Bewerbung im Bereich Marketing.

Marketing-Jobs sind begehrt, dementsprechend muss deine Bewerbung auf den Punkt sein, damit du aus der Masse rausstichst. Wir verraten dir, wie du Anschreiben und Lebenslauf überzeugend gestaltest und was absolute No-Gos sind.

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  1. Bewerbungsvorlagen.

    Im Marketing überzeugst du mit einer modernen oder kreativen Bewerbung.

  2. Bestandteile deiner Marketing Bewerbung.

    Deine Bewerbung besteht klassischerweise aus

    • Anschreiben,
    • Lebenslauf und
    • Anlagen.

    Optional kannst du ein Deckblatt hinzufügen, um einen positiven ersten Eindruck zu erwecken. Zu den Anlagen gehören Zeugnisse genauso wie sonstige Bescheinigungen, zum Beispiel, wenn du an Weiterbildungen teilgenommen oder Zertifizierungen abgeschlossen hast. Was die Form angeht, so ist es üblich, die Bewerbung per E-Mail oder über das Bewerbungsmanagement-System des Unternehmens zu verschicken – der Postweg gilt als veraltet, besonders für Online Marketing Manager. Als angehender Marketing Manager kannst du dich aber auch auf einem kreativen Wege bewerben, zum Beispiel, indem du eine Bewerbungs-Website erstellst.

    Grundsätzlich kannst du bei deiner Bewerbung in kommunikativen Bereichen und damit auch im Marketing ein modernes und kreatives Design verwenden, solange Anschreiben und Lebenslauf weiterhin übersichtlich und gut strukturiert sind. So zeigst du, dass du ein gutes Gespür für die Wirkung von Text und Bild hast – eine wichtige Eigenschaft eines Marketing Managers. Brauchst du Anregungen für die Gestaltung deiner Bewerbung, kannst du dich durch Bewerbungs-Muster inspirieren lassen.

  3. Das Anschreiben.

    Im Anschreiben formulierst du nicht nur deinen Lebenslauf aus, sondern zeigst vielmehr, warum du motiviert und der oder die Richtige für den Job im Marketing bist. Vom ersten Satz an musst du deutlich machen, warum du genau bei diesem Unternehmen arbeiten möchtest. Dein Bewerbungsschreiben gliedert sich in folgende Teile:

    Kopf:

    Der Kopf der Bewerbung enthält deine Kontaktdaten, die des Unternehmens bzw. des konkreten Ansprechpartners sowie den Betreff. Dieser heißt nicht einfach nur „Bewerbung“, sondern muss die konkrete Stelle beinhalten, zum Beispiel Bewerbung als PR Referent, Referenznummer 123 oder Bewerbung für ein Praktikum im Online Marketing

    Einleitung:

    Die ersten Sätze entscheiden, ob der Personaler weiterliest. Dementsprechend steigst du nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich als Junior Marketing Manager“ ein, sondern wählst ein bis drei individuelle Sätze, die zeigen dass du dich für die Stelle interessierst und nicht einfach nur eine Massenbewerbung abschickst. Eine Möglichkeit für eine Einleitung passend zur Stellenausschreibung zum SEO Manager wäre zum Beispiel:

    „Unter Traffic verstehe ich nicht nur den morgendlichen Berufsverkehr – vielmehr fühle ich mich in der Welt von Page Impressions, Engagementrate und Conversions zu Hause. Sie sind auf der Suche nach einer Teamverstärkung im Bereich Online Marketing und ich suche nach einem innovativen, modernen Onlineunternehmen mit Perspektive – gesucht, gefunden?“

    Hauptteil:

    Im Hauptteil geht es um deine bisherigen Kenntnisse, sowohl im Studium als auch in der Praxis. Hast du zum Beispiel deine Abschlussarbeit über Suchmaschinenoptimierung geschrieben oder ein Praktikum in einer PR-Agentur gemacht, kann das hervorragend zu der angestrebten Stelle passen. Auch deine Soft Skills werden hier thematisiert, aber nicht einfach aufgezählt. Vielmehr zeigst du auf, in welchen Situationen – an der Uni, beim Arbeiten oder privat – du bisher Teamgeist und Co. gezeigt hast.

    Schluss: Im letzten kleinen Abschnitt gibst du deine Gehaltsvorstellung sowie deinen frühesten Einstiegstermin an und schließt mit „Mit freundlichen Grüßen“ plus deinem kompletten Namen und (eingescannter) Unterschrift.

  4. Der weitere Bewerbungsprozess.

    Kommt deine Bewerbung gut an, folgt das persönliche Kennenlernen. Oft wird auch ein Telefoninterview zwischengeschoben. Größere Unternehmen setzen neben dem Vorstellungsgespräch auch gerne auf Assessment Center, in denen verschiedene Gruppen- und Einzelaufgaben gelöst werden müssen. Im persönlichen Gespräch musst du auf fachliche Fragen genauso gefasst sein wie auf persönliche und Stress-Fragen. Bleibe in jedem Fall freundlich, authentisch und sage ehrlich, wenn du etwas nicht weißt. Clever ist es, das Gespräch auf etwas zu lenken, bei dem du dich sicher fühlst. Werden die Fragen zu privat, kannst du vage antworten. Bei Stress- und Schätzfragen gilt es, ruhig und souverän zu bleiben – oft zählt nicht die richtige Antwort, sondern wie du etwas sagst. Immer im Vordergrund: Deine Motivation und der Wille, dazuzulernen.

    Diese typischen Fragen können dich beispielsweise im Vorstellungsgespräch für einen Marketing-Job erwarten:

    • Was ist die Absprungrate bei Google Analytics?
    • Was versteht man unter CTR?
    • Dein Kunde hat einen Shitstorm bei Facebook ausgelöst – wie wirst du Herr der Lage?
    • Was darf deiner Meinung nach bei einem guten Werbespot auf keinen Fall fehlen?
    • Welche Online- und Offline-Werbekanäle kennst du?
    • Wieso bewirbst du dich ausgerechnet bei unserem Unternehmen?
    • Was hast du, was andere Kandidaten nicht haben?
    • Was war dein letzter Misserfolg und wie bist du damit umgegangen?
    • Was würden deine Freunde als deine größte Stärke beschreiben?
    • Wie viel wiegt der Kölner Dom?
    • Was glaubst du, habe ich bisher für einen Eindruck von dir?
    • Was glaubst du funktioniert in der Werbung besser – schöne Menschen oder süße Haustiere?

    Am Ende ist noch Zeit für deine Fragen. Notiere dir diese am besten im Vorfeld oder auch während des Gesprächs, wenn dir was durch den Kopf schießt. Gut eignen sich inhaltliche Fragen wie: * Wie werden im Team Entscheidungen getroffen? * Was für eine Meeting-Kultur habt ihr? * Welche Tools benutzt ihr? * Wie sehen meine Entwicklungsmöglichkeiten aus?

    Auch Themen wie Urlaub oder Gehalt kannst du ansprechen – aber warte damit, bis alles andere geklärt ist, damit kein falscher Eindruck entsteht.

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