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Persönlichkeit & Motivation

Die "Dritte Seite" in der Bewerbung

Die "Dritte Seite" in der Bewerbung

Der Name der sogenannten „Dritten Seite“ leitet sich daraus ab, dass es in der Bewerbung neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf noch ein drittes Dokument gibt, mit dem sich Bewerber bei einem Unternehmen vorstellen. Auf dieser Extraseite geht man explizit auf seine Persönlichkeit, seine Soft Skills und seine Motivation für die gewünschte Stelle ein. Üblich ist die Dritte Seite in einer Bewerbung zwar nicht, in einigen Fällen macht sie aber durchaus Sinn

Was steht auf der „Dritten Seite“?

Die Dritte Seite in der Bewerbung bringen Bewerber ein, um sich dem potentiellen Arbeitgeber als Persönlichkeit darzustellen und ihm einen besseren Eindruck von sich zu verschaffen. Inhaltlich geht man auf seine Soft Skills, Fachkenntnisse, Motivation, Erfolge und besonderen Erfahrungen ein. Sie weist somit Parallelen zum Bewerbungsschreiben auf, geht aber noch deutlich darüber hinaus.

Die Dritte Seite sollte man daher nur dann anfügen, wenn man dem Personaler damit einen echten Mehrwert und wirklich interessante Neuigkeiten bietet. Wenn man dort lediglich Dinge wiederholt, die schon an anderer Stelle stehen, kann das nach hinten losgehen.

Inhaltlich sollte man nicht einfach nur über sich schreiben, sondern auch eine Verbindung zu dem anvisierten Job herstellen. Lege präzise dar, was dich und deine Arbeitsweise auszeichnet, welche Kenntnisse und Fähigkeiten du zum Unternehmenserfolg beitragen kannst. Zudem kann man hier darauf eingehen, was man selbst von der Anstellung erwartet.

Auch wenn im Anschreiben nicht ausreichend Raum war, um seine Motivation für die Stelle darzulegen, kann man auf der Dritten Seite noch weitere und tiefer gehende Aspekte nennen.

Wann eine „Dritte Seite“ sinnvoll ist – und wann nicht

Die Dritte Seite wird von vielen Personaler kritisch gesehen, da ihrer Meinung nach alle relevanten Informationen bereits im Anschreiben und Lebenslauf stehen sollten. Zudem haben die Personaler in der Regel nur wenig Zeit, und ein weiteres Dokument bedeutet zusätzlichen Aufwand. Daher ist die Dritte Seite weitgehend „out“, doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Wenn man wirklich neue und interessante Informationen über sich aufführen kann, mit denen man das Interesse des Arbeitgebers weckt, kann die Dritte Seite zum Erfolg der Bewerbung beitragen. Wer es aber schafft, alle wichtigen Informationen bereits im Anschreiben und im Lebenslauf zu verpacken (ob direkt oder zwischen den Zeilen), der benötigt diese nicht.

Die Dritte Seite kann insbesondere bei einer Initiativbewerbung oder bei einer kreativen Bewerbung sinnvoll sein. Auch im sozialen Bereich, bei NGOs und bei Non-Profit-Organisationen, kann sie eine sinnvolle Ergänzung der Bewerbungsunterlagen sein. Eine weitere Möglichkeit bieten Bewerbungen für Trainee-Programme sowie für Leitungs- und Führungspositionen, in denen man z. B. auf seine Führungserfahrungen und -philosophie eingehen kann. Während Anschreiben und Lebenslauf lediglich informieren, DASS man eine Führungsposition innehatte, kann man auf der Dritten Seite beschreiben, WIE man die Position im Umgang mit den Mitarbeitern und der Verantwortung interpretiert und ausgeführt hat.

Was man sonst noch über die „Dritte Seite“ wissen sollte

Die Dritte Seite wird in den Bewerbungsunterlagen gleich hinter Anschreiben und Lebenslauf platziert.
Sie ist ein ähnlich optionales Bewerbungsdokument wie ein angefügtes Motivationsschreiben oder eine Leistungsbilanz.
Eine andere Bezeichnung für die Dritte Seite ist „Über Mich-Seite“.
Man wählt keine tabellarische Auflistung, sondern einen Fließtext mit kurzen, präzisen Sätzen.
Mögliche Überschrift: „Meine Motivation“, „Was Sie über mich wissen sollten“, „Warum ich?“, „Persönlichkeit & Motivation“ oder „Über mich“.
Die Dritte Seite sollte nicht umfangreicher als eine DIN A4 Seite sein.
Unterschrift, Ort und Datum gehören an das Ende der Dritten Seite.
 

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