an. Man sollte also von Beginn an freundlich und höflich sein. Wichtig sind auch ein dem Anlass angemessenes Outfit sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild. Der Händedruck sollte weder zu lasch noch zu fest sein und auch nicht zu lang.

Was nach der Begrüßung passiert, unterliegt keiner speziell festgelegten Reihenfolge, sondern hängt von den Antworten bzw. dem Gesprächsverlauf ab.

In der Regel folgt eine kleine Vorstellungsgrunde, in der sich die Unternehmensvertreter dem Bewerber vorstellen. Anschließen ist der Bewerber mit einer Selbstvorstellung an der Reihe. Diese sollte ein paar Minuten dauern. Ideal ist es, schon an dieser Stelle eine Brücke zwischen sich und dem gewünschten Job zu schlagen. Hier kann man beispielsweise folgende Punkte anreißen:

  • Herkunft
  • Alter
  • Hochschule
  • Studienfach (plus Schwerpunkte).
  • Auslandserfahrungen
  • Bisherige Praxiserfahrungen
  • Motivation für den Job und die Mitarbeit in dem Betrieb

Achtung: Hier muss man mit Nachfragen rechnen.

Anschließend geben die HR-Manager in der Regel einen Überblick über die Firma und die zukünftige Aufgabe. Es kann aber auch sein, dass man selbst gefragt wird, was man sich unter dem zu vergebenden Job vorstellt (Aufgaben, Verantwortungsbereich, Relevanz des Jobs für den Erfolg des Unternehmens etc.). Daher sollte man sich vorher intensiv mit der Stelle auseinander setzen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird der Arbeitgeber mehr über die Motivation für die Bewerbung, das Interesse an dem Unternehmen sowie dem fachlichen und persönlichen Hintergrund des Kandidaten erfahren wollen. Einem überzeugendem Bewerber gelingt es dabei, neben seiner Motivation auch seine Stärken, Leistungen und Erfolge herauszustellen.

Die meisten Unternehmen bemühen sich um eine postive und entspannte Gesprächsatmosphäre. Schließlich will sich auch der Arbeitgeber von seiner besten Seite zeigen. Will der Personaler den Bewerber aber mal aus der Reserve locken, kann er auch sog. Stressfragen stellen. Beispiele:

  • "Weshalb haben Sie so lange studiert?"
  • "Sie haben in zwei Jahren zwei Mal den Job gewechselt. Warum sollen wir Ihnen glauben, dass Sie langfristig bei uns bleiben möchten?"
  • "Karriere oder Familie: Was ist Ihnen wichtiger?"
  • "Wie kommen Sie denn auf diesen Gehaltswunsch?"

Tipp: Das Einstellungsgespräch sollte kein reines Frage-Antwort-Spiel sein. Stattdessen sollte es sich zu einem Gespräch auf Augenhöhe entwickeln.

Spätestens zum Ende des Einstellungsgespräch bekommen Bewerber die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Mit durchdachten Fragen lässt sich hier nachhaltig Eindruck machen, wie folgendes Sprichwort verdeutlicht: „Die Intelligenz eines Menschen beurteilt man anhand seiner Antworten. Die Weisheit jedoch beurteilt man anhand seiner Fragen.“

Tipp: Falls der Arbeitgeber die Frage nach den Stärken und Schwächen stellt, kann man den Spieß an dieser Stelle umdrehen und selbst nach den Stärken und Schwächen des Unternehmens (oder der Abteilung) fragen.

Den Abschluss des Bewerbungsgesprächs bildet die Verabschiedung. Auch hier lautet die Devise: Stets freundlich sein. Man bedankt sich für das Gespräch und das Interesse an seiner Person. Es ist wichtig, bis zum Schluss aufmerksam und höflich zu bleiben, um bei dem Arbeitgeber einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen, der auch noch anhält, wenn sich die Firmenvertretern zur Auswertung des Gesprächs zusammensetzen.

Fazit: Tipps für das Einstellungsgespräch

  • Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Sammle vorab Daten und Fakten über das Unternehmen und informiere dich intensiv über das Aufgaben- und  Arbeitsumfeld in dem Job.
  • Lese auf Arbeitgeberportalen Erfahrungsberichte von Mitarbeitern.
  • Trainiere den Ablauf eines Einstellungsgesprächs (Vorstellungsgespräch-Training) und lass dir ein ehrliches Feedback geben.
  • Achte auf ein pünktliches Erscheinen zum vereinbarten Termin.
  • Sorge für ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein ordentliches Outfit.

Die Nachbereitung des Einstellungsgesprächs

In der Regel dauert es ein paar Tage, bis man erfährt, ob die Firma sich für oder gegen einen entschieden hat. Nur wenige Bewerber haben das Glück, einen Job schon nach ihrem allerersten Einstellungsgespräch zu bekommen. Im Fall einer Absage ist die Nachbereitung des Vorstellungsgesprächs wichtig, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

ABSOLVENTA wünscht viel Erfolg für das Einstellungsgespräch!

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