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„Ich kann und ich will“

Das Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben entspricht im Prinzip dem Anschreiben einer Bewerbung. Von der Intention ist es ähnlich, doch im Motivationsschreiben liegt der Fokus noch etwas stärker auf der persönlichen Motivation, warum man in genau diesem Job und in genau dieser Firma arbeiten möchte. ABSOLVENTA gibt Tipps für ein überzeugendes Motivationsschreiben.

Was Personaler wollen

Über die Motivation hinaus geht es im Motivationsschreiben für Bewerber natürlich auch darum, dem Arbeitgeber von seinen Qualifikationen, Erfahrungen und Kompetenzen zu überzeugen. Das ist genau das, was die Personaler sehen wollen, wenn sie die Bewerbungsmappe eines Kandidaten öffnen. Obwohl die Bezeichnung „Motivationsschreiben“ im Sprachgebrauch von dem Begriff „Anschreiben“ weitgehend ersetzt wurde, spiegelt es genau wider, worum es in einer Bewerbung geht: Aus dem Motivationsschreiben muss hervorgehen, was den Interessenten antreibt, diese Bewerbung zu schreiben und diese Stelle bekleiden zu wollen.

Die Motivation für Job und Arbeitgeber

In der Bewerbung muss man herausstellen, was einen für die Stelle prädestiniert. Das Motivationsschreiben bietet die optimale Gelegenheit dazu. Der Interessent muss zeigen, dass er genau der Bewerber ist, den das Unternehmen sucht – ohne dabei überheblich zu wirken.

Hier bietet es sich an, an die im Stellenangebot genannten Anforderungen und Aufgaben anzuknüpfen. Im Idealfall schafft man hier eine Verbindung zu seinen Qualifikationen und der eigenen Motivation. Wer es schafft, den Personaler von seiner Leidenschaft für den Bereich (zum Beispiel Finance, Physik oder IT) zu überzeugen, hat meist einen großen Schritt auf dem Weg zum Job gemacht. Um in einer Sache richtig gut zu sein bzw. zu werden, muss man Leidenschaft dafür haben. Das wissen auch die Personalentwickler und halten daher besonders nach Kandidaten Ausschau, die diese Leidenschaft und Motivation mitbringen.

Ein guter Ansatz ist es auch, im Motivationsschreiben auf den Arbeitgeber einzugehen. Es sollte daher dargelegt werden, was einem an dem Arbeitgeber gefällt. Dem Unternehmen sollte ebenfalls gezeigt werden, warum das so ist, indem konkrete Beispiele genannt werden (zum Beispiel innovative Produkte, einzigartige Dienstleistungen, gesellschaftliches Engagement, Image der Firma, Firmenphilosophie, Unternehmenskultur etc.).

Sollte der Platz im Bewerbungsschreiben (max. eine DIN-A4-Seite) für die Darstellung von Motivation und Kompetenzen nicht ausreichen, kann man sie notfalls auf der sogenannten dritten Seite nochmals verdeutlichen.

Rechtschreibfehler im Motivationsschreiben – ein K.O.-Kriterium

Grammatik-, Komma- und Rechtschreibfehler im Motivationsschreiben zeugen davon, dass der Bewerber nicht sorgfältig arbeitet. Worum sollte man so jemanden einstellen? Hier muss der Arbeitgeber die Befürchtung haben, dass sich derjenige im Job genauso unsauber verhält.

Tipp: Schlafe eine Nacht über das Geschriebene und wirf am nächsten Tag noch einmal einen prüfenden Blick auf das Motivationsschreiben sowie die restliche Bewerbung. Stell dir vor, du wärst Personaler und würdest deine Bewerbungsmappe bekommen. Ist die Motivation überzeugend, wo bleiben Fragen offen? Hole dir auch Feedback von anderen ein und lass dein Motivationsschreiben noch von ein bis zwei Personen Korrektur lesen. So lassen sich Fehler vermeiden, die man selbst übersehen hat.

Motivationsschreiben bei einer Bewerbung im Ausland

Willst du im Ausland arbeiten, zum Beispiel als Sales Manager? Bei einer Bewerbung im Ausland spielt die Motivation meist eine mindestens so große Rolle wie in Deutschland; in England und den USA ist sie sogar noch größer. Zum Beispiel werden in den USA grundsätzlich keine Bewerbungsfotos und persönliche Daten mitgeschickt. So richtet sich der Fokus der Personaler noch stärker auf den Inhalt des „Letter of Motivation“ und damit auch auf die Kenntnisse über das Unternehmen und die Qualifikationen der Bewerber. Als Ergänzung schreibt man daher im CV (bzw. Resume) in der „Job Objective“ eine Kurzbeschreibung dessen, was man von seinem Job erwartet. Daran kann der Personaler eine gute erste Einschätzung vornehmen, ob der Kandidat zum Job und zum Unternehmen passt.

ABSOLVENTA wünscht gutes Gelingen für das Motivationsschreiben!

>> Weitere nützliche Infos und Tipps zum Thema Bewerbung

Über den Autor

Lukas große Klönne
Lukas große Klönne

Ehem. Redaktionsleiter der Jobbörse ABSOLVENTA und Autor des Buches "Trainee-Knigge" – der Ratgeber für Berufseinsteiger.

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