Bewerbung im Bereich Softwareentwicklung.

Traumjob in Sicht? Dann ran an den Speck: Hier erfährst du, wie du im Rennen um die begehrten Stellen im Bereich Softwareentwicklung überzeugst und deine Stärken in Anschrieben und Bewerbung gezielt hervorhebst.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Für eine Bewerbung im Bereich Softwareentwicklung bietet sich grundsätzlich sowohl das klassische als auch das moderne Muster an.

  2. Die Bestandteile deiner Bewerbung als Softwareentwickler.

    Als Softwareentwickler liegst du mit dem Verdienst im oberen Mittelfeld – und Personaler haben nicht viel Zeit. Diese Kombination bewirkt, dass Programmierer-Jobs heiß begehrt sind deine Bewerbung sich positiv abheben sollte, damit sie nicht direkt im Papierkorb landet. Die erste Voraussetzung ist, dass deine Bewerbung vollständig ist. Das heißt, sie muss

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Zeugnisse/Anlagen

    enthalten. Auch ein Deckblatt kannst du hinzufügen, das ist jedoch kein Muss. Nutze den Platz, um deine Stärken hervorzuheben und bewahre dabei die Übersichtlichkeit – wenn der Personaler im Lebenslauf erst lange rumsuchen muss, was du eigentlich für praktische Erfahrungen in der Entwicklung hast, verliert er schnell das Interesse. Entscheidest du dich für eine kreative Bewerbung – für einen Softwareentwickler, der oft out-of-the-box denken muss, eine gute Variante –, ist ebenfalls wichtig, dass du sie nicht überlädst. Möglich ist hier auch eine Bewerbungswebsite.

    Die meisten Unternehmen nehmen die Bewerbung am liebsten online entgegen, das heißt per E-Mail oder über ein Bewerbermanagement-System. Gerade als ITler, als Vorreiter technischer Innovation, solltest du deine Bewerbung nicht auf dem Postweg zu übermitteln.

  3. Das Anschreiben.

    Das Bewerbungsschreiben ist neben dem Lebenslauf das Herzstück der Bewerbung als Softwareentwickler. Hier drückst du zum einen aus, was deine Motivation für den Job ist, und zum anderen, was du mitbringst, um der perfekte Kandidat dafür zu sein. Sei spezifisch und bringe deine Skills in Zusammenhang mit der Jobbeschreibung – denn nichts schreckt Personaler so sehr ab wie eine scheinbare Copy/Paste-Bewerbung.

    Das sollte dein Anschreiben enthalten:

    • Deine Motivation – was interessiert dich an der Stelle, am Unternehmen, an den Tätigkeiten?
    • Deine Informatik-Kenntnisse, zum Beispiel Programmiersprachen oder Erfahrungen mit Software
    • Deine Soft Skills, zum Beispiel Teamfähigkeit und Organisationstalent – bitte immer mit Beispiel statt als reine Aufzählung
    • Bisherige Praxiserfahrungen, zum Beispiel durch IT-Praktika oder eine Werkstudententätigkeit – idealerweise in einem verwandten Bereich
    • Sonstige Bezüge zur ausgeschrieben Stelle, zum Beispiel Kenntnisse durch Weiterbildungen, Projekte, Studieninhalte, Abschlussarbeit
    • Wenn relevant, Hobbys oder Tätigkeiten in der Freizeit, die zu deinem Wunsch, als Softwareentwickler zu arbeiten, passen: Vielleicht hast du schon mal privat eine Website programmiert oder bist Stammgast im Chaos Computer Club

    Am Ende des Bewerbungsschreibens schließt du mit einem Satz zum persönlichen Kennenlernen, deiner Gehaltsvorstellung sowie einer Angabe, ab wann du einsteigen könntest.

  4. No-Gos für deine Bewerbung.

    Es gibt ungeschriebene Gesetze, die du unbedingt beachten solltest, um mit deiner Bewerbung in der IT-Branche Fuß zu fassen. Diese sechs Fails solltest du unbedingt vermeiden:

    1. Ein Selfie als Bewerbungsfoto verwenden: Denn das wirkt genauso unprofessionell wie ein Urlaubsfoto. Lass daher unbedingt professionelle Fotos von dir machen.

    2. Einen falschen oder undefinierten Ansprechpartner nennen: Denn damit zeigst du, dass du dir nicht besonders viel Mühe gemacht hast oder nicht mal weißt, wo du dich bewirbst. Recherchiere daher unbedingt den korrekten Ansprechpartner.

    3. Einen langweiligen Einstieg wählen: Denn „Hiermit bewerbe ich mich“ ist einfach zum Gähnen. Viel besser: Von der ersten Zeile an neugierig machen und Motivation zeigen.

    4. Fehler in Rechtschreibung und Grammatik: Denn dann kann der Personaler dich für schludrig halten – oder denken, du kannst es nicht. Besser: Von Freunden Korrektur lesen lassen.

    5. Konjunktive: Wenn du sagst, du würdest dich über eine Einladung zum Gespräch freuen, klingt das wenig selbstbewusst. Stattdessen freust du dich auf eine Rückmeldung und auf ein persönliches Kennenlernen.

    6. Grundschule im Lebenslauf: Wo du mit sechs Jahren eingeschult wurdest, hat beim Berufseinstieg in der IT-Branche keine Relevanz mehr für die Firma.

  5. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Wenn deine Bewerbung überzeugt hat, wird es Zeit für den nächsten Schritt. In IT-Berufen ist das oft ein Eignungstest, in dem zum einen deine fachliche Eignung geprüft wird, zum anderen auch Allgemeinwissen sowie deine Persönlichkeit. Es kann also passieren, dass dir Fragen zu Politik, Mathe, Logik oder deiner Konfliktfähigkeit begegnen. Einstellungstest sind im Auswahlprozess für Ausbildungen fast schon Standard, aber auch, wenn du dich als Informatik-Absolvent bewirbst, musst du damit rechnen.

    Fragen im Vorstellungsgespräch.

    Überzeugst du im Einstellungstest, folgt das persönliche Kennenlernen. In einem oder mehreren Vorstellungsgesprächen interessiert sich dein künftiger Arbeitgeber zum Beispiel für folgende Fragen:

    Allgemeine Fragen zu deiner Motivation.

    • Wieso hast du dich für die Stelle beworben?
    • Hast du dich noch woanders beworben?
    • Welche drei Fähigkeiten machen dich zum perfekten Kandidaten für den Job?

    Bringe authentisch rüber, warum du den Job willst und gut darin wärst. Es kommt nicht gut an, wenn du freimütig zugibst, dich noch bei fünf Konkurrenzfirmen beworben hast.

    Fachfragen.

    • Was kann C++, was PHP nicht kann?
    • Was ist der Unterschied zwischen finally, final und finalyze in Java?
    • Wie würdest du vorgehen, wenn du eine Website entwickeln sollst?

    Bei fachlichen Fragen musst du nur das wissen, was du in deiner Bewerbung behauptet hast zu wissen. Ansonsten gilt es zu zeigen, dass du lernbereit und wissbegierig bist. Du kannst das Gespräch auch gezielt auf Dinge lenken, die du weißt.

    Fragen zu deiner Persönlichkeit.

    • Wie hast du deinen letzten großen Konflikt gelöst?
    • Was würden deine Freunde sagen, was deine größte Schwäche ist?
    • Arbeitest du lieber selbstständig oder im Team?

    Hier wird getestet, wie du dich ins Team einfügen würdest und ob man dich auf Kunden loslassen kann. Stelle dich als souveräner und geduldiger Teamplayer dar, der auch selbstständig arbeiten kann. Bei den Schwächen gilt es, Dinge zu wählen, an denen du arbeiten kannst und die authentisch wirken.

    Stress- und Schätzfragen.

    • Wie viel wiegt New York?
    • Wieso hast du so lange für deinen Abschluss gebraucht?
    • Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnst?

    Schätzfragen haben vor allem den Zweck, dich zu verwirren. Du musst als Softwareentwickler natürlich nicht wissen, wie viel New York wiegt, sondern setzt darauf, nicht nervös zu werden und logisch an die Frage ranzugehen. Bei persönlicheren Stressfragen gilt: Bleibe authentisch, aber nicht zu ehrlich. Wenn du zu viel gefeiert hast, um dein Studium schnell durchzuziehen, verschweigst du das besser.

    Eigene Fragen.

    Am Ende des Gesprächs bist du an der Reihe: Her mit deinen Fragen! Damit zeigst du Interesse und eine gute Vorbereitung. Damit du vor Nervosität nichts vergisst, ist es legitim, sich im Vorfeld die Fragen zu notieren und dann im Gespräch durchzugehen. Du kannst zum Beispiel fragen:

    • Wie gestaltet sich die Einarbeitung?
    • Wie kommuniziert ihr im Team, welche Tools nutzt ihr?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

    Ein guter Rat zum Schluss: Deine erste Frage sollte nicht die nach deinem Gehalt oder nach dem Jahresurlaub sein!

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