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Einen guten Eindruck machen

Im Bewerbungsgespräch überzeugen

Im Bewerbungsgespräch überzeugen

Ist man zum Bewerbungsgespräch eingeladen, hat man den Arbeitgeber mit seinen Bewerbungsunterlagen überzeugt. Glückwunsch! Im Bewerbungsgespräch gilt es, diesen positiven Eindruck im persönlichen Unterhaltung zu bestätigen. Das Karriereportal ABSOLVENTA gibt Tipps, damit das Gespräch erfolgreich verläuft.

Inhalt 

  1. Gegenseitiges persönliches Kennenlernen
  2. Jedes Bewerbungsgespräch ist anders
  3. Die verschiedenen Phasen im Bewerbungsgespräch
  4. Weitere Tipps für das Bewerbungsgespräch

Gegenseitiges persönliches Kennenlernen

Aus dem Lebenslauf und den bewerbungsrelevanten Dokumenten (Zeugnisse, Bescheinigungen, Zertifikate) gehen vor allem die Fachkenntnisse des Bewerbers hervor. Die Arbeitgeber sind aber natürlich auch stark an der Persönlichkeit und an den Soft Skills des Bewerbers interessiert. Anders als für die Studienfächer gibt es hier keine Noten, so dass das persönliche Gespräch im Personalauswahlverfahren ein unverzichtbares Element ist. 

Umgekehrt geht es für den Bewerber darum, im Vorstellungsgespräch seinen potentiellen Arbeitgeber persönlich kennenzulernen und einen ersten Eindruck von dem Betrieb zu bekommen. Ein Bewerbungsgespräch ist also keine Einbahnstraße, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen.

Als Bewerber sollte man mit einem gesunden Selbstbewusstsein ins Bewerbungsgespräch gehen und auf keinen Fall als Bittsteller. Schließlich ist es nicht so, dass nur der Bewerber etwas vom Arbeitgeber will (einen Job) – auch das Unternehmen möchte etwas: einen qualifizierten Arbeitnehmer.

Jedes Bewerbungsgespräch ist anders

Je nach Unternehmen, Branche und zu besetzender Stelle können die Rahmenbedingungen für ein Bewerbungs- bzw. Einstellungsgespräch sehr unterschiedlich ausfallen. Als Bewerber findet man sich nicht zwangsläufig in einer Eins-zu-Eins-Situation wieder. Häufig sieht man sich bei dem Gespräch nicht nur dem Personalleiter gegenüber, sondern auch leitenden Angestellten oder zukünftigen Kollegen aus der Fachabteilung. Im öffentlichen Dienst oder an Bildungseinrichtungen sind sogar Gremiengespräche möglich, bei denen bis zu zwölf Personen anwesend sein können. Eine andere, ebenfalls eher seltene Konstellation ist, dass man mit mehreren Bewerbern zusammen im Raum sitzt. Das geht dann schon in Richtung Assessment Center.

Zwar gibt im Bewerbungsgespräch einige Standard-Fragen und Themen (Stärken und Schwächen, Werdegang, Praxiserfahrung, Motivation, Ziele etc.), aber im Prinzip ist jedes Gespräch anders.

Tipp: Man kann das Gespräch nicht nur durch seine Antworten auch auf bestimmte Themen lenken, sondern auch schon im Vorfeld. Wenn man z.B. im Lebenslauf ein außergewöhnliches Hobby angibt, kann man sich sicher sein, dass dies vom HR-Manager angesprochen wird.

Die verschiedenen Phasen im Bewerbungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch lässt sich in der Regel in mehrere Phasen unterteilen. Den Rahmen bilden Begrüßung und Verabschiedung. Bei der Begrüßung zählt der erste Eindruck sehr viel. Wichtigste Regel: Freundlich und höflich sein. Zudem sind saubere und ein der Branche und dem Anlass angemessenes Outfit sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild selbstverständlich. Der Händedruck sollte weder zu lasch noch zu fest sein, die Körpersprache Selbstvertrauen und die nötige Gelassenheit ausdrücken.

Was nach der Begrüßung passiert, unterliegt keiner speziell festgelegten Reihenfolge und wird maßgeblich von den Antworten bzw. dem Gesprächsverlauf bestimmt.

In den meisten Fällen folgt eine kleine Vorstellungsgrunde, in der sich die Firmenvertreter vorstellen. Anschließen ist der Bewerber an der Reihe, etwas über sich zu erzählen. Die Selbstvorstellung sollte einige Minuten dauern. Ideal ist es, wenn man in seiner Vorstellung eine Brücke zu der gewünschten Stelle schlägt. Hier kann man unter anderem folgende Punkte anreißen:

  • Wo man herkommt.
  • Wie alt man ist.
  • An welcher Hochschule man studiert hat.
  • Was man dort studiert hat (Studiengang und Schwerpunkte).
  • Warum man sich für diesen Studiengang entschieden hat.
  • Welche Auslandserfahrungen man gesammelt hat
  • Was man im / nach dem Studium für Praxiserfahrungen gesammelt hat.
  • Was man in seinen Jobs und Praktika gelernt hat.
  • Warum man nun gerne in dem Unternehmen und in diesem Job arbeiten möchte.

Oftmals gibt der Personaler danach einen Überblick über das Unternehmen und die zukünftige Aufgabe. Es kann aber auch sein, dass man gefragt wird, was man sich unter dem Job vorstellt. Man sollte sich also vorher gut mit der Stelle auseinandersetzen.

Wenn die Personaler sprechen, ist aktives Zuhören gefragt, denn die Unternehmenspräsentation kann wertvolle Informationen für den weiteren Gesprächsverlauf liefern und Ansatzpunkte für eigene Fragen im Vorstellungsgespräch sein.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird der Personaler mehr über die Motivation für die Bewerbung, das Interesse an der Firma sowie den fachlichen und persönlichen Hintergrund des Bewerbers erfahren wollen. Hier kommt es darauf an, neben seiner Motivation auch seine Stärken, Leistungen und Erfolge herauszustellen.

Normalerweise bemühen die Arbeitgeber sich um eine gute Gesprächsatmosphäre. Schließlich will sich auch das Unternehmen von seiner besten Seite zeigen. Wenn der Personaler den Bewerber aber mal aus der Reserve locken möchte, kann er auch so genannte Stressfragen stellen, wie z.B.:

  • "Warum haben Sie so lange studiert?"
  • "Für die Stelle sind Sie eigentlich über-/unterqualifiziert. Warum haben Sie sich trotzdem beworben?"
  • "Sie hatten zwei Arbeitgeberwechsel in zwei Jahren. Warum sollen wir Ihnen glauben, dass Sie langfristig bei uns bleiben möchten?"
  • "Karriere oder Familie: Was ist Ihnen wichtiger?"
  • "Wie kommen Sie auf diesen Gehaltswunsch?"

Tipp: Das Bewerbungsgespräch an sich sollte auf keinen Fall ein stumpfes Frage-Antwort-Spiel sein. Stattdessen sollte sich ein Gespräch entwickeln, bei dem beide Seiten auf Augenhöhe miteinander sprechen. Daher sollte man im Bewerbungsgespräch mit seinen Fragen wenn möglich nicht bis zum Ende warten, sondern sie direkt sie an passender Stelle stellen.

Spätestens zum Ende des Bewerbungsgespräch bekommt man Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt im Bewerbungsgespräch, denn gute Fragen unterstreichen das Interesse an der Stelle und an dem Unternehmen. Mit durchdachten Fragen lässt sich also nachhaltig Eindruck machen. So lautet auch ein Sprichwort: „Die Intelligenz eines Menschen beurteilt man anhand seiner Antworten. Die Weisheit jedoch beurteilt man anhand seiner Fragen.“

Tipp: Falls man selbst die Fragen nach seinen Stärken und Schwächen gestellt gekommen hat, kann man den Spieß an dieser Stelle umdrehen und nach den Stärken und Schwächen des Unternehmens (oder der Abteilung) fragen.

Den Abschluss des Vorstellungsgespräches bildet die Verabschiedung. Selbst wenn das Gespräch nicht sonderlich gut verlaufen sein sollte, lautet die Devise: stets freundlich sein. Bedanke Dich für das Bewerbungsgespräch und das Interesse an deiner Person. Es ist wichtig, bis zum Schluss aufmerksam und höflich zu bleiben, um bei dem Arbeitgeber einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen, der auch nach dem Vorstellungsgespräch noch anhält. Das verbessert die Chance auf eine Zusage.

Weitere Tipps für das Bewerbungsgespräch

  • Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Sammle vorab im Internet Daten und Fakten über das Unternehmen und informiere dich umfassend über das zukünftige Aufgaben- und  Arbeitsumfeld.
  • Schaue dir Erfahrungsberichte von Mitarbeitern an, z.B. auf kununu.com.
  • Trainiere den Ablauf eines Bewerbungsgesprächs mit Freunden oder der Familie. Lass dir ein ehrliches Feedback geben.
  • Sorge für ein pünktliches Erscheinen zum vereinbarten Termin.
  • Achte auf ein gepflegtes Erscheinungsbild.

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Über den Autor

Lukas große Klönne
Lukas große Klönne

Ehem. Redaktionsleiter der Jobbörse ABSOLVENTA und Autor des Buches "Trainee-Knigge" – der Ratgeber für Berufseinsteiger.

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