Bewerbung im Consulting

Bewerbungsverfahren von vier bis sechs Wochen mit bis zu fünf Auswahlgesprächen und Fallstudien-Interviews sind im Consulting keine Seltenheit. Dabei ist Durchhaltevermögen gefragt. Hier findest du Tipps für die Bewerbung im Consulting vom Anschreiben bis zum Vorstellungsgespräch sowie für die Vorbereitung auf ein „Case Interview“.

Bewerbungsvorlagen zum Download

Personaler im Bereich Consulting bevorzugen in der Regel die klassische Bewerbung.

Arbeitgeber aus dem Bereich Consulting

Wie schreibe ich eine Bewerbung im Consulting?

Deine Consulting Bewerbung sollte in jedem Fall die folgenden Unterlagen enthalten:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate etc.)

Optional kannst du auch noch ein Deckblatt mitsamt Bewerbungsfoto hinzufügen, das ist allerdings keine Pflicht. Und Achtung: Manche Unternehmen bevorzugen explizit eine Bewerbung ohne Anschreiben. Am besten ist es also, dich genau darüber in der Stellenanzeige zu informieren, was wirklich gefordert ist.

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    Bewerbungsschreiben Consulting: Bestandteile

    Stellenangebote in Unternehmensberatungen sind bei Absolventen heiß begehrt, nicht zuletzt wegen des attraktiven Consultant-Gehalts. Die Konkurrenz in der Branche ist besonders hoch – 08/15 Bewerbungen sind da ein Tabu. Bei dem schriftlichen Anschreiben für eine Consultant Position solltest du natürlich auf allgemeine Bewerbungsregeln achten. Zusätzlich gibt es in der Berater-Branche Faktoren, auf die Personaler besonders gucken.

    Einleitung

    Vermeide Standardfloskeln in deiner Einleitung. Je prägnanter und glaubhafter dein Anschreiben deine Motivation und beruflichen Wünsche widerspiegelt, desto besser. Versuche also, in einigen wenigen Sätzen dies verständlich zu machen. Das Anschreiben sollte spezifisch auf das jeweilige Unternehmen ausgerichtet und persönlich an den Personaler adressiert sein.

    Hauptteil

    Im Hauptteil deines Anschreibens geht es um deinen Weg ins Consulting, deine Skills und deine praktischen Erfahrungen, zu denen auch Praktika oder Werkstudierendenjobs zählen. Fähigkeiten, die du aufzählst, solltest du aber auch immer anhand konkreter Beispiele belegen können – woran lassen sich deine Kommunikationsstärke oder deine Teamfähigkeit beweisen?

    Vermarkte dich professionell in deinem Bewerbungsschreiben: Schon in Anschreiben und Lebenslauf sollte die strukturierte und präzise Arbeitsweise eines Consultants zu erkennen sein. Konzentriere dich also auf das Wesentliche und lass Irrelevantes weg.

    Schluss

    Am Ende deines Anschreibens gibst du deinen möglichen Start im Unternehmen sowie deine Gehaltsvorstellung an, wenn nach dieser verlangt wurde. Freundliche Grüße, Name und Unterschrift druntersetzen und schon ist ein Teil deiner Consulting Bewerbung fertig.

    Lebenslauf Consulting

    Dein Lebenslauf zeigt auf einen Blick deine wichtigsten beruflichen Stationen als Consultant oder Consultantin sowie deine Kenntnisse und deinen Werdegang. Dabei sollte dein Lebenslauf nicht die Maximallänge von zwei DIN A4-Seiten überschreiten.

    Bildungsweg

    Deine schulische Bildung listest du anti-chronologisch auf. Du startest also mit deinem höchsten Abschluss, was im Feld des Consultings häufig ein erfolgreich absolviertes Studium im Feld der Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftswissenschaften bedeutet. Danach kommen deine niedrigeren Abschlüsse wie dein Schulabschluss.

    Berufserfahrung

    Hier kannst du Praxiserfahrung wie Praktika, Werkstudententätigkeiten oder die Arbeit in einer studentischen Unternehmensberatung besonders hervorheben. Gib ruhig jede berufliche Erfahrung an, die mit dem angestrebten Job in Verbindung steht.

    Fähigkeiten

    Vergiss die Sprachkenntnisse nicht: Englisch ist bei der Arbeit als Unternehmensberater essenziell. Weitere Fremdsprachenkenntnisse lassen dich außerdem aus der Masse hervorstechen. Veranschauliche auch deine sonstigen Skills und Qualifikationen – und belege sie am besten anhand von Zertifikaten.

    Wo kann ich mich im Consulting bewerben?

    Viele Unternehmensberater und Unternehmensberaterinnen sind im Management beschäftigt. Aber auch Jobs in der Wirtschaftsprüfung oder der Steuerberatung sind möglich, genauso wie in der IT-Beratung.

    Vorstellungsgespräch Consulting: Fragen

    Nach der erfolgreichen schriftlichen Bewerbung für die Unternehmensberatung kommt die nächste, fast bedeutendere Hürde im Bewerbungsprozess: Das Vorstellungsgespräch. Das Vorstellungsgespräch für Consulting-Jobs gliedert sich meist in drei Abschnitte:

    1. Personal-Fit-Fragen

    Die sogenannten Personal-Fit Fragen dienen dazu, dich als Person besser kennenzulernen und deine Reaktion auf schwierige Sachverhalte, starke Belastung und Zeitdruck zu testen. Dazu gehören Fragen zum Lebenslauf, Fragen zur Motivation sowie Stressfragen. Bei den Personal-Fit-Fragen werden nicht nur deine fachlichen Kompetenzen und dein Wissen getestet, sondern auch, wie die Zusammenarbeit im Team der Unternehmensberatung aussehen kann.

    Manche Personaler machen nach dem Bewerbungsgespräch sogar den sogenannten „Airport-Test“: Dabei fragt der Interviewer sich, ob er sich vorstellen kann, mit dem Bewerber mal eine Nacht am Flughafen gestrandet zu sein. Wichtig ist also, dass es nicht nur fachlich, sondern auch persönlich passt.

    FRAGETYP ERKLÄRUNG BEISPIELFRAGEN
    Lebenslauf-Fragen Hier will der Personaler herausfinden, wer du bist, und ob deine fachlichen und persönlichen Eigenschaften zum Job eines Consultants passen. Antworte ehrlich und kenne genau deine Vita. Antworten auf die Standard-Fragen solltest du auch parat haben. Bei der Frage nach den eigenen Schwächen sollte auf Antworten wie „Perfektionismus“ oder „Ungeduld“ verzichtet werden. Was sind deine Stärken? Wann hast du Teamfähigkeit bewiesen? Was war die größte Herausforderung und wie hast du sie bewältigt? In welcher Situation hast du schon Führungsverantwortung übernommen? Welche Schwerpunkte haben dich im Studium besonders interessiert und warum? Wie bist du zu deiner Rolle (z. B. innerhalb eines Vereins) gekommen? Was war die anspruchsvollste Aufgabe, die du in deiner Rolle bewältigt hast? Was hast du in deiner Rolle verändert und was ist davon heute noch zu sehen?
    Motivationsfragen Der Personaler will herausfinden, wieso du den Consulting-Job machen möchtest und ob du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Am besten informierst du vorab ausgiebig über die Karriere-Seite und ggf. auch in der Presse über das Unternehmen. Welche Beratungsschwerpunkte des Consulting Unternehmens interessieren dich besonders? Welches Bild hast du vom Beruf und Alltag eines Beraters? Wo siehst du das jeweilige Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb? Bei welchen Beratungsfirmen hast du dich noch beworben?
    Stressfragen Der Personaler prüft, wie du auf unerwartete Sachverhalte oder Unsicherheiten reagierst. Hier geht es darum, herauszufinden, wie du unter Druck und Belastung funktionierst. Handle hier nicht überstürzt, sondern selbstreflektiert und ruhig. Was sind deine Schwächen? Was war deine größte Niederlage? Warum hast du dein erstes Studium abgebrochen? Warum liegst du über der Regelstudienzeit? Bist du der Meinung, dass du wirklich das Zeug zum Unternehmensberater hast? Wie schätzt du deine Leistung im Vorstellungsgespräch bis jetzt ein? Bist du bereit, viele Überstunden zu machen? Karriere oder Familie: Was ist dir wichtiger?

    2. Case Interviews

    Die Fallstudien oder sogenannte „Case Studies“ bilden die große Besonderheit im Bewerbungsprozess bei einer Unternehmensberatung. „Thinking outside the box“ ist hier das Stichwort. Fallstudien sind keine Wissenstests: Bei der Case Study handelt es sich um eine kritische Auseinandersetzung mit einer wirtschaftlichen Problemstellung, die in einem interaktiven Frage- und Antwort-Prozess mit dem Personaler analysiert werden soll. Die Cases, die dir im Laufe der Bewerbung begegnen, sind oft echte Fälle aus der Beratung.

    Achte bei der Bearbeitung der Fallstudie insbesondere auf die Struktur:

    1. Eine strukturierte und logische Herangehensweise, die aufeinander aufbaut, ist essenziell.
    2. „Laut denken“ hilft dem Personaler, einen Einblick in deine Gedankenschritte zu bekommen.
    3. Schritte sollten nach und nach abgeschlossen werden, statt zwischen Themen herumzuspringen.

    Auf Case Studies bereitest du dich am besten durch eines vor: Üben, üben, üben! Im Internet findest du zahlreiche Beispiele, Übungsbücher, Erfahrungsberichte, Übungsgruppen oder sogar Online-Kurse.

    3. Eigene Fragen stellen

    Im letzten Teil des Vorstellungsgesprächs kannst du eigene Fragen stellen. Diese Chance solltest du auf jeden Fall wahrnehmen. Hast du keine Fragen, kann dies auch als Desinteresse gewertet werden. Mögliche Fragen an den Personaler können sein:

    • Wie werden Einsteiger auf ihren Job vorbereitet?
    • Wie sieht das Onboarding aus?
    • Gibt es regelmäßige Feedback Gespräche?
    • Wie ist das Verhältnis von Partnern zu Beratern?
    • Wie steht es um die Verdienstmöglichkeiten?
    • Welche Benefits bietet das Unternehmen an?

    Diese Unternehmen bieten den Benefit Firmenwagen:

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