Focus Money Auszeichnung - Beste Jobbörse

6291 Jobs für Berufseinsteiger. Jetzt suchen!

„Mein Preis ist heiß“

Der Gehaltswunsch

Der Gehaltswunsch

Das Gehalt ist nicht alles, aber natürlich ein wichtiger Bestandteil eines Arbeitsvertrages. Während in anderen Ländern wie z.B. USA das Gehalt meist schon in der Stellenanzeige genannt wird, müssen die Bewerber in Deutschland den Gehaltswunsch im Anschreiben oft selbst formulieren. Deshalb ist es wichtig, einen realistischen Gehaltswunsch zu äußern. Vielen Berufseinsteiger fällt das oft schwer, weil sie ihren Marktwert nicht gut kennen. Zudem sollte man bei seinen Gehaltsvorstellungen die Besonderheiten des jeweiligen Arbeitgebers berücksichtigen: Branche, Firmengröße, Region und Co. ABSOLVENTA hilft den realistischen Marktwert zu ermitteln und geben Tipps, wann und wie man seinen Gehaltswunsch am besten formuliert.

Vor dem Gehaltswunsch steht die Recherche

Wünschen kann man sich alles. Ob es in Erfüllung geht, steht auf einem anderen Blatt. Damit der Gehaltswunsch wahr wird, sollte man vorab gut recherchieren. Ob im Anschreiben oder im Vorstellungsgespräch: Wenn man einen zu hohen Gehaltswunsch angibt, kann es mitunter das Ende im Auswahlprozess bedeuten. Mit einem zu niedrigen Gehaltswunsch freut sich zwar der Arbeitgeber, doch der Bewerber selbst verschenkt bares Geld. Es kann sogar ein schlechtes Licht auf den Bewerber werfen, wenn er zu wenig Gehalt fordert, wenn es vom Arbeitgeber als Zeichen der Schwäche oder mangelndes Selbstvertrauen gewertet wird.

Damit der Gehaltswunsch auch auf offene Ohren stößt, sollte man also im Vorfeld der Bewerbung bzw. der Gehaltverhandlung gut recherchieren. Ein realistischer Gehaltswunsch wird von vielen Faktoren beeinflusst. Zunächst ist die eigene Qualifikation ein ausschlaggebender Punkt. Studiengang, Studienabschluss und die fachliche Spezialisierung spielen beim Gehaltswunsch eine entscheidende Rolle. Je besser und gefragter der Abschluss, desto mehr Gehalt kann in der Regel auch ausgehandelt werden. Besonders gut haben es Absolventen der MINT-Studiengänge: Mathematiker, IT-Spezialisten, Naturwissenschaftler und Techniker.

Durchschnittsgehälter von Hochschulabsolventen helfen da nur bedingt weiter. Wichtig sind Informationen über die branchen- und positionsüblichen Gehälter. Dabei sollten unbedingt die Unternehmensgröße, die Region aber auch die Anforderungen der jeweiligen Stelle sowie die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigt werden. Fachmagazine, Tageszeitungen und diverse Karriereseiten veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Gehaltstabellen, die bei der Einschätzung des eigenen Marktwertes helfen können.

Auch ABSOLVENTA hilft dabei, dass Absolventen und Young Professionals Werte für einen angemessenen Gehaltswunsch ermitteln können. Mit unserem kostenlosen Online-Gehaltsvergleich lässt sich das unter Berücksichtigung der wichtigsten Faktoren ermitteln. Eine weitere Möglichkeit bietet die persönliche Gehaltsanalyse. Diese ist ebenfalls kostenlos, zwar etwas aufwändiger, aber noch um einiges genauer.

Gehaltswunsch im Anschreiben angeben

Wenn im einem Stellenangebot gefordert wird, seinen Gehaltswunsch zu nennen, sollte man das im Bewerbungsschreiben auch unbedingt angeben. Wenn die Vorstellungen zu weit auseinander liegen, ist es für beide Seiten besser, den Auswahlprozess nicht weiter fortzuführen.

Seinen Gehaltswunsch nennt man am Ende des Bewerbungsschreibens. Dort wird es relativ emotionslos angegeben. Großartige Begründungen lässt man hier weg, schließlich sollten die Infos im Anschreiben und im Lebenslauf Begründung genug sein. Mögliche Formulierungen für den Gehaltswunsch sind:       

  • “Meine Gehaltsvorstellung liegt bei x Euro brutto im Jahr.“
  • „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Brutto-Jahresgehalt im Bereich von x Euro.“
  • „Meine Gehaltsvorstellung liegt zwischen x Euro und y Euro brutto im Jahr.“
  • „Aufgrund meiner Qualifikationen und Kenntnissen empfinde ich ein Gehalt von x Euro als angemessen.“

Wenn man noch unsicher ist, was man fordern kann/soll, ist es auch möglich, diese Klippe mit folgenden Formulierungen zu umschiffen:

  • „Ich strebe ein Gehalt an, das meiner Qualifikation und der Verantwortung dieser Position entspricht.“
  • „Über meine Gehaltsvorstellung bin ich gerne bereit, in einem Vorstellungsgespräch zu verhandeln.“
  • „Ich freue mich, Sie bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch von meinen Kompetenzen und meiner Motivation zu überzeugen. Bei der Gelegenheiten können wir dann auch über meine Gehaltsvorstellungen sprechen.“

Gehaltswunsch im Vorstellungsgespräch kommunizieren

In einem Vorstellungsgespräch kommt die Frage nach dem Gehalt in der Regel erst zum Ende des Gesprächs auf den Tisch. Meist spricht der Arbeitgeber das Thema an, wobei der Arbeitgeber oft auch die erste Zahl nennt. Hier kommt es neben einer guten Vorbereitung auch auf das persönliche Verhandlungsgeschick an. Je nachdem wie gut das Angebot ist, kann man dann noch 5 bis 20 Prozent mehr fordern. Das spricht für ein gesundes Selbstvertrauen. Es ist auch immer ratsam, mit einem bestimmten Ziel (Untergrenze) in das Gehaltsgespräch zu gehen. Daran kann man sich orientieren. Ob man dann doch noch Kompromisse eingeht, sollte man von dem Gesamtpaket abhängig machen (Position, Aufgabenvielfalt, Verantwortung, Aufstiegsmöglichkeiten, Nähe Wohnort zum Arbeitsplatz, Team etc.)

Kann man sich nicht auf einen Betrag einigen, dann schlage andere Möglichkeiten des Arbeitsentgeltes vor, zum Beispiel einen geldwerten Vorteil wie ein Firmenhandy, ein Jahresticket für den Nahverkehr, Rabatte auf die Produkte des Unternehmens, betriebliche Altersvorsorge, eine höhere Vertriebsprovision oder andere Prämienzahlungen.

>> Erhalte hier Tipps, wie man seinen Gehaltswunsch in einer klassischen Gehaltsverhandlung durchsetzt.

ABSOLVENTA hofft, dass der Gehaltswunsch wahr wird!

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Tipps fürs Telefoninterview
Hello from the other side

Tipps fürs Telefoninterview

„Lass doch mal kurz telen“ – sagst du vielleicht zu deinen Freunden, aber mal eben so mit einem potenziellen Arbeitgeber am Telefon schnacken? Schon eine ganz andere Liga. Dennoch hat sich das Telefoninterview in vielen Unternehmen als Teil des Auswahlverfahrens etabliert. Spart die telefonische Vorab-Auslese den Fi...

Zum Artikel
Arbeitsproben
Gekonnt in Szene setzen

Arbeitsproben

Wenn Arbeitsproben in einer Stellenanzeige gefordert werden, wähle die besten Deiner Arbeiten aus und prüfe zudem, ob sie zu dem Unternehmen passen. Fordert eine Firma keine Arbeitsproben, erwarten Dich in einer späteren Runde vielleicht konkrete Aufgabenstellungen, die Du erfüllen musst.

Zum Artikel
Karriere bei XPSNET: Einblicke vom Arbeitgeber
Personaler im Interview

Karriere bei XPSNET: Einblicke vom Arbeitgeber

Alexandra Kramer ist Head of Resource Management bei der XPSNET e.K., einer Unternehmens- und Personalberatung für IT- und Ingenieurberufe. Im Karriere-Blog der Jobbörse ABSOLVENTA spricht sie über die Vorteile der Lebenslaufdatenbank, den idealen Bewerber und den Auswahlprozess bei XPSNET.

Zum Artikel