Bewerbung im Bereich Bauwesen.

Als Ingenieur glaubst du an Fakten – wozu also in der Bewerbung lange Reden schwingen? Das sollst du auch gar nicht, aber dennoch musst du im Anschreiben und Lebenslauf überzeugend in Worten darstellen, warum du der Richtige für den Job bist. Hier erfährst du, wie du das machst und was im Vorstellungsgespräch auf dich zukommt.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Für den Bereich Bauwesen passt meistens die klassische oder – je nach Unternehmen – die moderne Bewerbung.

  2. Der Aufbau deiner Bewerbung.

    Wie jede klassische Bewerbung besteht auch deine Bewerbung als Bauingenieur aus:

    • Anschreiben
    • Lebenslauf
    • Anlagen

    Zusätzlich kannst du noch ein Deckblatt an den Anfang setzen – das ist nicht obligatorisch und sollte wenn dann übersichtlich und aussagekräftig sein. Zu den Anlagen gehören Zeugnisse genauso wie Bescheinigungen, zum Beispiel, wenn du freiwillige Weiterbildungen absolviert hast. Sind deine Bewerbungsunterlagen komplett, schickst du sie per Mail oder über ein Bewerbermanagement-System an das Unternehmen.

  3. Das Anschreiben.

    Im Anschreiben formulierst du nicht einfach nur deinen Lebenslauf aus, sondern legst den Schwerpunkt darauf, deinen Fit zu ausgeschriebenen Stelle zu zeigen. Das Bewerbungsschreiben ist folgendermaßen aufgebaut:

    1. Kopf: Ganz oben kommen deine Kontaktdaten hin, darunter die des Unternehmens. Außerdem gehört der Betreff über das eigentliche Schreiben, der zum Beispiel so aussieht: „Bewerbung als Bauingenieur Trainee, Referenznr. XY“

    2. Einleitung: Die ersten ein bis drei Sätze müssen sitzen und die Aufmerksamkeit des Lesers erwecken. Lenke den Fokus auf deine Motivation und eine Kernkompetenz, die zur Stellenbeschreibung passt.

    3. Hauptteil: Hier gehst du ausführlich auf deine Motivation, deinen akademischen Werdegang und praktische Erfahrungen durch Praktika im Ingenieurwesen oder Werkstudententätigkeiten ein. Auch deine Soft Skills thematisierst du. Bringe deine Kenntnisse so gut es geht mit der Stelle zusammen und belege sie anhand von Beispielen, zum Beispiel durch Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten oder deine Abschlussarbeit.

    4. Schluss: An den Schluss gehören deine Gehaltsvorstellung, dein frühestmöglicher Einstiegstermin sowie ein Satz im Stil von „Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen“. Du schließt „mit freundlichen Grüßen“, deinem Namen und deiner eingescannten Unterschrift.

    Grundsätzlich sollte das Bewerbungsschreiben maximal eine Din A4 Seite lang sein. Bewirbst du dich nicht als Bauingenieur oder Bauleiter, sondern als Bautechniker oder Vermessungstechniker nach einer Ausbildung, sind Lebenslauf und Anschreiben nicht so prall gefüllt. Das macht aber nichts: Solange du es glaubhaft schaffst, deine Motivation und deinen Lernwillen darzustellen, kannst du auch auf weniger als einer Seite überzeugend. Falls du für deine Bewerbung als Bauingenieur Anregungen für Formulierungen und Design brauchst, helfen Bewerbungs-Muster.

  4. No-Gos in der Bewerbung als Bauingenieur.

    Es gibt Dinge, die sehen Personaler gar nicht gerne – hier erfährst du die größten Bewerbungs-Fails und wie du es besser machen kannst.

    DONT’S DOS
    Selfie als Bewerbungsfoto Professionelle Aufnahmen vom Fotografen
    Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ Konkreten Ansprechpartner raussuchen
    Floskel „Hiermit bewerbe ich mich als“ Individueller Einstiegssatz
    Absender „schmusekatze23@web.de“ Seriöse E-Mail-Adresse bestehend aus Namen
    Beruf der Eltern im Lebenslauf Deine persönlichen und relevanten praktischen Erfahrungen
  5. Im Vorstellungsgespräch.

    Im weiteren Bewerbungsprozess für die Stelle als Bauingenieur oder Bauleiter erfolgt das persönliche Kennenlernen in Form eines Vorstellungsgesprächs. Im Vorfeld solltest du dich gut über das Unternehmen informieren und dir nochmal genau über deine Motivation klarwerden. Dein Outfit wählst du so, dass es zum Unternehmen passt – ein Blick auf die Karriereseite mit Bildern von Mitarbeitern lohnt sich – und du dich wohlfühlst. Sieh zu, dass du pünktlich bist, und plane einen zeitlichen Puffer für den Weg zum Ort des Gesprächs ein.

    Fragen im Vorstellungsgespräch.

    Wenn du als Bauingenieur oder Bauleiter kompetent bist, musst du nicht reden können? Ganz so einfach wird es nicht im Vorstellungsgespräch. Hier ist nicht nur Fachwissen gefragt, sondern auch deine Persönlichkeit wird gründlich gecheckt.

    Grundsätzlich können dich verschiedene Fragetypen erwarten:

    1. Allgemeine Fragen, die auf deine Motivation und deinen Werdegang abzielen
    2. Fachliche Fragen, die dein Vorwissen und deine Lernfähigkeit überprüfen
    3. Persönliche Fragen, in denen es um deine Teamfähigkeit und Arbeitsweise geht
    4. Stressfragen, die dich aus der Ruhe bringen wollen
    5. Schätz- und Logikfragen, die dein logisches Denkvermögen auf die Probe stellen

    Im Vorfeld Antworten auswendig ist Zeitverschwendung. Natürlich solltest du dir grob überlegen, was deine Stärken und Schwächen sind, dir deine Motivation nochmal deutlich machen und deinen Lebenslauf vertonen können. Ansonsten kommst du mit Authentizität und Sympathie sehr weit. Dazu gehört, dass du ehrlich bist, ohne zu viel preiszugeben: Wenn dein Studium länger gedauert hat, weil du zu viel gefeiert hast, erwähnst du das besser nicht, ebenso wenig, dass du deinen früheren Chef für einen Idioten hältst. Weißt du etwas nicht, kannst du es auch zugeben – sei aber trotzdem reflektiert, gib nicht direkt auf und zeige dich lernbereit. Das gilt auch für Logik- und Schätzfragen, bei denen deine Herangehensweise mehr zählt als das richtige Ergebnis.

    Diese Fragen können dir beispielsweise begegnen:

    • Wieso hast du dich ausgerechnet bei uns beworben?
    • Welche Unternehmen findest du sonst noch interessant?
    • Sagt dir die Abkürzung VOB etwas?
    • Was ist ein Skelettbau?
    • Wenn du eine Eigenschaft an dir ändern könntest – was wäre das?
    • Was ist deine typische Rolle in einem Team?
    • Karriere oder Familie – wofür gibst du mehr?
    • Was wärst du als Tier und vor welchem Tier würdest du wegrennen?
    • Aus wie vielen Teilen besteht der Eiffelturm?
    • Was für ein Buchstabe folgt in der Reihe E Z D V F ?

    Eigene Fragen

    Gegen Ende des Gesprächs wirst du gefragt, ob du noch offene Fragen hast. Hast du natürlich – im Idealfall notierst du dir diese schon im Vorfeld. Gute Fragen, die Interesse ausdrücken, sind beispielsweise:

    • Wie läuft die Einarbeitung ab und wie schnell werde ich Verantwortung übernehmen?
    • Wie ist das Team aufgebaut und wie organisiert ihr euch?
    • Welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten habe ich innerhalb des Unternehmens?
    • Gibt es die Möglichkeit, auch international zu arbeiten?
    • Gibt es regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern?

    Die Gehaltsfrage für Bauingenieure.

    Auch die Rahmenbedingungen müssen besprochen werden. Spricht dein Gegenüber das nicht an, kannst du das tun, aber besser erst, wenn alle inhaltlichen Fragen geklärt sind. Neben Urlaub, Arbeitszeit und Benefits interessiert dich natürlich dein Gehalt als Bauingenieur. Auch wenn du als Ingenieur in der Regel gut verdienst, brauchst du stichhaltige Argumente wie praktische Erfahrungen oder besondere Kenntnisse. Grundlage für die Gehaltsverhandlung ist das, was du in deiner Bewerbung als Bauingenieur als Gehaltsvorstellung angegeben hast.

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