Einen Leumund haben

Empfehlungsschreiben

Empfehlungsschreiben

Empfehlungsschreiben sind vor allem bei universitären Karrieren sehr wichtig für die Bewerber. Auch wer sich zusätzlich im Ausland bewerben will, kommt selten umher, einen Vorgesetzten um die Ausstellung eines Empfehlungsschreibens zu bitten. ABSOLVENTA erklärt, welche Rolle ein Referenzschreiben für die Bewerbung spielt und was es beinhalten sollte.

Mit einem Empfehlungsschreiben stellt ein Arbeitgeber oder Lehrkörper eine Bescheinigung aus, die über ein normales Arbeitszeugnis hinausgeht. In dem Empfehlungsschreiben wird man von einer Referenzperson, zum Beispiel einem Professor von der Hochschule oder einem ehemaligen Arbeitgeber, empfohlen. Das Schreiben ist dabei nur ein Teil der eigentlichen Bewerbung.

Empfehlungsschreiben sind in Deutschland in der freien Wirtschaft allerdings eher selten, da Arbeitgeber meist ein Arbeitszeugniss ausstellen. Im universitären Bereich sind solche Schreiben jedoch vergleichsweise häufig zu finden.

Auch im englischsprachigen Raum sind Empfehlungsschreiben sehr gebräuchlich. Bei einer Bewerbung für die Universität werden in der Regel sogar gleich zwei unabhängige Referenzschreiben verlangt. Da es in den USA oder Großbritannien, anders als in Deutschland, kein qualifiziertes Arbeitszeugnis gibt, stellt der Letter of Recommendation eine wichtige Bewertung für zukünftige Arbeitgeber dar.

Aufbau des Refenrenzschreibens

Da Referenzen in der Regel keinen bestimmten Empfänger haben, werden sie an an einen allgemeinen Empfänger gerichtet. Grundsätzlich ist für Empfehlungen oder Referenzen kein fester Aufbau vorgeschrieben. Es empfiehlt es sich jedoch, die folgenden Inhalte aufzunehmen:

  • Betreff mit Hinweis auf Referent, Name der Person und Art der Tätigkeit
  • Beschreibung des Unternehmens und der referenzierten Stelle
  • Beschreibung der konkreten Aufgaben und der angewendeten Fähigkeiten
  • Qualitative Bewertung der Arbeitsleistung
  • Bewertung des Sozialverhaltens
  • Wunsch für die Zukunft

Empfehlungsschreiben müssen erfragt werden

Theoretisch kann jeder ein Empfehlungsschreiben aufsetzen. Es macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn der Aussteller tatsächlich dazu berechtigt ist, eine Bewertung der jeweiligen Person zu erstellen, da die zuständigen Auswahlgremien möglicherweise die Referenzen prüfen. Der Autor des Empfehlungsschreibens sollte daher möglichst einen höhergestellten Posten innehaben, wie zum Beispiel ein Professor einer Universität. Empfehlungsschreiben werden dabei gewöhnlich erst auf Anfrage des Studenten, Absolventen oder Mitarbeiters ausgestellt.

Tipp: Auch zufriedene Kunden können nach abgeschlossenen Projekten ein Referenzschreiben  verfassen.

Empfehlungsschreiben sind keine Arbeitszeugnisse

Anders als bei einem Arbeitszeugnis besteht auf ein Empfehlungsschreiben kein Anspruch. Es ist eine freiwillige Maßnahme des Ausstellers, gute Leistungen zu bewerten. Daher sollte man den Verfasser auch gut kennen und erfolgreich mit ihm zusammengearbeitet haben. Nur so ist das Empfehlungsschreiben für die Bewerbungsmappe relevant und nützlich.

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